Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Für Basteleien, Messgeräte und physikalische Experimente.

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axonf
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Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von axonf »

Hallo und einen schönen guten morgen, das Problem kennt jeder, wie kann ich die maximale Leistung aus 400 Volt 3 Phasen bei 32 Ampere herausholen. Auf anhieb fällt mir nur die Drehstrombrücke ein, da habe ich ja U x I x 1,73 wenn ich einen Gleichstrom brauche. Bei einem 2 Phasigem Trafo wird die Sache schon verzwickter, da müsste ich schon andere Panzersicherungen einbauen lassen, oder ?. Viele grüße von axonf.
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Death
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von Death »

Also mit "Hausanschluß" ist meist vorm Zähler gemeint.

Da sollte man besser nicht rumfummeln :hehe:

Für einen Normal sterblichen mit normalem Stromzähler im privaten Bereich wird also mit 50A Abgesichert pro Zähler/Wohneinheit in der Verteilung als Vorsicherung. Und auch nur dann, wenn die Zuleitung zur Verteilung das zuläßt.
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Multi-kv
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von Multi-kv »

Die Sicherungen auf der Eingangsseite vom Zählerkasten sind m.W. 64A Panzersicherungen (oder waren es 60 oder 80 A?).
Auf der Abnahmeseite sind es i.d.R. 16, 32 oder im Ausnahmefall 64A, letzteres im Hausgebrauch aber wohl sehr unüblich.
Um daraus max. Gleichstrom zu ziehen wäre wohl eine entspr. Drehstrombrücke die Lösung, wenn es Dir nicht so sehr auf die Glättung ankommt.
Wenn Du einen großen Elko dahintersetzt, kann es dir schnell die Dioden zerschießen - je nach Einschaltstrom - dann muß da eine entsprchende Drossel in jede Phase.
Aber was genau hast Du vor?
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Death
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von Death »

:hehe:


Mit 63A ( berichtigt... Tipfehler ) wird schon lange kein Wohnungszähler mehr abgesichert. Wenn´s ein 1-oder 2 Familienhaus ist, ist das bei älteren Installationenen noch üblich gewesen. Um die 2000 rum sind ja die Sicherungsstufen um "Eins" runtergesetzt worden.

Lichtstromkreise nur noch mit 10A, Steckdosenkreise auch nur noch mit 10A ( Ausnahme, die Steckdose ist direkt in der Nähe von der Sicherung ), ausser wenn in 2,5 verdrahtet, dann mit 16A, somit ergaben sich auch neue Vorsicherungen pro Zähler mit 50A.
Zuletzt geändert von Death am Mi 28. Jul 2021, 22:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Alexander470815
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von Alexander470815 »

Das ist das was dauerhaft geht, so Schmelzsicherungen sind aber leidfähig, für paar Minuten geht da auch mal das doppelte.
64A gab es auch noch nie, 63A schon.
Damit ergeben sich dann so 44KVA die man maximal ziehen kann.
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Norbi
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von Norbi »

Death hat geschrieben: Mi 28. Jul 2021, 11:42 Lichtstromkreise nur noch mit 10A, Steckdosenkreise auch nur noch mit 10A ( Ausnahme, die Steckdose ist direkt in der Nähe von der Sicherung ), ausser wenn in 2,5 verdrahtet, dann mit 16A, somit ergaben sich auch neue Vorsicherungen pro Zähler mit 50A.
Wo steht das denn vorgeschrieben? Das habe ich hier in Deutschland bei meinen Objekten ja noch nie gesehen und ich habe schon in so "einige" Zählerschränke und Sicherungskästen von Neubauten geschaut seid 2000 :p
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VDX
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von VDX »

... da ich auch manchmal "grenzwertig" in Richtung Stromverbrauch unterwegs, bin ich doch froh, daß meine beiden Häuser noch "alte" Absicherungen und Stromanschlüsse haben - hab' hier (im ehemaligen Elternhaus, BJ. 1975, Verkabelung hatte noch mein Vater mit geplant) gerade nachgeschaut - Licht und Steckdosen-Kreise haben Alle 16A, Herd und (nicht mehr vorhandener) Boiler je 3x25A ... und eine "Extra"-Leitung mit 3x32A in die Waschküche (zu einer alten grauen Perilex-Buchse!) ... und in/über den nachträglich eingerichteten Tereassenkeller als rote und blaue Buchsen -- und da nochmal mit 3x25A abgesichert zur Garage und zum Gartenhäuschen (blaue Buchsen) ... mein Vater weiß halt, daß man im Keller, in der Garage und im Gartenhaus nie Strom genug haben kann! ;)

