Wanderwellenantrieb

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Lightsource
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Wanderwellenantrieb

#1 Beitrag von Lightsource »

Das erste Mal, wo ich so etwas ähnliches gesehen hatte, war auf der Eisenbahnanlage, die mein Vater (eigentlich für mich) gebaut hatte.
Dort gab es eine Mühle, deren Rad sich ziemlich langsam gedreht hat. Ich habe dann meinen Vater gefragt wie das funktioniert.
Er hat mir dann gezeigt, dass da ein brummender Elektromagnet eine Scheibe anzieht, die mit einer Art Bürste bedeckt ist.
Da die Borsten alle in eine Richtung um die Achse stehen, wird das Rad wie gegen Widerhaken gedrückt und springt dann in kleinen Schritten vorwärts.

Mein Canon-Objektiv besitzt einen USM. Das ist ein Piezomotor. Man könnte sagen,der arbeitet ähnlich.

Mein Gedanke ist nun, wäre es möglich eine größere Struktur aufzubauen, die nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert?
Jetzt mal etwas esoterisches: Es gibt ja Leute, die behaupten, dass die Magier in der Urzeit in der Lage waren, schwere Steine durch
Töne zu bewegen.

Also stellen wir uns mal vor, wir haben etliche Speere mit den Spitzen nach oben in einer festen Unterlage stecken. Alle Spitzen
sind in eine bestimmte Richtung leicht geneigt. Wenn man diese Speere mit einem Klöppel anschlägt werden sie mit einer ganz
bestimmten Frequenz schwingen. Nun stimmt man alle Speere auf einen gemeinsamen Ton ein. Am besten der Resonanzton
eines großen Gongs oder Posaune. Oben auf die Speere, die alle gleich lang sein sollten, legt man einen flachen Stein.
Wenn man nun von einer Richtung her einen starken Ton erzeugt, könnten die Speere in Schwingung geraten, und den Stein
über sich hinweg gleiten lassen. ( Den Stein auf Rollen lagern könnte einfacher sein, aber so lange man noch nicht das Rad erfunden hat,
geht das natürlich nicht)

Was denkt ihr darüber?
So etwas könnte man mit einer Stahbürste ausprobieren, da gibt es doch solche, deren Borsten geknickt sind.

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Thunderbolt
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Re: Wanderwellenantrieb

#2 Beitrag von Thunderbolt »

Meinst du sowas:



Da werden zwar die Piezo-Elemente einzeln angeregt, aber vom prinzip her könnte man theoretisch auch resonanzkörper nehmen, die von außen angeregt werden
Woher die energie letztendlich kommt sollte ja erstmal egal sein

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VDX
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Re: Wanderwellenantrieb

#3 Beitrag von VDX »

... so einen "Schwingborsten-Antrieb" habe ich 1999 als Patent angemeldet und nach einem Jahr wieder "freigegeben", so daß das Verfahren seit 2000 als "Public Domain" bekannt ist (wenn man davon weiß).

Die Basis des Patents sind Oberflächen mit in eine Richtung schräge stehenden (Mikro- oder Nano-) Strukturen, die bei kleinen Bewegungen/Oszillationen oder aucheinfach nur Schwingungsanregung (z.B. Piezos oder Schall) bei aufliegenden Teilen mit Formschluß oder "Einstechen" (bei Nano-Borsten) diese Teile pro Amplitude um die Strecke vorschieben -- je nach größe der Strukturen, Amplitude und anderen Paramtern sind so bis zu sehr schnellen Vorschüben oder hochgenaue (Mikro- bis Nanometer) Positionierungen möglich.

Als "Entgegenhaltung" wurde mir damals nur ein "Wechselschritt-Antrieb" aus dem Bergbau angegeben, bei dem zwei lange Stangen von Oben in die Tiefe führen, die beide mit einzelnen Trittbrettern bestückt sind und sich im "Gegentakt" einige 10 Zentimeter rauf-und-runter bewegen - mit einem passenden "Wechselschritt" kommt man damit ziemlich einfach runter oder rauf.

Für den Demonstrator für die Patent-Anmeldung und später für die Messe-Muster und ersten Prototypen habe ich ein handelsübliches Nylon-Gewebeband mit kleinen, schräge abstehenden Nylon-Borsten verwendet, das es damals als "Teppich-Stop" zu kaufen gab (von der Firma, die auch die Klettverschlüsse an Pampers-Windeln hergestellt hat -- hab' noch ein paar von den Demonstratoren und einen Meter des Gewebebands da) -- heute gibt es das nicht mehr, der heutige "Teppich-Stop" ist eher klebriges Gummi-Gewebe ...

