Ebastlers Tastaturbude

Für Netzteile, NF-/HF-Verstärker, Reparaturen und allgemeine Elektronikprojekte.

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Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von ebastler »

Moin!

Wie ihr vielleicht schon gesehen habt, bastel ich öfters mal an mechanischen Tastaturen. Inzwischen mach ich auch ab und an PCBs für Projekte anderer als Auftragsarbeiten. Normalerweise sind das multiplexed Tastenmatrizen, und ein oller Mega32u4, oder n kleiner STM32, je nach dem was man gerade in der Chipkrise zu weniger abartigen Preisen finden kann. Ab und an sind aber durchaus lustigere Designs dabei, und ich glaube ich werde diesen Thread nutzen um diese vorzustellen - heute fange ich mit einem an, wo die Prototypen gestern angekommen sind.

Ein Bluetooth PCB - mit Pfusch.
Leider kann ich den Namen noch nicht nennen, und keine Fotos des gesamten PCBs (mit Logos etc) posten, da das Projekt nicht offiziell vorgestellt wurde, aber ich denke mal, die Ecke hier kann ich zeigen. Es handelt sich um ein nRF52840 basiertes Projekt, wobei der nRF in Form eines holyiot 18010 RF Moduls verwendet wird. Das Ding ist einfach zu beschaffen und löten, aber hat einen grundlegenden Nachteil - der nRF ist fix auf low voltage mode verdrahtet.

Kurzer Exkurs zu nRF52840: Diese haben getrennte IO und Core Spannungen, üblicherweise 3.3 V und 1.8 V, wobei beide über recht weite ranges sinnvoll variierbar sind, je nach dem was man braucht. Die Chips haben dafür zwei LDO oder DC-DC Stufen integriert, die, je nach externer Beschaltung (DC-DC braucht je eine Drossel + paar Caps pro Stufe), aus bis zu 5.6 V [1] Eingangsspannung alle Chipspannungen erzeugen können. Wenn die Chinesen wie bei dem Modul zu faul dafür sind und den Chip im low voltage mode verschalten, muss man externe ~3 bis 3.6 V [1] zuführen, braucht also einen externen LDO und damit mehr Schaltungsaufwand und meist auch geringere Effizienz.
[1] Nicht sicher, weil ich gerade zu faul bin im Datenblatt nachzuschlagen

Anyway, zurück zum Projekt. USB-C Eingang (CC Lines stumpf mit 5.1k auf GND terminiert), LC Filter mit SMD Ferritperle und KerKo am Eingang, 500 mA Sicherung, ESD-Dioden/TVS Array für Datenleitungen und VBUS. Nix besonderes. Kleiner 3.3 V LDO, und ein TI BQ24075 Chip fürs Akku-Management. Der An/Aus Schalter nutzt das "SYSOFF" Feature des BQ aus, welches mit einem FET im Chip den Akku komplett vom Rest der Schaltung entkoppeln kann. Damit geht ein Problem einher - wenn ich den Schalter auf "Aus" hab, und das Board an USB stecke, lädt es nicht. Dafür ist ein weiterer FET da, welcher SYSOFF auf GND zieht, wenn VBUS vorhanden ist - damit beginnt das Board an USB immer auch zu laden, egal ob der Schalter auf aus oder an steht. Ein zweiter FET kappt den Spannungsteiler für die Akku-Messung ebenfalls, wenn SYSOFF aktiv ist, um current bleed zu verhindern, und um keine Spannung an einen ADC zu geben während VCC des MCUs auf 0V ist (Vio, max = VDD + 0.3 V [1]). DIe Transistoren wurden eigentlich stumpf danach ausgesucht, was jlcpcb an halbwegs brauchbarem als "basic part" hatte um Aufpreis zu verhindern - mir ist bewusst, dass der AO3401A maximal überdimensioniert ist für ein paar Mikroampere. Er macht aber seinen job und hat paar Euro Aufpreis gespart :censer:
schem.jpg
So weit so gut. Hab das BOM File für JLCPCB verkackt und mir 10k statt 820k in den Spannungsteiler bestücken lassen. Also musste ich korrigieren. Hatte nur 0603 zur Hand und keine passenden Werte, also hab ich zwei gestapelte 0603 1.3M Widerstände verlötet - nicht schön, aber close enough dass ich die Protos testen kann. Hier ein Foto nachdem ich fertig gepfuscht hatte :D
photo_2022-05-05_11-51-51.jpg
Ich beende den Post mit ein paar weiteren Fotos :)

