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 Betreff des Beitrags: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Sa 6. Jun 2015, 23:04 
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Moin.

Hab seit einiger Zeit diesen Rechner:

AMD Phenom 2 x4 (5ter Kern freigeschaltet) mit 3,4 Ghz.
8 gB DDR3 Ram.
AMD HD 5870 Grafikkarte.

Witcher 2 läuft auf den höchsten Einstellungen mit leichten Einschränkungen (SSAO und Übersampling ausgeschaltet) mit etwa 40 FPS und sieht sehr gut aus.
Witcher 3 soll mit dieser Hardware praktisch nicht zu spielen sein.

http://www.gamestar.de/spiele/the-witcher-3-wild-hunt/artikel/the_witcher_3_wild_hunt_systemanforderungen,49062,3085863,7.html#technik-tabelle

Kann ja froh sein, das meine ehemalige High End Karte in der Tabelle überhaupt noch auftaucht.

Was soll das? Mein Rechner ist nicht der neuste, sollte aber doch noch gut brauchbar sein, oder? Andere Spiele laufen noch recht fluffig.

Brauch ich für jede Spielegeneration unbedingt die allerneueste Hardware um Spaß zu haben? Schon klar, dass sich die Technik weiterentwickelt, aber braucht es diesen Technikwahn?

Das regt mich tierisch auf!

Gibt ja auch die Option, ältere Titel graphisch aufzuwerten :http://www.onlinewelten.com/games/the-elder-scrolls-v-skyrim/specials/besten-skyrim-mods-geheimtipps-dauerbrenner-8862/

Wie denkt ihr darüber?

Grüße, Mofi.

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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: So 7. Jun 2015, 06:42 
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Entweder wenig fps oder neue hardware rein.
So war es immer, so ist es, so wird es immer bleiben.

Ich stecke gut jede 2-3 Jahre 300-600€ in neue Hardware, damit ich Spaß bei den Aktuellsten Spielen habe.
Deine Radeon ist nun schon 6 Jahre alt, kein wunder wieso es so Schlecht läuft. 6 Jahre ist in der heutigen Zeit eine ewigkeit.

Ich bin letztens von einem AMD Phenom 1100T 6x4ghz (overclock) auf einen Intel Xeon E3-1241 v3, sowie von einer GTX 670 auf 2 GTX 670 umgestiegen. NUR weil GTA V rauskam.
Jetzt habe ich für die Nächsten 1-2 Jahre ruhe.
Lediglich in ein paar Monaten muss eine neue Grafikkarte her, da 2 GTX 670 doch recht die Stromkosten anheben. Selbst wenn die leistung der neuen nur 10-20% darüber liegt.

Das thema mit dem Aufwerten älterer Titel ist so eine sache..
Manche erlauben keine Mods
Manche haben keine Mods
Manche laufen schlecht mit Mods.
Und die wenigen die Solche Mods haben / unterstützen sind rar.


Ich hoffe dennoch, dass Spieleentwickler sich nicht zu viel auf User mit Älterer Hardware und sich mehr auf die Weiterentwicklung der Inhalte konzentrieren.
Wer nicht mitzieht, muss halt bei Titeln bleiben, die für seine Hardware gemacht wurden.

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Mo 8. Jun 2015, 17:26 
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Hallo Gamerpaddy


Zitat:
Entweder wenig fps oder neue hardware rein.
So war es immer, so ist es, so wird es immer bleiben.
Ich stecke gut jede 2-3 Jahre 300-600€ in neue Hardware, damit ich Spaß bei den Aktuellsten Spielen habe.

Da hast du im Prinzip natürlich recht. So ist es und das stört mich.
Kommt ein neuer Prozessor raus, passt der nicht mehr ins Board. Kauftst du ein neues Board, brauchst du neuen Speicher, obwohl der alte von Größe und Performance noch reichen würde. Und mit dem neuen System ist wieder eine neue Karte fällig, damit alles zueinander passt.
Zitat:
Deine Radeon ist nun schon 6 Jahre alt, kein wunder wieso es so Schlecht läuft. 6 Jahre ist in der heutigen Zeit eine ewigkeit.

