vor einem Monat habe ich mit meinem Sohn nach einer(be-)kurbelbaren Taschenlampe gesucht. Wir fanden nur Zeugs aus Plastik. Auf einer Youtubeseite fanden wir was russisches. Den Aufbau haben wir uns dann gemerkt und ich habe das nachgebaut. Es geht einfach darum, mit einem Getriebe-Gleichstrommotor Leistungskondensatoren aufzuladen, die dann Energie an LEDs abgeben. Einen Schalter habe ich nicht eingebaut.
Der Getriebemotor ist für 12 V geschaffen, erzeugt beim Kurbeln aber mehr, etwa 14-15 Volt, wenn man schneller kurbelt. Ich habe dann beschlossen 4 Kondensatoren in Reihe zu schalten, nämlich 2,5 Volt und 10 F. Drei LEDs in Reihe, also 3 x 3V/20 m A sind die Leuchte. Das Kurbeln geht bei völlig leerem Zustand der Kondis etwas schwerer, dann aber, wenn sich eine leichte Ladung aufgebaut hat, geht es immer leichter. Aber immer noch so schwer, dass man die Kondensatoren praktisch nicht überladen kann. Ebenso geben die Leuchtdioden dann irgendwann ihr volles Licht ab. Man kurbelt dann noch etwas länger, plagt die LEDs aber nicht. Es gibt da eine kritische Grenze, wobei die Lebensdauer der LEDs gefährdet ist.
Wenn ich die Lampe dann zur Seite lege, leuchtet sie noch etwa 3 Minuten hell, dann flacht die Ladung langsam ab. Aber: Bis in etwa 2-4 Stunden leuchten die LEDs noch so, dass man es als Leuchten bezeichnen kann. Sogar nach 2 Tagen (!) ist noch eine Restladung drauf, die man bei genauem Sehen auf die LEDs erkennen kann! Das fand ich sehr interessant. Wahrscheinlich liegt das daran, weil die langsam abnehmende Spannung zwischen den LEDs und den Kondis einen wachsenden Widerstand erzeugt, in dem sich der Strom langsam verliert.
Hier habe ich ein Video und Fotos.
Ich habe die Bauteile in ein aufgeschnittenes Edelstahlrohr eingebaut. Mit einer Schraube kann man den Getriebemotor einklemmen. Die Kondis sitzen auf einer Multiplexscheibe und sind mit den LEDs vorne verlötet. Eine Diode verhindert den Rückstrom an den Motor.
Gruß, Matse