Suche Einsteiger-Oszilloskop

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HV-Juli
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Suche Einsteiger-Oszilloskop

#1 Beitrag von HV-Juli »

Ich will mir jetzt endlich mal mein erstes Oszi leisten. Mit höheren Frequenzen als 10MHz werde ich nicht arbeiten, deshalb würde ich sagen, 50-70MHz würden genügen. 2 Kanal reicht. ich würde ja genug finden, nur ist es das Problem, dass meine Eltern nicht mehr als 400€ dulden. :cry:
Dazu will ich noch einen Frequenzgenerator(TC Resonanzfrequenz messen usw.), aber die kosten alle auch nicht unter 100€, aber es gibt doch Oszis die schon einen FG eingebaut haben, oder? Leider hab ich dazu auf noch nichts gefunden.
Ein gebrauchtes Rigol DS1102E habe ich mal auf willhaben gefunden:
https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und ... 443315088/
Zwar keinen FG inklusiv, aber dafür recht billig. Da würde sich vielleicht auch ein separater FG dazu noch ausgehen. Da hätte ich einen billigen gefunden:
https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und ... 444798071/
Was sagt ihr dazu? Ist das was brauchbares? Lohnt es sich überhaupt, gebrauchtes zu kaufen?

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Thunderbolt
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#2 Beitrag von Thunderbolt »

https://www.batronix.com/versand/oszilloskope/DSO.html

Da kannst du mal nach preis sortieren das DS1202Z-E gibts für 350€. das DS1102E hat halt leider einen sehr sehr kleinen bildschirm.

Wenn du nur TC resonanzfrequenzen messen willst reicht auch ein oszi, die anregung kannst du auch mitm NE555, 74HC14 ö.ä. als oszillator machen ;)

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Death
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#3 Beitrag von Death »

Ich würde für den Einstieg ein kleines DSO für den PC empfehlen.
Die haben den Vorteil, das die Software am PC läuft und man damit ganz coole Sachen anstellen kann.


Aufpassen muss man, bei der Potentialtrennung. Wenn man nicht aufpasst, schiesst man sich den Eingang kaputt. Deswegen sind für kritische Sachen Trenntrafos oder sogar Batteriebetrieb von erheblichen Vorteil.


Ich habe auch zwei gebauchte hier. Ein altes HAMEG und ein Tektronix. Für das Tektronix hab ich ein irren Aufwand betreiben müssen ( aber eigentlich auch nicht ) um die grafiken als GIF auf den rechner zu kriegen. Also keine Möglichkeit der datenauswertung am PC. Ein DSO für den PC wird meine nächste Anschaffung für so basteleien :hehe:

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Thunderbolt
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#4 Beitrag von Thunderbolt »

Mit 'nem PicoScope 2206B mit 50MHz bist du auch mit 300€ dabei, da würde ich dann doch eher zum rigol scope greifen, ich glaube da ist die performance etwas besser...

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HV-Juli
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#5 Beitrag von HV-Juli »

@thunderbolt: Danke für den Link, werde mich gleich noch umschauen. Der Vorteil FGs gegenüber schaltungen mit NE555 etc. ist halt, dass es einen größeren Frequenzbereich gibt und man meherere Einstellungen vornehmen kann. Darum hätte ich schon lieber einen FG.

@death: Ein PC-Oszi geht schlecht, weil mein ich meine Experimente meistens im Keller durchführe und da kein PC steht. Und jedes mal alles in mein Zimmer zu schleppen wäre sehr aufwendig.

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Death
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#6 Beitrag von Death »

Die neueren Oszi haben ja Speichermöglichkeiten, das haben die alten Kisten, so wie ich die habe ja nicht. Man kann also nachträglich meist noch die Daten auswerten.

Mit Gebrauchten ist das halt so eine Sache. Da kann man Glück haben, das es tadellos funktioniert oder man hat halt Pech.