Und mein eigenes Haus (BJ. 1971) hat auch noch die "alte" Norm und 16A/20A in den Etagen-Verteilern bzw. 3x25A für den Herd und (ebenfalls nicht mehr vorhandenen) Warmwasser-Boiler im Waschkeller ... und ebenfalls eine (rote) Starkstrom-Buchse im Hobbykeller (von wo ich mir dann bei Bedarf Drehstrom in die Garage rüberlege) ... das haben aber ursprünglich die "Kraftwerks-Elektriker" verkabelt, da das Haus ursprünglich dem damaligen Chef unseres örtlichen Kraftwerks (größtes Kohle- und Gas-Kraftwerk in D!) gehörte ...

Viktor
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Bastl_r
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von Bastl_r »

Hallo

Bei nur zwei Phasen und Gleichstrom wirds knifflig!
Denn die Spannung ist ja sehr stark pulsierend und sollte schon fast zwingend mit einer großen Kapazität gepuffert werden wohingegen bei einer Drehstromversorgung zwar auch noch ein Rippel vorhanden ist, aber die Spannung nie bis auf Null geht.
Mit einer großen PFC kannst Du immerhin bis an die Nennstromgrenze gehen. Bei Trafo und Elkos ist das nicht möglich.

Gehts Dir nur um DC an einer Versorgung aus max zwei Phasen?
Wieviel Spannung brauchst Du denn? Reichen 400VDC.

Gruß bastl_r

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axonf
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von axonf »

Hallo und einen schönen Abend, vielen lieben Dank noch für die sehr informativen Posts. In meinem Haus, Neubau vor zwanzig Jahren sind nur 35 Ampere Panzersicherungen eingebaut, weiß der Geier warum vielleicht war Anschluss dadurch billiger. Da muss ich wohl mal mit meinem Versorger sprechen, ich werde ihm aber nicht auf die Nase binden, das ich da nen großen Hochspannungstrafo mit ner Hochfrequenz Power Supply anschließen möchte. Ich finde schon von 32 Ampere auf 35 Ampere haste ganz wenig Luft, und so ein C Automat toleriert schon einiges an Anlaufstrom. Ich muss mir erst mal Gedanken machen, wie ich Matse s Monstertrafo ans Netz bekomme. Eine andere Frage beschäftigt mich auch, wie kann ich mit einfachen Mitteln eine sehr große Energiemenge , Leistung bereitstellen . Arbeitet man mit pulsen, bietet sich ne Cap Bank an, oder man holt sich die Spitzenleistung aus ner großen Batterie. Ich habe noch vor der Garage ne defekte elektrische Ameise stehen, aber warscheinlich ist die Batterie schon hinüber, diese wiegt aber immerhin stolze 280 Kilogramm. Jetzt gibt es erst mal Happa und ich schreibe gerne zu einem späteren Zeitpunkt weiter. Viele herzliche Grüße von axonf.
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Alexander470815
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von Alexander470815 »

Für so eine Ameise ist ein Akku so mit das beste, die haben häufig einen hohen Anlaufstrom was schwierig zu machen ist mit Netzteilen.
Da hat man mit einer Trafo+Gleichrichter+Elko Kombination noch die besten Karten.

Ein mittelmäßiges Netzteil und eine Bank aus Superkondensatoren könnte auch gehen, aber billig ist was anderes.
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VDX
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von VDX »

... mit genug Solar-Modulen (und genug Sonne) oder einem Bach mit ausreichend Gefälle und einer Vortex-Turbine aufm Grundstück könnte man schon so einiges mehr an Leistung akkumulieren ... nur lebt halt nicht jeder auf einer passend ausgestatteten Farm :roll:

Ansonsten schauen, was es im Bereich Bundeswehr-Feldküchen an ausgemusterten Kram im BW-Shop gibt -- ich habe in meiner beruflichen Anfangszeit für solche Feldküchen Wechselrichter und anderes bis 5kW aus einem Modul mit 4x24V-LKW-Batterien aufbauen müssen ... sowas kann man auch größer skalieren ...