Auch das stimmt. Allerdings ist meine Strategie eine andere: ich kaufe lieber eine gebrauchte High End Karte der letzten oder vorletzten Generation statt eine neue Mittelklassekarte. Das sparrt eine Menge Geld und passt auch besser zum aktuellen System. 6Jahre ist wirklich viel Zeit, allerdings konnt ich mit der HD 5870 bisher alle Spiele gut zocken. Bis eben Witcher 3, das geht wirklich nicht mehr, hab es ausprobiert.

Was mich an Witcher 3 stört ist folgendes: Witcher 2 läuft einwandfrei bei mir und sieht auch noch gut aus, obwohl schon etwas älter. Witcher 3 läuft auch in den niedrigsten Einstellungen nur mit etwa 15 fps und ist so unspielbar. Dabei sieht es so nicht mal besser aus als Witcher 2 mit hohen Einstellungen. Das hätten die Programierer sicher auch anders machen können.

Zitat:
Ich bin letztens von einem AMD Phenom 1100T 6x4ghz (overclock) auf einen Intel Xeon E3-1241 v3, sowie von einer GTX 670 auf 2 GTX 670 umgestiegen. NUR weil GTA V rauskam.
Jetzt habe ich für die Nächsten 1-2 Jahre ruhe.
Lediglich in ein paar Monaten muss eine neue Grafikkarte her, da 2 GTX 670 doch recht die Stromkosten anheben. Selbst wenn die leistung der neuen nur 10-20% darüber liegt.


Du hast dir also ein komplett neues System gekauft. Gut, wenn Gelder vorhanden sind kann man das natürlich machen. Aber hat das sooo viel gebracht? Wäre es nicht günstiger gewesen beim Phenom 2 zu bleiben und dir gleich eine neue Highend (single) Grafikkarte zu kaufen?

Zitat:
Das thema mit dem Aufwerten älterer Titel ist so eine sache..
Manche erlauben keine Mods
Manche haben keine Mods
Manche laufen schlecht mit Mods.
Und die wenigen die Solche Mods haben / unterstützen sind rar.


Das geht natürlich nicht bei allen Spielen, klar. Aber bei manchen macht's so Spaß. Selbst das alte HL2 (inzwischen 11 Jahre alt!!!) sieht auch heute noch gut aus und lässt sich aufmodden. Selbst für das uralte HL 1 gibt es Black Mesa und das sogar kostenlos. Unbedingt mal ausprobieren :)

Anderes Beispiel ist Skyrim: Dafür gibt es etliche Mods:
http://www.onlinewelten.com/games/the-elder-scrolls-v-skyrim/specials/besten-skyrim-mods-geheimtipps-dauerbrenner-8862/
Auch wenn man das schon mal durchgespielt hat, lohnt es sich erneut. Hab ich aber noch nicht ausprobiert.
Zitat:
Ich hoffe dennoch, dass Spieleentwickler sich nicht zu viel auf User mit Älterer Hardware und sich mehr auf die Weiterentwicklung der Inhalte konzentrieren.
Wer nicht mitzieht, muss halt bei Titeln bleiben, die für seine Hardware gemacht wurden.

Naja, da sind wir halt unterschiedlicher Meinung, wie schon gesagt.

Nächste Karte wird wohl eine HD 7970 oder etwas ähnliches. Mal schauen, was ich günstig bekommen kann. Die restliche Hardware bleibt erstmal.
Bis dahin spiel ich erstmal Witcher 2 und einige andere Titel; ein gutes Spiel zeichnet sich nicht nur durch hohe Grafikanforderungen aus.

Grüße, Mofi.

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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Mo 8. Jun 2015, 18:10 
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Die 7970 ist mit 250W max angegeben, die alte 5870 mit ~188W
die R9 285 ist recht günstig wenn man bei AMD bleiben will und hat auch nur ~190W max TDP

Und das W3 nicht besser aussieht kann auch daran liegen das die alte Karte AMDs Hairworks nicht unterstützt.