:hehe:

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Heisath
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#7 Beitrag von Heisath »

Ich werfe einfach mal wieder das Rigol DS1054Z in den Raum. mMn. eines der besten Oszilloskope die man neu bezahlen kann. Hier z.B. inkl aller Optionen (die man sonst auch cracken kann) für <400€:
https://www.batronix.com/versand/oszill ... 1054Z.html alternativ gibts das auch beim Conrad für ~400. Da hat man dann auch vernünftig Garantie etc.
Klar kann es viel mehr, als du jetzt gerade willst, aber dafür hast du ausgesorgt. Gerade wenn man steile Flanken messen will macht die Bandbreite richtung 100MHz sehr viel Sinn und mit 4 Kanälen hat man auch mehr Spaß. Zumal man angenehm potentialfrei messen kann, in dem man einfach 2 Kanäle subtrahiert.

Produkt Feedback von kilovolt zum DS1054: viewtopic.php?f=42&t=63104&sid=16d56924 ... 01ee7de6ed

Fürn FG würde ich nicht soviel hinblättern. Da gibt es auch welche um 50€.
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HV-Juli
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#8 Beitrag von HV-Juli »

@Heisath: Danke. Das DS1054Z hört sich wirklich gut an :awesome:
Vielleicht kauf ich das. Aber was meinst du mit 2 Kanäle subtrahieren?

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Heisath
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#9 Beitrag von Heisath »

Bei den allermeisten Oszilloskopen sind die Massen der einzelnen Kanäle untereinander und mit dem PE verbunden, d.h. wenn du zwischen verschiedenen Referenzpunkten messen willst wirds schwierig. Z. B. beide Ausgangswicklungen von einem GDT, da du dort, wenn du mit 2 Kanälen misst, immer über Masse kurzschließt. Wenn du aber jeweils nur die Spannung an mehreren Punkten im Bezug zu dem gemeinsamen Massepotential misst, kannst du mit vielen oszis im Nachhinein 2 Kanäle voneinander abziehen und somit eine Differenzmessung simulieren. Wenn dein scope aber nur insgesamt 2 Kanäle hat, geht halt immer nur eine Differenzmessung und bringt somit wenig.

Im Prinzip wollte ich nur einen relativ häufigen Anwendungsfall im Bereich tc nennen, wo mehr als 2 Kanäle hilfreich sind.

Insgesamt ist ein Oszilloskop denke ich, eines der Geräte wo es durchaus Sinn ergibt, lieber einmal ein besseres zu kaufen, was dann lange reicht als nur eines, was gerade so für die jetzige Anwendung passt.
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#10 Beitrag von SeriousD »

Moin,
ich verwende das 1054Z schon seit langem auf der Arbeit und kann nur gutes berichten. Bin zwar nur digital/embedded Kleinstspannungs-futzi aber mit dem Ding arbeiten bringt tierisch Spaß. Auch zB die Anbindung übers Netzwerkport finde ich sehr gemütlich. Preis/Leistung ist tiptop.

Beste Grüße
SeriousD
Hey Sigma, ist noch Lambda? - Ja aber das Phi ist noch Rho.

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HV-Juli
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#11 Beitrag von HV-Juli »

Danke@alle. Das wird mein Oszi! Leider erst zu meinem Geburtstag im Juni. Aber wenigstens bekomme ich es.

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Heisath
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#12 Beitrag von Heisath »

Vielleicht noch als Hinweis, das normale DS1054Z geht ja "nur" bis 50MHz Bandbreite, 1GSa/s Abtastrate und 12Mpts Speichertiefe.
Mit den beim Batronix enthaltenen Optionen lässt es sich dann nur über Softwarecodes mit mehr Triggern, mehr Protokollanalyse und höherer Speichertiefe aufwerten.

Alternativ findet man im Internet auch Anleitungen, wie man diese Optionen so freischaltet. Unter anderem auch die 100MHz Bandbreiten Option, die ich bei Batronix nicht entdecken kann. Wenn man alle Optionen aktiviert, hat man in Prinzip ein DS1104Z.
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#13 Beitrag von kilovolt »

Hallo HV-Juli

Habe den Thread leider erst jetzt gesehen. Grundsätzlich kann ich bestätigen, dass das Rigol DS1054Z ein gewaltig gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet. Ich kenne kein anderes Neugerät, das hinsichtlich Preis/Leistung direkt vergleichbar wäre. Das Gerät bietet unzählige Funktionalitäten, was natürlich toll ist, aber auch am Anfang etwas verwirren kann. Es ist wohl kein typisches Anfängergerät, aber Du wirst Dich sicher step by step einarbeiten können. Für diesen Prozess solltest Du Dir viel Zeit lassen. Auch wenn es vielleicht bedienertechnisch aufgrund der Funktionenvielfalt etwas anspruchsvoller ist, lohnt sich die Anschaffung längerfristig sicher. Wenn Du nämlich etwas günstiges gebraucht reinziehst, ist die Gefahr gross, dass Du ein zweites Mal kaufst. Besonders bei den Röhrengeräten muss man aufpassen, dass die Leuchtschicht der Röhre noch intakt ist und dass die Schalter in Ordnung sind. Einem Occasionsgerät auf Ebay kann man das leider nicht ansehen und trägt somit ein hohes Risiko.

