HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

Für HV-Trafos, Kaskaden, Coilguns, Induktionsheizer und Ähnliches.

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Phoenix6478
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1096 Beitrag von Phoenix6478 »

Wenn das wirklich 300μF bei 6kV waren, musst Du extremst vorsichtig sein! 5400 Joule bei 6kV sind mehr als genug, um dich zu töten. Mit solchen Energien wäre das wohl die letzte HV-Anfass Erfahrung.

Ich glaube aber eher, dass Du 300nF schreiben wolltest. Auch 300nF bei 6kV sind nicht gerade ohne (5.4J). Selbst dadurch kannst Du schon sterben, wenn Du ein schwaches Herz hast. Einmal habe ich durch einen dummen Fehler einen vollgeladenen Wima FKP1 mit 1600V und 100nF aufgehoben. Glaub mir, selbst die 0.128 Joule waren bereits sehr schmerzhaft. Glücklicherweise war es für mich nicht gefährlich, da der Strom nur zwischen Finger und Finger einer Hand floss. Dadurch blieb das Herz verschont.

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Draconia111
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1097 Beitrag von Draconia111 »

Hoppla, natürlich meine ich 300nF :klatsch: und keine sorge, ich passe schon auf :aufsmaul:

PS. kann man Farad irgendwie in Amperestunden umrechnen? :gruebel:
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stoppi
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1098 Beitrag von stoppi »

Ladung Q = Kapazität C mal Spannung U
Die SI-Einheit der Ladung ist Amperesekunde (= Coulomb). Es gilt dann: 3600 As = 1 Ah

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Draconia111
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1099 Beitrag von Draconia111 »

Ist zwar weniger eine HV Geschichte aber ich will es trotzdem Mal erzählen:

Vor ein paar Monaten, als ich noch unerfahren war habe ich Mal unseren defekten alten Trockner zerlegt. Platinen, Motorkondis etc. Dann wurde ich etwas zu gierig. Ich wollteen Kompressor haben nur waren da ganz viele Kupferrohre drum herum. In der Annahme es wären irgendwelche Abwasserrohre habe ich die Kneifzange genommen und diese gekappt. War aber natürlich die Wärmepumpe. :D den Rest kann man sich wahrscheinlich denken. Das Ding ist mir um die Ohren geflogen und hat 5 Minuten lang Kältemittelöl durch den Keller gespritzt, so dass man am Ende vor lauter Nebel nix mehr gesehen hat. Der Knall muss echt laut gewesenen sein, meine Mutter hat das zwei Stockwerke darüber unter der Dusche gehört. Nun ja, ich habe den Rest des Tages den Keller geputzt :klatsch:

Und die Moral von der Geschicht, trenne unbekannte Rohre nicht :hihi:
Zuletzt geändert von Draconia111 am So 8. Sep 2019, 19:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Eddy Wirbelstrom
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1100 Beitrag von Eddy Wirbelstrom »

Auch kein HV (da bleib ich mit den Fingern lieber weg) - doch eben einen Haufen AA-Batterien getestet: Hatte nur nutzlose Zig-Kiloohm-Widerstände und einen mit 10 Ohm zur Hand. Schnell waren die leeren aussortiert. Dann mal spaßeshalber 10 neue Batterien in Reihe gemessen: (15+)^2/10 = 22,5 W+. Es rauchte und roch (gar nicht mal schlecht!). Der 10-Öhmer hat nun einen schwarzen Ring mehr in der Mitte. Müsste also jetzt ein 100er sein, passt aber nicht. Ich habe eben nachgemessen: er wurde zum "Ultra-HDR" mit 4K.
Wenigstes hat die Fahrradlampe wieder Saft.
BildDer Außerirdische mit Tentakelarmen hat es schwer, einen Lötkolben zu halten“ – Harald Lesch

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Draconia111
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1101 Beitrag von Draconia111 »

Gerade mit einem zerhacker und Trafos herumgespielt. Die Elektroschocks waren nicht stark, aber doch unangenehm. Allerdings hat mir die Rückinduktion von einem großen Trafo ordentlich eine gescheuert :?
:moep: :haufen:

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Draconia111
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1102 Beitrag von Draconia111 »

Ich hatte die letzen Tage eine ständige elektrostatische Aufladung. 2 Schritte gegangen, Türklinke angefasst, britzelbritzel. Und das den ganzen Tag. Lag wohl am Shirt
:moep: :haufen:

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Multi-kv
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1103 Beitrag von Multi-kv »

