Mein neues Kleinprojekt

Für Basteleien, Messgeräte und physikalische Experimente.

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Matse
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Mein neues Kleinprojekt

Beitrag von Matse »

Hallo Jungs,

bastle gerade mal wieder einen kleinen Handgenerator als Lademaschine für Kondensatoren, um meinen noch jungfräulichen Induktor zu versorgen. Das Ganze wird aus Holz, Kunststoff usw. aufgebaut. Das Design wurde vorher grob entworfen, aber im Aufbauprozess ändert sich dann oft die Gestaltung. Ich habe hier ein paar Fotos. Zur Erklärung:

Das große Kurbelrad dreht den Magnetläufer, der aus zwei Lautsprecher-Ferritmagnetscheiben besteht. (100 mm x 20 mm, Y35). Eine mit Kugellager versehene gehärtete Achse (war einst von einem Scanner ausgebaut) dient als Antriebsachse und ermöglicht eine leichte Drehung. Der Läufer dreht sich innerhalb zweier übereinander liegenden Spulen ( 2 x 10 000 Windungen 0,2 mm). Welche Spannung ich erwarten kann, bleibt noch offen. Genau berechnen konnte ich das nicht. Ich bin grob von den Daten ausgegangen, die die anderen Magnetläufer mit dem Durchmesser 140 mm bringen. Als Faktor habe ich das Ferritvolumen berechnet und dementsprechend die Windungszahl der Wicklung aufgestockt. Die Bauteile können zerlegt werden. Später wird dann noch der Antriebsriemen hergestellt. Dazu verwende ich viele einzelne Fäden und gummiere sie mit Silikon, was eigentlich ganz gut funktioniert. Momentan habe ich die Teile Im Lackiermodus.
Und hier mal die Fotos:

Gruß, Matse
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Re: Mein neues Kleinprojekt

Beitrag von Matse »

Außerdem möchte ich noch ein älteres Modell zeigen, das ich 2013 gebaut habe. Hier habe ich mehr Holzdesign verwendet. Die vielen Drähte stehen da etwas im Widerspruch, aber das stört mich nicht. Der Generator wird von einem 140 mm-Magnetläufer versorgt, also zwei Scheiben Ferritmagnete. Bei denen habe ich bei etwa 3000 Drahtwindungen und einer mäßig schnellen Drehung 230 Volt. Die Wicklung stammt von einem alten Trafo, den ich mal ausgeschlachtet habe.
Wenn man kurbelt, dann leuchtet die LED-Birne hell. Hört man auf zu kurbeln, fängt die Birne an stoßweise hell aufzuleuchten. Ein Elko, der beim kurbeln geladen wird gibt dann stoßweise seine Ladung ab. Warum das dann so lange noch pulsiert, kann ich mir nicht wirklich erklären. Aber sicher hängt das mit dem Gleichrichter zusammen. Hier mal Fotos:

Und einen Film habe ich auch dazu, weiß aber nicht, wie man den hier sichtbar ansehen kann.

Gruß, Matse ;)
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Paul
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Re: Mein neues Kleinprojekt

Beitrag von Paul »

Hey Matse,

dein Generator sieht richtig Igor-mäßig aus! Ich liebe es! :D

Wirklich interessant, dass die Birne blitzt... :gruebel: Dafür muss ja wohl irgendwie die Schaltung in der Birne verantwortlich sein?!

Beste Grüße!
- Paul
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Bastl_r
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Re: Mein neues Kleinprojekt

Beitrag von Bastl_r »

Das Blitzen kommt daher, weil beim Austrudeln zunächst die Mindestspannung der Elektronik unterschritten wird, sich dann aber ein Kondensator nach und nach auflädt bis die Startspannung der Elektronik wieder erreicht wird. Dann zündet das Ganze kurz und erlischt wieder.

bastl_r
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Re: Mein neues Kleinprojekt

Beitrag von Matse »

Nun ist das Ding bald fertig. Der Lack trocknet nur sehr langsam, wegen der Temperaturen. Derweil mache ich noch was anderes, aber das ist nicht wichtig hier zu erklären.
Der Riemen ist immer eine sehr heikle Sache. Zuerst werden viele Fäden trocken mit auf die Räder gedreht, dann wenn der Wickel dick genug ist, kommt er herunter und wird mit Silikon eingeschmiert. Das mit Wegwerfhandschuhen von der Pflege. Wenn das Silikon dann etwas angetrocknet ist, wird es mit Seifenwasser noch etwas rundlich geformt. Das klebrige Zeugs ist schon ätzend. Man kann sich noch so viel Mühe geben und aufpassen, das Zeugs landet immer in den Fingern :klatsch: , wie bei Polyharz. Kennt ihr ja sicher ;) .

Gruß, Matse
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Re: Mein neues Kleinprojekt

Beitrag von Matse »

Hallo Jungens,

habe weitergebaut. Vor Weihnachten komme ich immer in einen regelrechten Bastelrausch. Der Generator (Lademaschine) ist fast fertig. Ich warte noch auf den Kondensator, den ich bei Pollin bestellt habe (450V/100uF).
Gemessen bringt die kleine Maschine schon nach dem Gleichrichter fast 450 V wenn ich schnell drehe. Bei normalem Drehen liegt die Spannung bei ca. 250V.

Das ganze Ding besteht fast nur aus Holz, Fichte, Multiplex, Birkensperrholz usw. Das Antriebsrad kann man einstellen, falls der Riemen nachlässt. Der Impulsschalter wird durch zwei Druckfedern an den Ladekontakt gepresst. Drückt man auf den Hebel, berührt unten der Stab, der mit dem Kondensator verbunden ist, eine Kupferplatte, die mit dem Plusanschlussbolzen für den Induktor verbunden ist. Der Minusbereich bleibt dauerhaft am Kondensator und am Gleichrichter.
Alle meine Maschinchen sind so aufgebaut. Irgendwann kommen noch Gummifüße unter die Grundplatte, aber erstmal muss der Kondensator her :klatsch: .

Und hier ein paar Fotos:
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Re: Mein neues Kleinprojekt

Beitrag von Paul »

Ach, jetzt erst gelesen, dass du sogar den Riemen selber fertigst. Nicht schlecht! :D Und der restliche Aufbau sieht auch cool aus!
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Re: Mein neues Kleinprojekt

Beitrag von Matse »

Johooo,

heute kam der dicke Kondensator 450V/100uF. Und das Ding funktioniert! Supergeil. Anfangs war ich noch etwas skeptisch. Nur den großen Induktor schafft die Maschine nicht. Aber der kleinere fetzt.
Fotos werden noch folgen. Bin gerade etwas kaputt von der Arbeit.

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Re: Mein neues Kleinprojekt

Beitrag von Matse »

Hallo, ich habe hier nochmal die Lademaschine im fertigen Zustand abgebildet.

Gruß, Matse ;)
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