Fangen wir mit dem PCB an wie es von JLC angekommen ist. Das Modul hat alle relevanten IOs (Versorgung, USB, SWD...) auf den äußeren castellated pads, und ich hatte ausreichend GPIOs außen, damit musste ich die inneren gar nicht löten. USB-C Stecker ist ein HRO TYPE-C-31-M-14 - super praktisch da low profile und einfach von Hand lötbar.
photo_2022-05-05_11-51-53.jpg
In den Schlitz soll dann mal der Akku kommen, daher war das Akku-management platzmäßig etwas eingeengt.
photo_2022-05-05_11-51-50.jpg
Unterseite des USB Steckers (Ich hab vergessen die mounting pins zu löten...), wo man gut sieht wie er so flach sein kann - er wird ins PCB eingelassen. Ebenso sichtbar der TC2030 SWD Flash-Header, sowie die "Reset" pads, mit denen man den Chip in den UF2 Bootloader bringen kann, wenn man es schafft, eine Firmware ohne "reboot to bootloader" shortcut zu flashen.
photo_2022-05-05_11-52-36.jpg
Hier nun einmal das ganze, mit RF Modul, Test-Akku und einem Kailh Choc Tastenschalter auf der Enter-Taste.
photo_2022-05-05_11-51-48.jpg
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Paul
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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von Paul »

Moin ebastler,

was man sehen kann sieht schonmal echt cool aus! :awesome:
Respekt, dass du das ganze so professionell durchziehst – ich nehme mal an, da gehen schon einige Arbeitsstunden bei drauf! ^^
Wird das später ne Kleinserie, oder wie ist der Plan?

Und ich denke, ein bisschen Pfusch beim ersten Prototypen gehört zum guten Ton. :D
Halte uns auf dem Laufenden!

Gruß,
Paul!
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Death
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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von Death »

ebastler hat geschrieben: Do 5. Mai 2022, 11:03
... Hier ein Foto nachdem ich fertig gepfuscht hatte :D ...
Hiermit wird Amtlich festgehalten : Sieht vollkommen normal aus :mrgreen:

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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von ebastler »

Paul hat geschrieben: Mi 11. Mai 2022, 08:57 Wird das später ne Kleinserie, oder wie ist der Plan?
Weiß ich bei dem Ding tatsächlich noch nicht - wenns ne größere Serie wird werd ich gern pro verkaufter Einheit bezahlt, bei so kleinen Serien um die 10-00 Stück mach ich Festpreis und die Sache hat sich. Der Typ wollte sich seine Traum-Tastatur umsetzen - ob er die dann auch produzieren lässt weiß ich noch nicht.
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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von ebastler »

Bunt blinkende Schmerzen

Der heutige Kandidat, ebenfalls ein Auftragsdesign, hat den internen development-Namen "Schmerzen" bekommen - es handelt sich um eine Tastatur im 75% Layout (vergleichbar viele Tasten wie Tenkeyless, aber kompakter angeordnet), mit per-key-RGB - also einzeln ansteuerbare LEDs für jede Taste.

Hierfür gibt es zwei grundlegende Optionen - SK6812MINI-E (gleiches Protokoll wie WS2812, ähnlicher Strombedarf, aber "rear mount", also durch ein Loch im PCB leuchtend) oder LED Treiber und "dumme" common anode LEDs. SK6812 sind natürlich einfacher, haben aber mehrere Probleme:
1) Hoher Stromverbrauch - zu viel für USB2.0 (500 mA). Man kann sie zwar drosseln, aber eine halbierung der maximalen Helligkeit kostet schon 1 volles Bit Farbraum pro Grundfarbe -> Animationen werden hässlich
2) Bitbang für in dem Fall 85 Stück kostet mehr Prozessor-Zeit als mir lieb ist, da der Mega32u4 nebenbei noch 1000 Mal pro Sekunde Tastenanschläge an den PC senden und sich bei Interrupts nicht verschlucken sollte - die Entwickler der Firmware meinten mal mehr als 15-20 Stück empfehlen sie nicht