Viktor
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von Death »

@Norbi

1,5mm² dürfen nur noch mit 10A abgesichert werden, ob man das nun mögen mag oder nicht. Man hat um 2000 rum vom VDE deswegen reagiert, weil die Küchengeräte Leistungstechnisch in die Höhe geschossen sind, was die 1,5er Zuleitungen zu den Steckdosen überlastet hätte.

Und falls du mir nicht glaubst, was ich dir nicht übel nehme, dann frage einfach den örtlichen Elektromeister und der wird dir das schon bestätigen :hehe:

Mit 16A darf man 1,5er nur noch absichern, wenn der Leitungsweg irgendwie unter 25 Meter oder so liegt, aber nagel mich nicht genau fest, ist auf jedenfall eine blöde länge, die man selten einhalten kann.

Steckdosen verdrahten ist mit 2,5er eine echte Quälerei geworden, gerade als uP. So manch uP-Steckdose mag das mehrfache ein/ausbauen garnicht. In meinen Augen sind die Steckkontakte für das Hin-und hergebiege bei manchen Herstellertypen gar nicht dafür ausgelegt.

Für eine Eselsbrücke kann man aber problemlos sagen : So verkabeln wie immer, nur eine Sicherungsstufe tiefer oder so absichern wie immer dafür den Querschnitt eine Stufe rauf.


Gruß
Michael

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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von axonf »

Hallo und einen schönen guten Morgen, vielen Dank noch für eure Vorschläge und Infos. Ich poste mal anschließend ein Foto vom unsinnigen Hausanschluß, unten am Fundamenterder sieht man auch meine Bastel - Erde, den nach URI fällt ja gewissermaßen am geringsten Widerstand auch die kleinste Spannung ab. Mus auch mal nachfragen welches Netzsystem ich habe, denn PE kommt von der Straße und ist aber auch auf den Fundamenterder gelegt. Ich habe mich gestern noch etwas in die Schaltunarten eines Drehstromtrafos eingelesen, 120 Grad Phasenverschiebung Stern Dreieck und Zick Zack leuchten mir ein. Wie ich aber aus den drei Phasen plus Erde letztendlich meine 10 KV gegen Erde generiere ist mir noch schleierhaft. Das Einschalten meines mittelgroßen 8,5 KW Drehstromtrafos über einen großen Hauptschalter und eines C Automats, wird nach dem Einschalten über ein Schütz durch einen B Automaten auf Nennstrom überbrückt, hat bis jetzt immer gut funktioniert. Ne anschließendende Last, wie ne 6 Plus Brücke, Elko Bank schalte ich immer über Schütze nach und nach zu. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag axonf.
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von Bastl_r »

Death hat geschrieben: Mi 28. Jul 2021, 22:26 Mit 16A darf man 1,5er nur noch absichern, wenn der Leitungsweg irgendwie unter 25 Meter oder so liegt, aber nagel mich nicht genau fest, ist auf jedenfall eine blöde länge, die man selten einhalten kann.
Moin
Das liegt am Schleifenwiderstand. Dieser bestimmt den Auslösestrom des Kurzschlußschutzes und somit der Schnellauslöseeinrichtung des Sicherungsautomaten. Dieser Wert liegt beim B-Automat, wenn ichs grad richtig weis, beim 5-8 fachen Nennwert.

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Norbi
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Re: Maximaler Saft aus dem Hausanschluß herausholen

Beitrag von Norbi »

Hm hab mal nachgeschaut, tatsächlich ist wohl der zulässige Spannungsabfall von 3% der begrenzende Faktor um auf sage und schreib 2x17Meter Leitung kommen (Die tatsächlich in den allermeisten Mehrfamilienneubauten mit denen ich zu tun habe von der Unterverteilung zu Steckdose Ausreichen :p) . Die 80 Ampere um einen b16 auszulösen schafft auch eine längere Leitung


Ziemlich beknackte "Neuerung", meinen Heizlüftern oder meinem FU vorm Seitenkanalverdichter ist es jeden Falls ziemlich egal ob da jetzt 230 oder 200 Volt ankommen :p Dem Fön, Backofen, Wasserkocher etc irgendwie auch....
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