ND:YAG Leuchtmittel testen / Netzteil testen

Der richtige Platz für Beleuchtung, Beamer und Laserbasteleien aller Arten.

Moderatoren: SeriousD, ebastler, MaxZ

Antworten
Nachricht
Autor
Benutzeravatar

Thread-Ersteller
Death
Beiträge: 457
Registriert: Sa 14. Jul 2018, 05:56
Spezialgebiet: CO²-Laser
Schule/Uni/Arbeit: Elektroinstallateur
Wohnort: Duisburg
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 52 Mal

ND:YAG Leuchtmittel testen / Netzteil testen

#1 Beitrag von Death »

Guten Morgen zusammen :hehe:

Ich hab da mal ein/zwei/drei Fragen an euch HV-Experten :)

A:) Habt ihr eine Idee, wie ich auf die Schnelle testen kann, ob eine Krypton Lampe noch funktioniert ?

B:) Gibt eine eine Ersatzschaltung, um zu testen, ob ein ND:YAG Netzteil noch funktioniert.


Für (A) das Leuchtmittel habe ich mal probiert, das an einem HeNe-Laser Netzteil zu tüddeln. Allerdings scheint das Leuchtmittel zu lang zu sein. Mit diversen anderen YAG Leuchtmitteln als Gegentest gelingt mir das leider auch nicht. Das scheint wohl nur mit "kurzen" YAG Leuchtmitteln zu funktionieren.

Jetzt habe ich mir gedacht, man könnte eventuell mal ein Lasernetzteil für eine Lasertube mit 40W zu nehmen und nur mal kurz pulsen. Könnte das klappen ? Ich möchte mir das Leuchtmittel ja auch nicht zerdeppern, falls es doch noch funktionieren sollte.


Dann würde mich mal brennend interessieren, ob ich eine "Ersatzschaltung" bauen könnte, um ein ND:YAG Netzteil zu testen.


Bei ( mit ) dem Netzteil wird ja eine Hochspannungszündung gemacht und nach dem zünden wird ja runtergeregelt auf irgendwie 170-200V in dem Dreh und ein Strom von ich sag mal 6 bis 14 Ampere durch die gezündete Lampe gejagt.


Ich hab alles da, von HV-Messkopf bis Oszi, bevor ich mir jetzt aber Denkfehler einschleppe, habe ich mir gedacht, ich frage euch mal :hehe:


Fakt ist, ich habe ein Fobalaser ND:YAG Netzteil, wo ich nicht weiß, ob es noch macht, was es soll

Und ich habe vom Viktor den ND:YAG hier, den ich zum leuchten bringen möchte.


Den ND:YAG könnte ich jetzt in den Keller schleppen und anstatt dem Spectron ND:YAG antüddeln, ich möchte das aber mal ausnahmsweise nicht im Keller machen und den ganzen Kram nicht ständig umbauen :hehe:


Würde mich über eure Ideen freuen :awesome:

Gruß
Michael

Benutzeravatar

Thread-Ersteller
Death
Beiträge: 457
Registriert: Sa 14. Jul 2018, 05:56
Spezialgebiet: CO²-Laser
Schule/Uni/Arbeit: Elektroinstallateur
Wohnort: Duisburg
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 52 Mal

Re: ND:YAG Leuchtmittel testen / Netzteil testen

#2 Beitrag von Death »

Hhmmm...

Anhand der Resonanz denke ich mir jetzt folgendes :mrgreen:

Ob ich ein Lasernetzteil vom K40 nehmen kann, hat noch keiner ausprobiert *Mist*

und

eine Ersatzschaltung geht nicht oder nicht ohne weiteres. *Verdammt*



:hehe:

Benutzeravatar

Thunderbolt
Beiträge: 2787
Registriert: Fr 7. Apr 2006, 14:05
Spezialgebiet: Physik,Elektronik,Blender
Schule/Uni/Arbeit: M.Sc ET
Wohnort: 65366 Geisenheim (Hessen)
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 54 Mal
Kontaktdaten:

Re: ND:YAG Leuchtmittel testen / Netzteil testen

#3 Beitrag von Thunderbolt »

als "Ersatzschaltung" könnte ich mir 'ne anordnung aus Widerstand, Thyristor und Zenerdiode vorstellen
Ab 'ne bestimmten spannung gibt die Zenerdiode staft aufs gate vom Thyri, der den Widerstand auf die Last schaltet.

