mini DRSSTC

Der richtige Platz für SGTCs, (DR)SSTCs, VTTCs und Konsorten.

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VDX
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Re: mini DRSSTC

Beitrag von VDX »

... die sind aber meist nicht ummantelt ...

Viktor
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Re: mini DRSSTC

Beitrag von Wladimir »

War heute bei meinem Prof:
die Sende LED ist schnell genug für den Interrupter und liefert ein sauberes Signal. Dafür ist der Fototransistor viel zu langsam, dabei hat der Interupter nur 1-1,2khz. (und der richtige Wert für den On-time Poti liegt bei 2,5Kohm)
Hab aber heute die richtigen Module samt Kunstoff LWL geschenkt bekommen:
IMAG3146.jpg
https://www.broadcom.com/products/fiber ... hfbr-2521z
Und das ganze läuft auch noch im Sichtbaren, das ist ganz angenehm. :hehe:

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Wladimir
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Re: mini DRSSTC

Beitrag von Wladimir »

Hab heute mal erste Tests am Stelltrafo gemacht, solange bis ich bei 120V die Mosfets gesprengt habe. :hehe:
Lag wohlmöglich an mangelnder OFF time und auf jedenfall an einer schlechten abstimmung. (Konnte nur zwei mal die Abgreifpunte der Primärspule ändern, bevor die Mosfets kaput gegangen sind)
Wie lang sollte ich die mindest OFF time setzten? Würde dafür noch ein Widerstand in Serie zum Poti des Interrupters löten, dann kann sowas nicht mehr passieren.

Hab jetzt einen Fuji 2MBI50-120 50A 1200V IGBT Brick am start, mal gucken wie lange der mit macht. Ansonsten hab ich noch ein kleines Video gemacht:


https://youtu.be/iyz-MSafkxQ
Hab später noch etwas mehr Output bekommen...
Screenshot_20190415-200405.png

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Re: mini DRSSTC

Beitrag von Wladimir »

Hab heute nochmal paar Tests mit G4PC50W IGBTs gemacht. Der Optimale abgriff an der Primärspule scheint bei Windung 4 zu sein, errechnet müsste er bei 5 sein. Das einzige Problem was ich habe ist das mein Output nicht über 2cm kommt bei 110V?!
Die Ontime ist jetzt auf 60µS und Offtime auf 540µS gestellt und die Resonanzfrequenz ist laut Oszi bei 370khz. (errechnet waren es glaub 295khz?!)
Hab nach einer Stunde herum spielen auf jedenfall die IGBTs gesprengt als ich versucht habe das Gatesignal zu messen :facepalm:

Hab schon alles mögliche versucht wie zb den ZT Eingang umzudrehen usw, aber irgendwas mache ich doch gewaltig falsch? :evil:
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MaxZ
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Re: mini DRSSTC

Beitrag von MaxZ »

Hi Wladimir,


Sag mir bitte du hast nicht die geerdete Masseklemme ans Gate angeschlossen :roll:

Vorschlag für's Vorgehen:
1. Treiber mit künstlichem Feedback speisen und schauen ob alles sauber arbeitet (inkl. Interrupting).
2. Gates anschließen und - immer noch mit künstlichem Feedback - die Gatesignale und ihre Polarität überprüfen.
3. Feedback und OCD CT anschließen und auf niedriger (!) Spannung testen. Am OCD-CT kannst du den Primärstrom mit deinem Oszilloskop beobachten. Alternativ mit nem separatem CT und Shunt. Ohne den Primärstrom zu sehen, kann niemand ne vernünftige Diagnose stellen.

Beim Testen kannst du die Sekundärspule entfernen. macht die Arbeit leichter, und Abstimmung kann dir vorerst egal sein. Anschwingen sollte das ganze schon bei ca. 20V; eher weniger sogar. Es hat keinen Sinn, da bis >100V zu gehen wo es beim kleinsten Fehler u.U. schon knallt (bei 20V ist ein Crash nur schwer zu bewerkstelligen; da ist weder ausreichend Leistung noch Energie im Spiel).

Edit: Ne schlechte Abstimmung alleine dürfte deine Brücke auch nicht umbringen; sonst wär meine schon 10x gestorben. Eher sind fehlende Schutzmaßnahmen für die Brücke (TVS Dioden, Snubber) oder eine schlechte Ansteuerung schuld.
Mangelnde Off-Time denk ich auch nicht. Zumindest nicht wenn dein Tastgrad in üblichen Bereichen (<20%, oder, auf Nummer sicher: <10%) liegt. Es gibt da nämlich nur 2 Möglichkeiten: 1. Zu hoher Tastgrad, also zu hohe Belastung der IGBTs (daher die 10%/20%). 2. Zu wenig Off-Time; die IGBTs werden geschaltet, bevor der Primärstrom ganz abgeklungen ist. Letzteres liegt aber erst bei wirklich hohen Tastgraden und Interrupt-Frequenzen vor, die jenseits von gut und böse sind.
Und noch was: um die Resonanzfrequenz würd' ich mich erst kümmern wenn's überhaupt mal stabil läuft. ;)



Liebe Grüße,
Max
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kilovolt
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Re: mini DRSSTC

Beitrag von kilovolt »

Hallo Wladimir

Eine Problematik könnte auch sein, dass Du eine Holzhalterung hast für Deine blanke Primärspule. Ich habe mit solchen Sachen schlechte Erfahrungen gemacht. Die Spule muss meiner Ansicht nach gut isoliert aufgebracht werden, denn da hast Du bereits hochfrequente Spannung drauf. Das Holz könnte wie ein Kurzschluss wirken und die Schwingung stark dämpfen.