1) könnte man mit SK6805MINI-E (weniger max Helligkeit) umgehen, sind aber schwerer zu sourcen. 2) Könnte man mit einem vernünftigen Chip wie STM32Fx oder STM32Gx umgehen, wo es bei der Firmware die ich verwende die Option gibt, die WS2812 an ein Hardware-Peripheral auszulagern (wahlweise ein PWM oder ein SPI Port - damit kaum verschwendete CPU Zeit am Core). Als ich das PCB designt hab, waren STM32 aber gerade unmöglich zu kriegen. Also wurden es 2 ISSI IS31FL3733 LED Controller - jeder kann je eine 16x12 LED Matrix (oder 16x4 RGB) ansteuern. Ich habe von beiden nur je 16x3 RGB LEDs verwendet, und einige Lücken in der Matrix wo freie Stellen waren - damit ist die LED Matrix großteils Deckungsgleich mit der Tasten-Matrix. Hier sollte auch mein interner Produktname klar werden (Schaltplan ist nur ein Ausschnitt - der Volle umfasst 85 LEDs in einer 16x6 Matrix).
is31.jpg
Der Rest ist recht unspektakulär. USB-C Stecker, LC-Tiefpass am Eingang als Filter, eine Sicherung, ein TVS/Dioden ESD Array für die Datenleitungen, ein oller Mega32u4. Unter der Leertaste haben alle 3 Chips Platz gefunden, da wurde es daher dann auch prompt ziemlich eng. Viele Datenleitungen, wenige Layer.
pcb.jpg
photo_2022-05-25_16-16-08.jpg

Hat am Ende aber alles geklappt wie erwartet, und der erste Prototyp erstrahlt direkt in Einhornkotz-Farben:
photo_2022-05-25_16-16-31.jpg
doc_2022-05-25_16-36-16.mp4
(1.79 MiB) 203-mal heruntergeladen
Ich persönlich bin kein wirklicher Fan von dem RGB Geblinke und hab die LEDs daher fast immer nur weiß, oder ganz aus. Aber hey, Kunde zahlt, Kunde bekommt. Und das Design war definitiv eine interessante Herausforderung.
photo_2022-05-25_16-38-57.jpg
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Death
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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von Death »

Irre :hehe:

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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von ebastler »

Klein, fein, kabellos, open source - meet The Osprey

Heute gibt es mal ausnahmsweise ein eigenes Design, die Osprey. Eine kabellose, ergonomische Tastatur mit gerade mal 42 Tasten.

Bei dem Design habe ich mich, in erster Linie weil ich es einfach machen wollte, entschieden, den nRF52840 direkt zu verbauen, nicht in Form eines Moduls mit integrierter Antenne. Für den Akku kommt der gleiche Chip wie schon bei der Altar zum Einsatz, ein TI BQ24075, mit dem gleichen Schaltplan für den Ein/Aus Schalter. Dazu kam allerdings ein Maxim MAX17048, eine kleine Fuel Gauge, welche kurioserweise nur parallel zum Akku geklemmt wird und ohne Shunt auskommt. Wie das im Detail funktioniert weiß wohl nur Maxim, aber es soll wohl den zeitlichen Verlauf der Akku-Spannung benutzen um daraus den Ladestand (genauer als mit einer reinen Spannungsmessung + LUT) zu bestimmen. Geht jedenfalls ziemlich gut.

Der nRF52840 ist hier in (fast) maximalem Ausbau verwendet, also mit aktiven integrierten DC-DC Wandlern für die 3V für peripherals, und 1.8V für den Core. Ich habe mich hierbei an den Reference Schematic #4 gehalten - dieser beinhaltet praktischerweise auch gleich eine Impedanzwandlung auf 50 Ohm, was perfekt zu meiner angedachten Antenne (TI AN043) passt. Da ich mein PCB auf 2 Layer beschränken wollte, kam ich natürlich nur an einen Teil der GPIOs des "aQFN" (mehr oder weniger, 2 Reihen BGA, innen ein großes thermal pad) ran - aber zum Glück waren alle relevanten problemlos erreichbar, nur einige GPIOs fielen weg. Aber die erreichbaren waren mehr als nötig. Das ganze breakout erfolgte direkt auf dem Bottom Layer (der auch bestückt wurde), sodass am Top Layer eine mehr oder weniger ununterbrochene Groundplane von der Antenne bis zum Chip (und darüber hinaus) möglich war. Mit ausreichend stitching vias ergibt das einen sinnvollen RF Ground auf beiden layern.
top.png
bot.png
Die Antenne ist zugegebenermaßen etwas doof psoitioniert, mit unter einem cm Abstand zum USB Port, aber das war leider - auch im Hinblick auf das Gehäuse-Design - nicht anders lösbar. Hat sich im Alltag als problemlos herausgestellt.

