Herstellung eines Antriebriemens

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Matse
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Herstellung eines Antriebriemens

Beitrag von Matse »

Hallo Jungs, habe hier mal einen kleinen Thread gegründet, der die Sache beschreibt.

Zutaten:

reißfestes, oder stabiles feines Nähgarn
Silikon, essigsauer oder alkalisch

1. Schritt:
Das Garn wird trocken auf die Apparatur gewickelt, bis es dick und stabil genug erscheint. das ist von Fall zu Fall verschieden und richtet sich nach den Kräfteverhältnissen.

2. Schritt:
Der Garnwickel wird abgenommen und mit Silikon eingeschmiert. Mit Latexhandschuhen wird das Garn quasi richtig gut einmassiert, bis auch jede Faser alles aufgesaugt hat.

3. Schritt:
Mit Seifenwasser wird er Riemen dann noch etwas geglättet und rundlich geformt, so wie es eben geht.

4. Schritt:
Da sich das Silikon beim Aushärten zusammenzieht, sollte man den Riemen vorspannen. Beim Vorspannen kann man den Riemen nochmals mit Silikon behandeln.
Das Vorspannen hat den Zweck, dass der Riemen dann noch auf das Räderwerk passt, das möglichst einstellbar aufgebaut wird.

Und hier die Fotos dazu:
Dateianhänge
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Matse
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Re: Herstellung eines Antriebriemens

Beitrag von Matse »

Hallo Jungs,

ich habe heute noch eine andere Sache in Bezug auf Riemen. Eigentlich hat das Thema nicht viel mit Riemen zu tun, aber es soll zeigen, dass man auch starke Riemen aus PP-Flachband herstellen kann, die sehr robust und langlebig sind. Der blaue Riemen ist jetzt 2 Jahre alt und muss nicht nachgespannt werden. Ich habe dazu auch zwei Filme gemacht, in dem ich die Generatorapparatur mal bis 150 Volt im Antrieb laufen ließ. Der Antriebsmotor stammt von einer Waschmaschine und der läuft bei 20 Volt Gleichstrom ohne Probleme an. (Im Gegensatz zu Wechselstrom).

Zur Riemenherstellung:

Man nehme ein PP-Band (gibt's im Baumarkt) und bestreicht die Klebestellen erst mit Pattex, so dass das Band den Kleber aufsaugen kann. Der zieht dann in die Gewebeporen ein. Dann wird er anschließend noch einmal mit Pattex bestrichen, eventuell ein drittes Mal! Dann wird das Band zu einer runden Schleife maßlich abgestimmt zusammen geklebt und mit einer Zange zusammengequetscht,, so dass alle Stellen zusammengepresst sind. Ist der Riemen verklebt, werden die Außenränder vernäht. Anschließend wird Silikon auf das Band einmassiert, beidseitig. Das ist alles. Und die Pattexverklebung muss auch immer beidseitig sein. Der Kleber ist auch im ausgehärteten Zustand dauerhaft elastisch. Das Silikon sorgt für eine bessere Haftung des Riemens und schützt gleichzeitig die Naht an den Außenrändern.

Ihr seht hier auch den Riemen in Aktion. Alles andere wäre nun ein anderes Thema, nämlich wie man aus einem alten Schleifringläufermotor elektrische Energie generieren kann :D . Das möchte ich auch kurz erläutern:

Der Kurzschlussanker besteht ja aus drei Wicklungen und wird normalerweise mit einem Anlasswiderstand geregelt. Anstelle des Anlasswiderstands tippe ich während des Laufs des "Generators" kurz zwei der Läuferpole mit einer kleinen Batteriezelle an. Dann entsteht ein Impuls und der Magnetismus erregt sich in vollen Zügen. Ohne die Batteriezelle geht irgendwie nichts, oder es dauert eben sehr viel länger bis der Restmagnetismus sich aufschaukelt.
Lasse ich dann den Läufer ohne Batteriezelle, pulsiert der Strom, was man bei den drei 100-W-Birnen gut beobachten kann. Stecke ich die beiden Bananenstecker am Läufer zu einem Kurzschluss zusammen, dann leuchten die Birnen fast gleichmäßig. Bis zu einer Antriebsspannung des Waschmaschinenmotors von 150 V halten die Birnen das aus. Drehe ich mehr auf, krepieren sie. Drei Kondensatoren, die mit dem Stator in Sternschaltung verbunden sind, erregen den Strom und erhalten ihn aufrecht. Die Kondensatoren haben 40 uF/450V. Bei größeren Kapazitäten ließe sich da sicher noch mehr machen. Interessant ist, dass sich bei verschiedenen Geschwindigkeiten des Läufers auch die Pulsfrequenz ändert.
Hängt nur eine Birne an einer Phase, dann geht sie langsam an und wieder aus. Dabei entsteht so ein "Sägegeräusch", dass das magnetische Reiben der Nuten darstellt.

Vor 12 Jahren habe ich diese Effekte schon einmal studiert und mit einem elektromagnetischen Tonabnehmer aufgenommen. Nach vielen Experimenten konnte ich feststellen, dass gewisse Reibungsgeräusche der einzelnen Nuten wie Gummiquitschen klingen. Von den Aufnahmen habe ich zwei CDs. Außerdem hat mich das Thema damals so begeistert, dass ich eine ganze Palette Sounds hergestellt habe und eine komplette Musik-CD daraus machte.

Nun die Fotos und Filme:
(Ich werde sie auch bei YouTube hochladen)
Dateianhänge
Film von vorne.mp4
(205.33 MiB) 305-mal heruntergeladen
Film von Seite.mp4
(142.88 MiB) 353-mal heruntergeladen
Gleichrichter[1].jpg
Gesamtobjekt.jpg
Antriebsräder.jpg
3 x 100 Watt Birnen.jpg
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Re: Herstellung eines Antriebriemens

Beitrag von Matse »

Mist, ich habe ein Foto vergessen! :?

Gruß, Matse :hammer:
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Flachriemen.jpg
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Alexander470815
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Re: Herstellung eines Antriebriemens

Beitrag von Alexander470815 »

Wenn man mal Flachriemen braucht dann kann man auch sehr gut Keilrippenriemen verwenden, die gibt es fertig und aus dem KFZ Bereich in sehr vielen Ausführungen für recht kleines Geld.
Gut für die Anwendung hier braucht man wohl keinen super high Performance Riemen.

Wenn man an die Schleifringe eine variable Gleichspannung anlegt sollte sich das ganze auch als Synchrongenerator verwenden lassen.
Sind wie Rotor Wicklungen im Stern dann würde man wohl zwei der Schleifringe zusammen nehmen für einen Pol.
Damit sollte sich ein einigermaßen gleichmäßiges Magnetfeld in dem Rotor einstellen.
Dann leuchten die Lampen natürlich nur langweilig vor sich hin :D
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