Ich bin letztes jahr von meinem AMD Phenom X6 1090T auf den Intel i7 4790K umgestiegen (zwischen den beiden liegen einfach Welten in Sachen Performance) nur die Grafikkarte hab ich behalten GTX670-2G.
Allerdings wird die jetzt zum Flaschenhals, ich überlege mir die GTX980 oder die GTX980Ti zu holem um erst mal wirklich für die nächsten jahre ruhe zu haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Mo 8. Jun 2015, 18:59 
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Spezialgebiet: Müllverwertung, Pflanzen und Pilze.
Danke für die Infos, Mastermuffel. Die HD 7970 war erstmal nur eine Idee, hab mich mit der Auswahl einer neuen GK noch nicht wirklich beschäftigt; nur in dieser Leistungsklasse soll die neu Karte spielen. Andere kommen natürlich auch in Frage. Schön, das dich auch die Leistungsaufnahme interessiert, find ich schon wichtig.

Das "Hairworks" (und andere Effekte) lässt sich ausschalten. Aber auch ohne lässt sich W3 nicht vernünftig spielen.
Für ein Prozessorupdate bräuchte ich schon wieder ein neues Board und das will ich erstmal nicht.

Klar bringt ein Kompletupdate einen massiven Performanceschub, aber eine neuere (gebrauchte) Grafikkarte wird es demnächst erstmal richten müssen. Wär nur schön, Witcher 3 spielen zu können. Andere Titel sind dann locker drin.
Ich brauch nicht immer das allerletzte Spiel, es gibt auch ältere Titel, die noch auf meiner Liste stehen.
Cumputerupdate ist auch immer eine Geldfrage.

Grüße, Mofi.

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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Mo 8. Jun 2015, 19:40 
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Spezialgebiet: Mikrocontroller und Co
Schule/Uni/Arbeit: TU Dresden
Ich habe seit 2008 / 2009 meinen jetzigen Rechner und kann immer noch die meisten Spiele auf hohen Einstellungen spielen.
Jedes Jahr neuen Rechner halte ich für dumm. Klar habe ich auch aufgewertet, hab jetzt 8 statt 4 GiB RAM, ne HD6890 statt 5770 und zusätzlich ne SSD.
Macht in 7 Jahren 300€ dazu.
Und das obwohl ich nur nen AMD phenom II x3 habe (läuft auf 3,85Ghz).

Aber ich würde jetzt auch ne neue GPU suchen, z.b. die 285 oder die 290X sobald die 390(X) jetzt rauskommt sollte der Preis auch fallen und damit das ganze Lohnenswert machen (16. Juni).
Mit der CPU warte ich persönlich noch auf ZEN.

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Meine NEUE WEBSEITE: (Programmieren, E-Tech. und Co): http://fthiessen.de
Mein Linux-Projekt: http://ossc.bplaced.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Mo 8. Jun 2015, 19:46 
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Spezialgebiet: gammeln
Bei meinem alten X6 trotz offenen Multiplikator konnte ich von 3,2GHz nur auf 3,4 ohne stabi Probleme, und der war zu dem Zeitpunkt auch schon 4,5 jahre alt, 4 bis 5 jahre sollte eigentlich immer reichen, man sollte es halt nicht so ausreizen wie die Konsolen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Mo 8. Jun 2015, 19:57 
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Bin zwar kein Gamer, daher kann ich die Sache nur aus einem Blickwinkel beurteilen, aber ja, ich seh's auch als bedenkliche Entwicklung, nicht nur der Grafikwahn, sondern generell der Rechnerwahn. Sowohl ökonomisch als auch ökologisch. Ja, die Welt muss offenbar wirklich nobel zugrunde gehen. Habe selber mal auf der Computerbranche gearbeitet und es war einfach Wahnsinn, was da alles weggeworfen wurde. Meistens Geräte, die noch tiptop funktionierten, aber einfach "zu alt" waren. Oft genug kauften Leute, die gar keine schnelle Maschine benötigten, was Neues.

In den Anfängen der 80x86-Prozessoren konnte man den Wechsel der Maschinen irgendwie noch eher nachvollziehen als heute. Damals war von einem 386SX zu einem 486DX oder zu einem simplen Pentium noch ein Riesenschritt, der sogar noch bei einfachsten Office-Anwendungen Wirkung zeigte. Heutzutage scheinen die wirklichen Innovationen etwas auf sich warten zu lassen, denn beispielsweise in Sachen Taktfrequenz geht irgendwie nichts mehr weiter. Klar, immer mehr Kerne, aber der Rechner wird bei den simplen Anwendungen dennoch kaum schneller, weil die meist gar nichts anfangen können mit vielen Prozessoren.

Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass die vorgezogenen Entsorgungsgebühren massiv höher ausfallen sollten, sodass ein Neukauf sehr viel mehr schmerzt beim Portemonnaie und man sich auf das besinnt, was man hat. Es sollte so sein, dass auch ältere Maschinen ihren Wert länger behalten, damit der Abfallberg nicht mehr so drastisch zunimmt. Das Verursacherprinzip greift hier am besten, ebenso wie bei jeder anderen Form der Umwelt- und Ressourcenbelastung. Leider wird dies wohl ein Wunschtraum bleiben, denn die Realität sieht anders aus und es scheint, dass man die bestehenden Ressourcen lieber gedankenlos ausbeutet und dann alles auch bald wieder genauso gedankenlos wegwirft, statt etwas nachhaltiges zu produzieren, das dann auch was kostet und kosten darf :roll: Ziemlich armselig, diese Wegwerfmentalität, wenn Ihr mich fragt. Gleiches halte ich übrigens auch vom allgemeinen Handywahn...

Gruss kilovolt

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Alle Angaben meinerseits ohne Gewähr! Ich lehne jegliche Haftung für Personen- und/oder Sachschäden ab. Jeder ist für seine Sicherheit selber verantwortlich.

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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Mo 8. Jun 2015, 21:31 
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Danke für deine Meinung, kilovolt, ich sehe das ähnlich.
Zitat:
Bin zwar kein Gamer, daher kann ich die Sache nur aus einem Blickwinkel beurteilen, aber ja, ich seh's auch als bedenkliche Entwicklung, nicht nur der Grafikwahn, sondern generell der Rechnerwahn. Sowohl ökonomisch als auch ökologisch. Ja, die Welt muss offenbar wirklich nobel zugrunde gehen. Habe selber mal auf der Computerbranche gearbeitet und es war einfach Wahnsinn, was da alles weggeworfen wurde. Meistens Geräte, die noch tiptop funktionierten, aber einfach "zu alt" waren. Oft genug kauften Leute, die gar keine schnelle Maschine benötigten, was Neues.

Damit meinst du wohl Leute, die mit der Maschine nur arbeiten. Klar wird denen der letzte Schrei verkauft auch wenn Office und Co. schon reichen würden. Und dafür braucht man kein Performancemonster.
Zitat:
In den Anfängen der 80x86-Prozessoren konnte man den Wechsel der Maschinen irgendwie noch eher nachvollziehen als heute. Damals war von einem 386SX zu einem 486DX oder zu einem simplen Pentium noch ein Riesenschritt, der sogar noch bei einfachsten Office-Anwendungen Wirkung zeigte. Heutzutage scheinen die wirklichen Innovationen etwas auf sich warten zu lassen, denn beispielsweise in Sachen Taktfrequenz geht irgendwie nichts mehr weiter. Klar, immer mehr Kerne, aber der Rechner wird bei den simplen Anwendungen dennoch kaum schneller, weil die meist gar nichts anfangen können mit vielen Prozessoren.

Erinnert mich an C64 Zeiten. Die ersten Spiele waren sehr simpel, der C64 wurde 1982 erstmals verkauft. inzwischen (es gibt immer noch eine sehr lebendige Demoszene!) sieht die Grafik fantastisch aus. Beispiel:
https://www.youtube.com/watch?v=rEZGt7aaIG4
Zur Erinnerung: der C64 hatte 64kByte, nur zum teil nutzbares RAM und eine 8 bit CPU mit 1,0 MHz. zwischen den ersten Programmen und der heutigen Demoszene liegen Welten, obwohl die Hardware die gleiche ist.

Naja, heutige Computer lassen sich natürlich nicht mit dem C64 vergleichen, die sind zigtausendmal schneller.
Aber: Würden sich die Programmierer an durchschnittlicher Hardware orientieren wären auch Titel wie Witcher 3 machbar.

Es geht darum, Kohle zu machen. Darum werden Bedürftnisse nach neuer Hardware geschaffen und teuer befriedigt.
Leider bleibt der kleine Gamer mit seiner älteren Hardware auf der Strecke; auch wenn mehr möglich wäre.