Falls jemandem auffällt, dass da noch zwei FFC Verbinder sind - die sind für zukünftige Erweiterungen gedacht. An den größeren kann ein Cirque GlidePoint Touchpad über i2c gesteckt werden - ein kleines 20mm Touchpad. An den kleineren passt ein Alps RKJXU - besser bekannt als PSP-3000 Thumbstick. Für beides fehlt bei dem Open Source Projekt ZMK, mit dem mein Board läuft, allerdings noch der Support - ist also fürs Erste Zukunftsmusik. Ich wollte das PCB aber schonmal darauf vorbereiten.

Ich schließe den Post noch mit ein paar Fotos ab. Die Prototypen wurden von PCBway gefertigt und bestückt. Das Ganze war ein gesponsertes Projekt, wo sie die gesamten Kosten übernommen haben, und ich im Gegenzug etwas Werbung machen soll. Da die PCBs aber wirklich einwandfrei geworden sind, macht man so was doch gern ;)

Das verbaute PCB
osprey_pcb1.jpg
Detailaufnahme der MCU/Antennen Region
osprey_pcb2.jpg
Die Switchplate, welche die Tastenschalter im Gehäuse arretriert
osprey_plate1.jpg
Die Switchplate, halb mit Schaltern bestückt
osprey_plate2.jpg
Switchplate und PCB, mit Tastenkappen, bereit für den Einbau ins Gehäuse
osprey_plate3.jpg
Das komplette Board
osprey_full.jpg
Jetzt muss ich nur noch lernen, auf dem Ding zu tippen... Schwerer als gedacht, aber ich mache Fortschritte.
Und ich muss das Repo noch so weit aufräumen, dass ich es veröffentlichen kann, ohne dass ich mich schämen muss, oder Hirose mir Post schickt weil ich illegalerweise ihre 3D Modelle geteilt habe.
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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von Death »

Saubere Arbeit :hehe:

Allerdings würde ich nach 10 sekunden das Faustsystem nutzen um darauf zu schreiben, das ist nichts für Papa´s Sohn :mrgreen:
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VDX
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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von VDX »

... wemm du eh' schon am Umlernen bist - da gibts auch noch das "5-Tasten-Keyboard", das mit nur einer Hand bedient wird und die Zeichen über "Akkorde" definiert -- also statt Einzeltasten (obwohl es auch ein paar "einzelne" gibt) immer Tasten-Gruppen für das jeweilige Zeichen.

Das soll (mit ausreichend Übung) die allerschnellste Tipp-Tastatur sein! :trollface:

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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von axonf »

Hallo und einen schönen guten Morgen hallo ebastler ein sehr schönes Projekt, die Tastatur sieht ja perfekt aus, wie frisch aus dem Karton :awesome:. Mein ältester ist jetzt im M7 Zweig, Spätzünder wie ich, war ja auch eins mit Sternchen Schüler in der Hauptschule und lernt gerade erst mit 10 Fingern zu schreiben. Ist schon sehr schwierig, von Adlerauge Tippsystem vom Smartphone auf blind umzustellen, ich hätte da auch ne Idee für ein Tastaturen- System. Am Anfang ist es doch immer sehr schwierig, die Ausgangstasten, asdf jklö fürs 10 Finger schreiben zu finden, von Stromschlägen halte ich gar nichts, aber ein kleiner physischer Reiz, oder ne dicke Mulde wo ich direkt den Buchstaben spüre, wäre doch hier sehr hilfreich. Deine Tastatur finde ich schon sehr ergonomisch, ich würde aber das ganze in der Mitte drehbar machen, damit jeder seine beste Position findet. Viele Grüße von axonf.
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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von VDX »