Im einfachsten fall tut es vermutlich auch nur ein widerstand, der zündpuls hat vermutlich nicht genug strom, als dass sich da nennenswerte spannung / verlustleistung ergibt, die den widerstand bei der zünding gefährten könnte

Benutzeravatar

Norbi
Beiträge: 978
Registriert: So 4. Jul 2010, 10:57
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 77 Mal

Re: ND:YAG Leuchtmittel testen / Netzteil testen

#4 Beitrag von Norbi »

Beim Netzteil wüsste ich jetzt nicht wie das aufgebaut ist um das zu "testen".

Aber so eine "Laserlampe" ist doch einfach nur eine Simple Blitzlampe. Da muss man doch eigtl. nur den Kondensator aufladen der da an den beiden Polen angeschlossen ist und den Zündimpuls irgendwie dran bekommen. Da ist bestimmt eine überlagerungsspule im Stromkreis in die man Primär einfach einen Kondensator entladen müsste.
Könnte auch so ein Draht um die Blitzlampe gewickelt sein an die man einfach eine AC Hochspannung anlegen könnte, glaube aber das mit dem Drumgewickelten Draht gibts ab einer gewissen Leistung eher seltener.

Den Hauptkondensator müsste man halt nur schrittweise immer weiter füllen, irgendwann wird es schon anfangen zu Lasern.

Also eine von den beiden Möglichkeiten müsste es "ungefähr" sein.
1-s2.0-S0096021715304167-gr1.jpg
1-s2.0-S0096021715304167-gr1.jpg (76.74 KiB) 375 mal betrachtet
Z53_Fig9.jpg
Z53_Fig9.jpg (69.62 KiB) 373 mal betrachtet

Benutzeravatar

Thread-Ersteller
Death
Beiträge: 457
Registriert: Sa 14. Jul 2018, 05:56
Spezialgebiet: CO²-Laser
Schule/Uni/Arbeit: Elektroinstallateur
Wohnort: Duisburg
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 52 Mal

Re: ND:YAG Leuchtmittel testen / Netzteil testen

#5 Beitrag von Death »

Danke für die Beiträge :awesome:


@Norbi

Zu dem Netzteil kann ich sagen :

Es wird ein Zündimpuls gesendet und da dann in der Röhre ein Plasma ist und somit der Widerstand gegen Null geht kommt nur noch eine gringe Spannung hinterher mit einigen Ampere und hält das Licht am leben.

Mit Regelung des Stromes steuere ich dann auch die Helligkeit der Lampe und somit die Laserleistung.


@Thunderbolt

Also müsste ja rein theoretisch ein fetter Bremswiderstand funktionieren... den hab ich sogar hier :gruebel:

Benutzeravatar

Norbi
Beiträge: 978
Registriert: So 4. Jul 2010, 10:57
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 77 Mal

Re: ND:YAG Leuchtmittel testen / Netzteil testen

#6 Beitrag von Norbi »

Naaa das ist doch ein Pulslaser, da leuchtet die Lampe nicht durch sondern blitzt halt, wenn die Lampe CW durchleuchtet wird die es auch schwer hinbekommen den YAGstab mit den 2kW Leistung überhaupt ausreichend anzuregen.
Mich würde es wundern wenn da nicht einfach der Dicke Speicherkondensator durch die Lampe entladen wird, halt wie eine piepschnurznormale Blitzbirne. Die Energie der Laserpulse wird dabei einfach über die Ladespannung des Kondensators reguliert.