Zitat:
Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass die vorgezogenen Entsorgungsgebühren massiv höher ausfallen sollten, sodass ein Neukauf sehr viel mehr schmerzt beim Portemonnaie und man sich auf das besinnt, was man hat. Es sollte so sein, dass auch ältere Maschinen ihren Wert länger behalten, damit der Abfallberg nicht mehr so drastisch zunimmt. Das Verursacherprinzip greift hier am besten, ebenso wie bei jeder anderen Form der Umwelt- und Ressourcenbelastung. Leider wird dies wohl ein Wunschtraum bleiben, denn die Realität sieht anders aus und es scheint, dass man die bestehenden Ressourcen lieber gedankenlos ausbeutet und dann alles auch bald wieder genauso gedankenlos wegwirft, statt etwas nachhaltiges zu produzieren, das dann auch was kostet und kosten darf :roll: Ziemlich armselig, diese Wegwerfmentalität, wenn Ihr mich fragt. Gleiches halte ich übrigens auch vom allgemeinen Handywahn...


Was meinst du mit vorgezogenen Entsorgungsgebühren? In D gibt es sowas nicht.
Ansonsten bin ich deiner Meinung. Es muss nicht immer der letzte Technikschrei sein, auch und vor allem bei Handys. Meins ist von 2011 und erfüllt noch seinen Zweck.

Ohne einen radikalen Politikwechsel wird sich an der gedankenlosen Ausbeutung der knappen Recourcen nichts ändern.
Aber führt das hier zu weit. Oder?

Grüße, Mofi.

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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Di 9. Jun 2015, 07:25 
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Hallo Mofi
Zitat:
Was meinst du mit vorgezogenen Entsorgungsgebühren? In D gibt es sowas nicht.

In der CH wird auf alles, was im Elektronikbusiness gekauft wird, eine äusserst geringe, vorgezogene Entsorgungsgebühr erhoben. Es ist so wenig, dass der Konsument davon eigentlich kaum was mitbekommt. Dafür darf man dann sämtlichen alten Computer- und Elektronikschrott kostenlos in die Verkaufsstellen zurückbringen und es wird fachgerecht entsorgt, statt dass es im Hausmüll landet oder im nächstbesten Wäldchen oder Fluss ;-)

Zitat:
Ansonsten bin ich deiner Meinung. Es muss nicht immer der letzte Technikschrei sein, auch und vor allem bei Handys. Meins ist von 2011 und erfüllt noch seinen Zweck.

Absolut. Meines ist noch älter. Weit entfernt von Smartphone und Co, aber, man höre und staune, die wichtigste Nebenfunktion ist implementiert, nämlich die Möglichkeit des Telefonierens :-)

Zitat:
Ohne einen radikalen Politikwechsel wird sich an der gedankenlosen Ausbeutung der knappen Recourcen nichts ändern.
Aber führt das hier zu weit. Oder?

Keine Ahnung, wie weit Dein Thread führen darf. Politische Diskussionen sind aber glaube ich eher nicht so gerne gesehen und abgesehen davon bringen sie meist auch wenig, weil ohnehin jeder seine Standpunkte unverrückbar vertritt. Ist also nicht viel anders als in der Politik selber :P

EDIT: Habe grad gesehen, es heisst richtig vorgezogene Recyclinggebühr, nicht Entsorgungssgebühr, ist aber das, was ich beschrieben habe.

Gruss kilovolt

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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Di 9. Jun 2015, 16:24 
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Beiträge: 501
Kenne mich zwar nicht aus in der Spiele-Szene, aber:
-Liegt der Flaschenhals beim entsprechnenden Spiel in der GPU-Leistung oder CPU? => Auslastung beider kontrollieren
-Manuelle Einstellungen, Kantenglättung etc kontrollieren?
-GPUs kann man auch übertakten, sehr wirkungsvoll, mach ich teilweise wenn ich meine alten Grakas fordere (HD6800 und HD5700 serie) beim Hashes rechnen, bringt > +10%
Bei ati (kenn nur fglrx unter linux) kann man es mit aticonfig auf der konsole machen:
aticonfig --adapter=0 --odsc=850,1100
aticonfig --adapter=1 --odsc=960,1300
RTFM sag ich da nur...
-southbridge kann auch der flaschenhals sein, da hilft nur neues board