... ich seh' das schon vor mir -- künftig sitzen die Leute mit einer Art kleinem "Akkordeon" als Tastatur oder Spiele-Controller vor dem Monitor oder haben einen VR/AR-Headset uffm Kopp! :trollface:

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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von axonf »

Hallo und einen schönen Samstag, hallo VDX ich hab s gerne mal etwas Nostalgisch, finde die C 64 Bass Guitar von Jeri Ellsworth ganz Klasse, mal nen Keyboard schön recycelt. Übrigens "Jeri Ellsworth" ist auch so ein besonderes Bastler Phänomen, sozusagen ein self- taugt engineer. Gerade für die Mittfünfziger, Mittvierziger ist es doch ne schöne Verbindung, vertrautes mit Hightech zu verbinden. Ich finde es mal an der Zeit, für ne Tastatur mit ner richtigen Anschlag- Dynamik von ner alten Elektronischen Schreibmaschine, für das noch ältere Semester darf es auch ne mechanische sein. Dazu müsste aber die Oberfläche der Tastatur auch gezielt manipuliert werden. Man könnte sich sozusagen auch sein eigenes Tastatur Cloud Profil schaffen, die Tastatur und Ich. Wäre ja besonders hilfreich, für alle die immer schlechter Sehen, und gerne ihrem Schreibstil treu bleiben, ich habe da keine Probleme damit, das da die " Stimme aus dem nichts", Googel mich andauernd verbessert. Viele Grüße von axonf.
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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von Thunderbolt »

axonf hat geschrieben: Sa 15. Okt 2022, 09:07ich hätte da auch ne Idee für ein Tastaturen- System. Am Anfang ist es doch immer sehr schwierig, die Ausgangstasten, asdf jklö fürs 10 Finger schreiben zu finden, von Stromschlägen halte ich gar nichts, aber ein kleiner physischer Reiz, oder ne dicke Mulde wo ich direkt den Buchstaben spüre, wäre doch hier sehr hilfreich.
Die meisten tastaturen haben an den "F" und der "J" taste 'n kleinen nubsi um die Tasten zu finden, ist das bei deiner nicht so?
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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von VDX »

... wer einen Resin-Drucker sein Eigen nennt, kann sich ja eigene Tasten 3D-drucken - die Mühe ist dann eher das perfekte Design damit die auf die Taster passen.

Was einfacher geht - mit dem gleichen Resin und einer Spritze mit dünner Kanüle unterschiedliche Muster draufzutupfen und auszuhärten - das geht durchaus auch bis zu richtigen "Braille-Tasten" (ich habe sowas mit Paste-Jettern und UV-Klebern gemacht).

Alternativ geht auch mit dem Laser zu gravieren (durchaus auch "tief") oder aufzusintern ...

Viktor


*** EDIT *** -- hier ein Beispiel für "Braille-Schrift" mit dem Paste-Jetter und UV-Kleber ... oder auch etwas "Spielerei" ;)
Paste-Padgroessen.jpg
3D-Paste6.jpg
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Re: Ebastlers Tastaturbude

Beitrag von ebastler »

VDX hat geschrieben: Sa 15. Okt 2022, 17:29 Was einfacher geht - mit dem gleichen Resin und einer Spritze mit dünner Kanüle unterschiedliche Muster draufzutupfen und auszuhärten - das geht durchaus auch bis zu richtigen "Braille-Tasten" (ich habe sowas mit Paste-Jettern und UV-Klebern gemacht).
Hab vor einer Weile jemanden gesehen, der "blanks", also unbeschriftete Tasten aus der Spritzguss Maschine in China gekauft hat, dann mit Laser die Beschriftung eingraviert und mit einer Kanüle mit Resin ausgefüllt, dann wieder glattpoliert hat. Das Ergebnis sah gleich gut aus wie kommerzielle "doubleshot" Tasten (also Spritzguss in 2 Schritten aus 2 Materialien), aber natürlich mit beliebigen Beschriftungen frei nach Wunsch. Auf Kosten von einem Arsch voll Arbeit :D

Denke mal das gleiche mit einem Resin-Drucker (also Taste mit "Vertiefung" drucken, dann füllen) sollte auch super gehen.
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