Es kann aber auch ganz einfach sein, dass die Ontime mit 60µs nicht ausreichend ist für grössere Entladungen.

Speist Du die Spule per Variac oder haust Du da direkt 110V von einem Trafo drauf?

Gruss kilovolt
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Re: mini DRSSTC

Beitrag von Wladimir »

Erstmal danke für eure Antworten!

Ja ich habe die geerdete Masseklemme... muss dazu wohl nix mehr sagen :censer:
MaxZ hat geschrieben: Vorschlag für's Vorgehen:
1. Treiber mit künstlichem Feedback speisen und schauen ob alles sauber arbeitet (inkl. Interrupting).
2. Gates anschließen und - immer noch mit künstlichem Feedback - die Gatesignale und ihre Polarität überprüfen.
3. Feedback und OCD CT anschließen und auf niedriger (!) Spannung testen. Am OCD-CT kannst du den Primärstrom mit deinem Oszilloskop beobachten. Alternativ mit nem separatem CT und Shunt. Ohne den Primärstrom zu sehen, kann niemand ne vernünftige Diagnose stellen.
1.) hab ich gemacht, die Signale sehen perfekt aus. Das einzige was mich verwunder ist, das man beim künstlichen Feedback das Voltagebias über den 1M Poti extrem genau einstellen muss, beim Betrieb in der Spule macht es kaum einen Unterschied.
2.) Werde ich nochmal machen
3.) meine Ghettoschaltung hat gar keine OCD, die wollte ich aber irgendwann noch hinzufügen, oder auf die UD2.7 umsteigen :hehe:

Das interessant ist, dass die Spule (wenn man die 19V des Treibers anlässt) die Kondensatoren der Brücke bis auf 2V entlädt indem das ganze noch weiter Schwingt. Also scheint mein Feedback schon recht gut zu laufen (?)


@kilovolt: würde es reichen an den berührungs Stellen 1-2 lagen Schrumpfschlauch aufzubringen? Kann mir tatsächlich vorstellen dass die Leitfähigkeit von dem Holz das ganze dämpft, dass ich daran nicht gedacht habe. :roll:

Wie lang würdest du denn die maximale Ontime wählen?

Ich hab jetzt ein 1KVA Variac, Gleichgerichtet und geglätted mit 2350µF. Die Spannung bricht auch nicht ein, hab konstant ein Multimeter daran hängen.

Mfg,
Wladimir
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kilovolt
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Re: mini DRSSTC

Beitrag von kilovolt »

@kilovolt: würde es reichen an den berührungs Stellen 1-2 lagen Schrumpfschlauch aufzubringen? Kann mir tatsächlich vorstellen dass die Leitfähigkeit von dem Holz das ganze dämpft, dass ich daran nicht gedacht habe. :roll:
Ob dies ausreicht für optimale Performance, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Könnte mir aber durchaus vorstellen, dass es zumindest eine deutliche Verbesserung der Situation bringt.
Wie lang würdest du denn die maximale Ontime wählen?
Ich würde mit 150 bis 200µs probieren, allerdings erst, wenn Du die von Max aufgeführten Punkte befolgt hast. Vorallem die Überwachung des primärstroms ist eine gute Sache.

Beste Grüsse
kilovolt
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Re: mini DRSSTC

Beitrag von Wladimir »

kilovolt hat geschrieben:
Ich würde mit 150 bis 200µs probieren
Das sind ja über 60 Schwingungsdurchgänge :shock:

Hab die Brücke gerade Auseinander genommen, wie es scheint sind die IGBTs in Ordnung, nur die Zenerdioden an dem IGBT an dem ich gemessen habe sind Durchgeschossen (0Ohm)

EDIT:
hab nochmal den Testaufbau mit dem Singnalgenerator aufgebaut. Das Signal sah sauber aus, bis nach den Mosfettreibern:
IMAG3292.jpg
Das ist jetzt mit GDT abgeklemmt gemessen, wenn man mit der Messpitze eine Windung durch den GDT macht sieht das Signal ähnlich aus.

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Re: mini DRSSTC

Beitrag von Wladimir »

Servus,

Ich bin jetzt endlich dazu gekommen wieder an der DRSSTC zu basteln. Ich habe einen Arduino basierten interrupter gebaut. Das macht es einfach t_on_max und t_off_min softwareseitig einzustellen. Außerdem habe ich einen der frühen Steve Ware Treiber aufgebaut, der läuft auch mit einem Testsignal und meinem interrupter.

Jetzt will ich eine neue Brücke bauen. Da der IGBT Brick den ich habe viel zu langsam ist mit t_on und t_off Zeiten im uS Bereich, wollte ich entweder wieder die MOSFETs verwenden die ich habe, oder mir IGBTs suchen die meine 300khz Resonanzfrequenz mit machen. Ich bin auf reichelt auf folgenden IGBT gestoßen: https://www.reichelt.de/igbt-transistor ... s_31&nbc=1

Was haltet ihr von dem? Ich möchte wieder eine Halbbrücke aufbauen, 66nF Primärkapazität und an Netzspannung. Ich könnte natürlich auch je zwei IGBTs parallel nehmen. :gruebel:

Grüße,
Wladimir
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