***
Meine eigentlichen Mikro- und Nanopositionierer habe ich aber später mit (selber entwickelten) Ferrofluid-/Magnet-Aktoren oder Piezo-Aktoren mit "Wanderwellen-Effekt" aufgebaut - bei einem Typ wird ein Keramik-Stift mit zwei gegeneinander schwingenden Piezos in "ovale Oszillation" versetzt und bringt so etwas "Schiebekraft" auf eine Oberfläche (Typ aus den USA, etwa 60 USD pro Element - entspricht in etwa den runden PiezoMotor aus dem Video im vorigen Tread, aber größere und separate Einzelelemente) ... der andere waren "Piezo-Legs" von einer Firma aus Schweden - hier werden 4 "Biege-Beinchen" abwechselnd angesteuert und kontrahieren und/oder biegen sich so, daß die 4 "Beinchen" praktisch über eine aufgepreßte Oberfläche "galopieren" (die kosteten um die 400€) ... hab' von beiden typen noch einpaar da (sowie ein paar fertig aufgebaute Aktoren oder Nano-Positionierer), falls ihr an Bildern interessiert seid ...


*** EDIT ***
Hier ein Video von den "linearen" Piezo-Legs - https://www.youtube.com/watch?v=7iHL4ZCkCKc

Viktor
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Re: Wanderwellenantrieb

#4 Beitrag von Lightsource »

Danke. Da gibt es wirklich schon interessante Dinge.
Den Kugelmotor finde ich besonders toll. https://www.youtube.com/watch?v=2BkmjnfeT1I

Die Piezos scheinen aber sehr empfindlich zu sein, wenn man den Ausführungen des Typen zuhört.
Habe auch daran gedacht, dass man die Beinchen auch auf einer Fläche anordnen könnte,
um in beliebige Richtungen zu bewegen.
Aber zum Möbelschieben wird es wohl nicht reichen.

Meinst du, dass Schall wirklich in der Lage sein könnte, die (ich nenne sie halt jetzt mal so - ) Beine
so in Schwingung zu versetzen, dass es für eine Bewegung reichen könnte?
Meine Idee mit der Resonanzfrequenz wird möglicherweise nicht funktionieren, weil
wegen der Vorspannung durch die Masse des zu bewegenden Objekts, diese verändert wird.

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VDX
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Re: Wanderwellenantrieb

#5 Beitrag von VDX »

... Schall und Resonanzfrequenz eher für Mikro-/Nano-Positionierer -- wenn du "Möbel" damit bewegen willst, dann kannst du größere/kräftiger Piezos dafür nehmen, oder Pneumatik oder einen Motor als "Oszillator".

Wenn jemand "Geld wie Heu" hätte, dann könnte er ja mal in die NiMnGa-Aktoren schauen (nur zwei 20x5x3mm "Blöcke" habe ich mal für je 400€ kaufen lassen - fertige Aktoren um die 1k€) -- die verhalten sich ähnlich wie Piezos, nur in einem Magnetfeld statt Hochspannung ... und etwa 40x mehr Hub!!

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Re: Wanderwellenantrieb

#6 Beitrag von Lightsource »

Magnetische Formgedächtnislegierung. Super.
Manchmal arbeiten wir im Labor mit metallischem Gallium. Ist schon ein lustiges Zeug, mit vielen Anwendungen.
( Interessant ist z.B. auch die Wasserstoffentwicklung bei einer Aluminium Gallium Legierung)
Ist bei NiMnGa der Schmelzpunkt nicht problematisch? Keine Ahnung wo der liegt.

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VDX
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Re: Wanderwellenantrieb

#7 Beitrag von VDX »

... die NiMnGa-Blöcke sind "metallisch hart", eher kristallin, fühlen sich nur durch die "umklappenden" Kristallstrukturen an wie Gummi, wenn ohne Vorspannung hinundhergebogen ... man fühlt in den Fingern so eine Art "Knirschen", wenn beim Biegen die zusammengeklappten Kristall-Bereiche auf- und wieder zuklappen.

Mit einer starken Feder "vorgespannt" sind dann alle Bereiche "zusammengeklappt" und beim Anlegen eines Magnetfelds von 1T "streckt" der Block sich um etwa 5% ...