Ein Gerät, das ich noch bedingt als Gebrauchtgerät empfehlen könnte, wäre das Philips PM3055, sofern es gemäss Verkäufer funktioniert. Dort hat man das Schalterproblem nicht und die Geräte sind sehr intuitiv und bequem bedienbar. Bedienertechnisch ist es meiner Ansicht nach dem DS1054Z weit überlegen, aber funktionell natürlich aufgrund des Alters nicht. Ich habe noch das grössere dieser Serie hier, das PM3350, und werde dieses Gerät nicht weggeben, trotz dem DS1054Z.

Bei der Wahl der Bandbreite muss man nicht nur die maximale Grundfrequenz eines Signals berücksichtigen. Meist hat man ohnehin kaum Signale jenseits einigen MHz. Aber: Wenn man schnelle Rechteckflanken analysieren will, dann braucht man ein schnelles Gerät, selbst wenn die Grundfrequenz des Rechtecks vielleicht nur 1kHz beträgt.

EDIT: Danke übrigens noch für den Daumen hoch zu meinem kleinen DS1054Z-Review ;-)

Beste Grüsse
kilovolt
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gamerpaddy
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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#14 Beitrag von gamerpaddy »

Alternativ wäre noch das SDS1104X-U von siglent interessant, gleicher aufbau der ADC'S wie beim Rigol (1kanal = 1GS/s, 4 kanäle aktiv= 250MS/s) 14Mpts speicher und mehr decoder (+can bus und lin auch). kostet in etwa das gleiche.
Das DS1054Z stand damals zur auswahl, hab mich aber für das siglent entschieden, war nach einigen hin und her unterm strich das bessere.

Ich hatte mir aber das größere SDS1104X-E geholt und mit hack auf 200mhz aufgebohrt (1204X-E). Das hat zwei adc's so kann man zb. kanal 1 und 3 je mit 1GS/s betreiben. alle 4 mit je 500MS/s.
das hat auch "extraoptionen" die man dazukaufen kann, aber die sind nur mit Hardware verbunden (signalgenerator, 16 kanal logicanalyzer, wifi stick..).
Und es hat eine bode-plot funktion welche übers netzwerk ein Signalgenerator steuern kann um Messungen vorzunehmen, dank "hack" auch diese günstigen FY6800 FY6900, RD tech AWG's

Das 1104x-u kam erst kürzlich raus und ist sozusagen die kleinere, günstigere version davon. ohne extra-optionen und nur 1 adc.
:wurst:

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Re: Suche Einsteiger-Oszilloskop

#15 Beitrag von HV-Juli »

Ich bin immer wieder erstaunt wie nett hier alle sind :D
@kilovolt: Analoggeräte mag ich eher nicht so, vor allem wegen der Größe und sie sind sicher auch schwerer mit der Bildröhre. Und ich finde auch, dass mehr funktionen immer nützlich sind. Ich werde mich schon langsam zurechtfinden.
@gamerpaddy: Ich habe mir mal das SDS1104X angesehen, scheint wirklich besser zu sein, aber bei siglent.eu kostet es 434€, das DS1054Z bei batronix.com aber nur 378€. Das sind schon 50€ mehr, das geld hätte ich mir eher für einen Frequenzgenerator aufgehoben. Aber das DS1054Z kann man ja, wie Heisath schon sagt(und ich glaube, kilovolt hat es auch in seinem Testbericht geschrieben), auf 100MHz aufstocken. Ich denke, es wird das DS1054Z. Bei dem Frequenzgenerator werde ich wahrscheinlich den von willhaben nehmen, außer ihr habt da noch andere(billigere) Alternativen :mrgreen:

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