Draconia111 hat geschrieben:Ich hatte die letzen Tage eine ständige elektrostatische Aufladung. 2 Schritte gegangen, Türklinke angefasst, britzelbritzel. Und das den ganzen Tag. Lag wohl am Shirt
Eher an den Schuhsohlen und dem Teppichboden. Die elektrostat. Aufladung entsteht durch Reibung unterschiedlicher Stoffe, nicht durch das Tragen eines best. T-Shirts ;) - Es sei denn, Du reibst ständig mit irgendetwas daran herum :mrgreen:

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Draconia111
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1104 Beitrag von Draconia111 »

Wie man NICHT lötet -____-
Zuletzt geändert von Draconia111 am So 8. Sep 2019, 19:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Draconia111
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1105 Beitrag von Draconia111 »

Mir ist gerade was eingefallen:

Als kleiner scheißer habe ich für meine Modelleisenbahn mit einem 12v e-magneten und etwas lego einen Kran für schrauben gebastelt. Mangels Stromversorgung und besseren ideen hat Oberingenieur draconia den Magneten einfach an den 16v AC Eisenbahntrafo gehängt. Mal abgesehen von dem brummen hat das ganz gut geklappt. Es kam wie es kommen musste und ich vergaß den Magneten abzuschalten. Als ich 1std später Wiederkam hat es nett gerochen und der Magnet hat sich hübsch in die lego Bauplatte reingebrannt. Der Magnet hatte es überlebt, die Bauplatte bis auf den Abdruck auch :D
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1106 Beitrag von Draconia111 »

Hab Mal wieder kassiert. Habe ein SNT aufgemacht um zu schauen ob es zum Schlachten lohnt. Nur war ein 400v 47uF Kondensator geladen, obwohl das Gerät 24 Stunden nicht eingesteckt war. Es kam wie es kommen musste und habe unter die Platine gelangt :tesla:
Huiii, das brutzelt ganz schön :headbang:
Beim kurzschließen dannach hat es nett geknallt :D
:moep: :haufen:

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Draconia111
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1107 Beitrag von Draconia111 »

Heute hab ich es ,,endlich" einmal geschafft den LS zu schmeißen. :?

Habe einen 230/12v Trafo anschließen wollen, nur habe ich ihn statt der 230v Seite, mit der 12v Seite an die Steckdose angeschlossen :paddel:

ZACK! Strom weg :omg:

Immerhin hat der Trafo überlebt :mrgreen:
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Paul
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1108 Beitrag von Paul »

Puh, jetzt bin ich wieder wach. Gerade einen am nassen Zündkabel geballert bekommen. :rage: :oops: :tztz:
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TecVictor
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1109 Beitrag von TecVictor »

Nicht direkt ein Anfasserlebniss (möchte man in einer 110kV Freiluftschaltanlage auch eher nicht)
Aber: Meine Haare haben sich leicht aufgestellt, ich konnte die Elektrizität schon etwas spüren ;)
Wartung an einem 40MVA 110/10kV Einspeisetrafo einer Umspannanlage. Dieser hatte seitliche "Kerzen" (Fachjargon für Die Durchführungsisolatoren)
Beispielbild von Wikipedia:

Bild

Und direkt unter den Leiterseilen zu den Anschlüssen sind es eben nur noch ca 3,5m zwischen Leitseil und Boden gewesen, zu meinem Kopf noch ca 2m. Ich schätze etwas weniger.
Das war schon interessant, aber in meinem Job nichts neues :D
Natürlich nur so lange wie nötig in dem Bereich gewesen, da ist schon große Vorsicht angebracht.
Kinder! Nicht nachmachen ;)
Auch auf Telegram erreichbar: @TecVictor
Mein Technik Telegram-Kanal @IGORsWerkstatt
Mein YT Kanal: https://www.youtube.com/channel/UCOJOGw ... uEL5jJ4w-Q

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Draconia111
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Re: HV-Anfass-Erfahrungen und elektronische Missgeschicke

#1110 Beitrag von Draconia111 »

Ich Mal wieder:

Ich habe letztens mit dem IH rumgespielt und Nägel geröstet. Nur leider hat sich das verfickte Scheißding magnetisiert und ist an der Zange hängen geblieben. Jetzt hab ich ne schwarze 2cm Brandspur im Tisch, hat wer ne Idee wie ich das rausbekomme? :evil: :aufsmaul:

Und ich habe vor ein paar Wochen den FI geschmissen weil der Arc aus dem mot in die Prim eingeschlagen ist. Zum Glück hat der Mot überlebt :omg:
:moep: :haufen:

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