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Matse
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Re: Wanderwellenantrieb

#8 Beitrag von Matse »

Die Sache mit den Schwergewichten durch Schwingungen ist eine sehr interessante Sache. Vor Jahren hatte ich mal einen Waschmaschinenmotor auf einen alten 250 kg schweren Schleifringläufermotor (von 1922) gebaut. Der "schnelle Hirsch" drehte den unwuchtigen Läufer (Gewicht ca. 45 kg) und bei einer gewissen Drehzahl fing der schwere Motor auf der Werkbank an sich davon zu machen. Es gibt da auch Versuche von einem Autor, der mit einem 230 V-Kohlebürstenmotor bei Einspeisung höherer Spannung etwa 28 000 U/min erzeugte. An der Achse war eine schwere Schwungscheibe horizontal. Der Aufbau verlor bei seiner Drehzahl einige Gramm Gewicht! Ich denke, wenn die Drehzahl eine gewisse Höhe hätte, könnte sich die Schwerkraft ganz aufheben und das Ding würde schweben, allein durch die immensen Fliehkräfte der Scheibe. Das hat jetzt vielleicht nicht viel mit Schwingungen zu tun.

Gruß, Matse
...denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang... (Rainer Maria Rilke 1875-1926)

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VDX
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Re: Wanderwellenantrieb

#9 Beitrag von VDX »

Hi Matse,

... spielst du evtl. auch die Antigravitationsversuche von Podkletnov mit schnell rotierenden Supraleitern an? -- das ist bei einigen Physikern "verbrannte Erde", ähnlich wie die "Kalte Fusion" von Fleischmann und Pons :trollface:

Viktor
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Re: Wanderwellenantrieb

#10 Beitrag von MaxZ »

@Matse: Ach darum sind Industrielle Zentrifugen immer fest verankert; damit sie nicht davon fliegen :trollface: Um mal etwas ernster zu werden, woher weiß die Scheibe denn, dass sie nur nach oben und nicht nach unten fliehkraften darf? So eine Schwungscheibe ist ja nun wirklich das perfekte Beispiel für etwas symmetrisches, wo es zu jeder Kraft auf der gegenüberliegenden Seite eine Gegenkraft gibt - egal wie das Ding ausgerichtet ist. Selbst Unwuchten drehen zwangsläufig herum und ziehen letztendlich in jede Richtung gleichermaßen. Oder anders formuliert, jede aus einer Unwucht resultierende Schwingung hat einen Gleichanteil von Null; pure Blindleistung.
Was die "einige Gramm" anbelangt, ist das beste was mir einfällt, dass es eine Konsequenz der Vibration ist. Jede Wette dass das keine "true-RMS" Waage war, die auch bei 467Hz (=28k/min) noch korrekt misst. Selbst wenn, könnte es damit zusammenhängen, wie der Aufbau montiert ist. Mit Vibrationen kannst du zwar ne Schraube gegen die Schwerkraft aus nem Gewinde drehen, aber dafür schwebt dein Vibrationsdings noch lange nicht von selbst herum.

Grüße,
Max

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Paul
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Re: Wanderwellenantrieb

#11 Beitrag von Paul »

VDX hat geschrieben:
Mi 14. Jul 2021, 20:33
... spielst du evtl. auch die Antigravitationsversuche von Podkletnov mit schnell rotierenden Supraleitern an? -- das ist bei einigen Physikern "verbrannte Erde", ähnlich wie die "Kalte Fusion" von Fleischmann und Pons :trollface:
Um mich hier mal OffTopic-mäßig dazuzutrollen... :trollface:
Viel geiler finde ich Podkletnovs "Impulse Gravity Generator" (Paper: https://arxiv.org/abs/physics/0108005)
(Hier gibt's auch nen Artikel dazu mit vielen Bildchen. Aber natürlich keine Original-Bilder von Podkletnov... :rage: https://medium.com/predict/eugene-podkl ... 49bbdc8378)

Dort beschreibt er, dass sie ne supraleitende Kugel (wie geil) genommen haben, ne zweite Kugel daneben gelegt haben und dann kräftig mit nem Marx-Generator (500 kV) draufgearct haben. :D
(Korona von ner supraleitenden Kugel stell ich mir ultra geil vor. Gibts von sowas Fotos?!)
Um den ganzen Aufbau haben sie dann noch eine fette Spule gewickelt, sodass Magnetfeld und Arc in die gleiche Richtung zeigen.
Und entlang der Spulenachse gab es dann angeblich einen Gravitationsimpuls, der durch den Raum einen Impuls auf z.B. ein Pendel übertragen konnte.

Pseudo, jaja. Aber der Versuchsaufbau klingt extrem geil! :mrgreen:
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Death
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Re: Wanderwellenantrieb

#12 Beitrag von Death »

Jetzt wissen wir auch, warum Ufo´s sich immer drehen und Ausserirdische Grün sind....