P.S. Schau mal in den Kopf ob die Elektroden in der Lampe vom Wasser Isoliert sind, habe auch schon mal gesehen dass die Anschlüsse mit umströmt werden und Deionisiertes Wasser deswegen extrem wichtig ist. War allerdings bei einem Farbstofflaser.

Benutzeravatar

Thread-Ersteller
Death
Beiträge: 457
Registriert: Sa 14. Jul 2018, 05:56
Spezialgebiet: CO²-Laser
Schule/Uni/Arbeit: Elektroinstallateur
Wohnort: Duisburg
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 52 Mal

Re: ND:YAG Leuchtmittel testen / Netzteil testen

#7 Beitrag von Death »

Uh... verwechsel das jetzt nicht mit dem Tattoo-Yag, der hat eine Blitzlampe, das ist richtig :hehe:

Mein derezit einziger mit einer Blitzlampe.

Alles anderen Yag´s die ich hier habe sind CW Laser.

Normalerweise habe ich mit den ganzen Spectrons auch keine Probleme.

Halt nur diese Kombi aus Schlachtmaterial vom Fobalaser und Viktor´s YAG Bank macht mir gerade leichte Sorgen.


Das Problem ist folgendes :

Bei dem Foba Netzteil ist ein Zündmodul bei und ich hab keine Ahnung, was dieses Zündmodul macht

Es war einfach zwischen Netzteil und Leuchtmittel geklemmt.
P1010110.JPG
P1010110.JPG (142.5 KiB) 328 mal betrachtet
P1010111.JPG
P1010111.JPG (138.5 KiB) 328 mal betrachtet

Weil ich etwas ähnliches bei dem Trumpf Medizinlaser hatte und dieses in Silikon eingegossen war, hab ich mal das silikon weg geknibbelt und dabei kam ein Wandler zum Vorschein um eine Messung zu veranlassen.
P1010112.JPG
P1010112.JPG (140 KiB) 328 mal betrachtet
Leider ist das vom Foba in Gießharz verewigt. Und eine Ohmmessung brachte keinen Erfolg.


Und da der YAG nicht zündet vom Viktor, kann es das Leuchtmittel sein...

Das Zündmodul....

Das Netzteil ....

oder alles zusammen :hihi:

Benutzeravatar

Norbi
Beiträge: 978
Registriert: So 4. Jul 2010, 10:57
Hat sich bedankt: 26 Mal
Danksagung erhalten: 77 Mal

Re: ND:YAG Leuchtmittel testen / Netzteil testen

#8 Beitrag von Norbi »

Ah dachte wirklich es ginge im Tattoo-weg Kiste.

Scheint so eine Überlagerungszündung zu sein.
Das Zündgerät könnte man bestimmt testen indem man da eine Spannung am Eingang anlegt, mit ein paar Ohm begrenzt und dann am Ausgang zwei blanke Drähte reinsteckt die man zu einer kleinen mini Funkenstrecke hinbiegt.

Dann irgendwie die Kiste zum Triggern bringen (keine Ahnung was Da sonst noch für Anschlüsse sind). Wenn es funkt funktionierts. Nehme mal an zwischen Eingang und Ausgang sind ~0 Ohm?

Benutzeravatar

Thread-Ersteller
Death
Beiträge: 457
Registriert: Sa 14. Jul 2018, 05:56
Spezialgebiet: CO²-Laser
Schule/Uni/Arbeit: Elektroinstallateur
Wohnort: Duisburg
Hat sich bedankt: 35 Mal
Danksagung erhalten: 52 Mal

Re: ND:YAG Leuchtmittel testen / Netzteil testen

#9 Beitrag von Death »

Nee, leider keine 0 Ohm.

Wenn ich an Plus Netzteil und Plus Lampe das Messgerät drann hänge , dann zählt es kurz und geht auf unendlich, das selbe bei Minus.

Die kleine Käbelsche, was von der Box abgeht, scheint auch wieder ein Zündrücksignal zu sein. Zumindest tut sich da was geringes, wenn ich versuch den Yag zu starten.

Antworten