Denen ist einfach nur kotzübel :mrgreen:

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VDX
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Re: Wanderwellenantrieb

#13 Beitrag von VDX »

... in meiner "kindlichen Naivität" kam ich vor *zig Jahren eigenständig auf die Fragestellung, was wohl passieren würde, wenn ich einen rotierenden Superkondensator oder Supraleiter in einem superstarken Magnetfeld mit einer Hochenergie-Plasma-Entladung (à la Z-pinch) "quälen" würde -- ich denke, Podkletnov kam auf die gleiche Idee.

Mein Bauchgefühl sagt mir, daß dabei die "Raumzeit" im betroffenene Volumen so'ne Art "Drehwurm" kriegt und einfach keinen Platz mehr für Gravitation hat, so daß im Inneren des Superkondensators etwas wie ein "Supervakuum" ohne jedes Feld entstehen könnte, was "Gravitations-Feldlinien" so ähnlich verdrängen sollte, wie ein Supraleiter Magnetfeldlinien "verdrängt" ;)

Eine andere Idee ging dahin, daß die "Schwerkraft" kein statischer Effekt, sondern eine "Raumströmung" vom leeren Raum hin zu Materieansammlungen ist, wo ständig Raum "vernichtet" wird, der sich im Vakuum laufend neu bildet --- diese "rotierenden" Raum-Verdränger machen dann nichts weiter, als diese "Raumströmung" zum Erdmittelpunkt hin zu behindern, so daß sich "Raum-Wirbel" bilden, welche nach Außen wie eine Reduktion der Schwerkraft zu sehen wären ...

VIktor
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Matse
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Re: Wanderwellenantrieb

#14 Beitrag von Matse »

Es gibt so viele Theorien für irgendwelche Zustände oder "Dinge", aber handfeste Beweise wohl kaum. Die Wirklichkeit ist nur die, die man selbst erfährt. Würde mir irgendetwas einfallen und würde mir dazu ein Experiment gelingen, so könnte ich die Sache nur dann beweisen, wenn ich Leute dazu einlade. Denn jeder Film oder jeder Text dazu würde vielleicht nicht geglaubt werden. Deshalb sind für mich auch alle Theorien von Raumströmungen oder Raumenergien nur Vorstellungsmodelle, die zwar interessant klingen, ja sogar faszinieren, aber letztendlich glaube ich nur das, was ich mit meinen Sinnen erfahre. Wer garantiert zum Beispiel, dass tatsächlich Antimaterie hergestellt wurde. War jemand von euch dabei? waren die Ammis auf dem Mond oder nicht?
War jemand dabei, der das beweisen kann? Ich weiß, jetzt wirke ich etwas prollig. Mehr als 99 % aller Generatoren oder Free-Energy-Aufbauten sind Schwindel. Manche Schwindel könnte man mit einer guten Theorie verkaufen, die eine tatsächliche Funktion logisch untermauert ...ist alles nicht so einfach :gruebel: .

Gruß, Matse
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Re: Wanderwellenantrieb

#15 Beitrag von Lightsource »

Heute auf meinem Nachhauseweg machte ich mir kurz mal Gedanken, über die ersten Versuche, die Gravitationskonstante zu ermitteln.
So weit ich mich erinnere, war das doch mit diesen großen Kugeln, die kleine Kugeln ablenkten, und dadurch eine Torsionskraft erfuhren.
Gravitationswaage... Na ja, mir fallen da spontan bestimmt 5 Kräfte ein, die auch zwischen diesen Kugeln vorhanden sein könnten.

Nochmals zurück, zu den wandernden Waschmaschinen. Ich denke auch, es handelt sich hierbei um Elastizitätskräfte die zusammen
mit den Vibrationen und Resonanzen wirken. Also tatsächlich wie der Wanderwellenmotor. Da geht keine Gravitation verloren.
Man könnte das am ehesten mit diesen Federschuhen oder Sprungstelzen vergleichen.

Ich glaube im Prinzip ja auch nicht an ein Perpetuum Mobile, aber wir müssen auch bedenken, dass unser ganzes Universum
irgendwoher seine Energie bekommen hat. Und es scheint so, dass immer noch eine "Dunkle Energie" wirkt, die wohl für eine
Beschleunigung der Expansion des Kosmos sorgt. Physiker behaupten gerne, dass ein Perpetuum Mobile unmöglich ist, aber
wenn sie ehrlich sind, suchen sie doch danach... :twisted:

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