Mein System ist auch relativ alt und läuft gut, außerdem ist es größtensteils aus Schrott zusammengebastelt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Di 9. Jun 2015, 16:42 
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Spezialgebiet: CW SSTCs
Schule/Uni/Arbeit: Physikstudium
Unter Windows einfach mit dem MSI Afterburner etwas an der Taktschraube der GPU drehen, falls die bremst.
Meine zweiter Hand recht billig erworbene R9 290X läuft auch auf 1150MHz statt 1000MHz stock absolut problemlos. Und, dank gutem Kühler, auch absolut lautlos :)

_________________
"A condition where insufficient dead time exists is a destructive condition."
Texas Instruments, TL494 Appnote, Kapitel 4.4.2

Du hast einen starken Rechner, brauchst ihn aber nicht immer? Du willst was Gutes tun? Dann falte mit uns!
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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Di 9. Jun 2015, 21:58 
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Meistens ist die Hardware ausreichend für die jeweilige Anwendung, nur die Entwickler haben es nicht so mit dem Optimieren.
Im Spiel meint man, sein Rechner würde noch mit Dampf betrieben. Doch die CPU / GPU auslastung schläft so bei 10-50%, und dass nur weil im Hintergrund ein Musikvideo läuft.

Siehe Spielereihe von Bohemia Interactive (Arma, DayZ (nicht der mod) usw.) Die laufen teilweise besser auf einem Langsamen Rechner, als auf dem Schnellsten.

Übertakten ist so eine Sache. Als ich noch den 1100T hatte, schaffte ich es Stabil auf 4ghz, auf Dauer.
Nur brachte mir das nicht mehr Leistung. Bsp. in Counter Strike: Source. Vorher 900fps, nach übertakten, nicht mehr als 200.
Klingt jetzt zwar übertrieben, wer brauch schon so viel fps.
Keiner. War aber schon interessant zu sehen.
Manche merken zwar den unterschied zwischen 60 und 120, manche nichteinmal zwischen 30 und 60.

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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Mi 10. Jun 2015, 16:05 
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Kannst du dir erklären warum das Übertakten kontraproduktiv war? hast du andere Einstellungen im Bios verändert und so vielleich ungünstige Taktverhältnisse produziert?
Mein x4+1 lässt sich noch etwas pushen, hab das aber mit Rücksicht auf den Stromverbrauch noch nicht gemacht.
Auch die HD 5870 ist nur leicht übertaktet (Treiber). Glaub nicht, dass es so viel bringt noch höher zu gehen.

Bei Witcher 3 komm ich in den niedrigsten Einstellungen jetzt auf 30 - 35 fps. Sieht aber nicht besonders gut aus. Mit mitleren auf etwa 25; mir zuwenig zum flüssigen spielen. Grund für den Unterschied zu vorher war im Treiber aktivierte Kantenglättung und anisotropische Filterung, hab ich übersehen.
Es lässt sich also spielen, ich bleib aber erstmal beim Witcher2, der läuft sehr flüssig.

Zitat:
Manche merken zwar den unterschied zwischen 60 und 120, manche nichteinmal zwischen 30 und 60.

Das kommt auch auf den Spieltyp an. In schnellen Schootern braucht es schon mehr als in Rollenspielen wie Skyrim oder Witcher, da ist auch 35fps noch in Ordnung. Mehr als 60 ist aber überflüssig, da kommen Auge und Hirn eh nicht mehr mit.

Grüße, Mofi.

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 Betreff des Beitrags: Re: Grafikhardwarewahn
BeitragVerfasst: Mi 10. Jun 2015, 18:43 
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Ach und hier noch ein Beispiel, wie sich ein älteres Spiel aufmöbeln lässt. Hab mir grad den Cinematic Mod für HL 2 runtergeladen:

Hier ein Vergleich, zum Anschauen Videoqualität hochstellen:

https://www.youtube.com/watch?v=OpxDB4MVT-I&list=PLp1157660uVLRdD1QGMmLSJRU3aLL6_2v&index=1

Half Live 2 ist von 2004 und sieht auch heute im Original noch gut aus. Der Cinematicmod 13 ist von 2013 und bringt die Grafik auf ein halbwegs aktuelles Niveau:

http://www.pcgameshardware.de/Half-Life-2-PC-16672/News/Finale-Cinematic-Mod-2013-FakeFactory-1142898/

Dafür braucht es keine besonders schnelle Grafikkarte, Hardware aus der Urzeit des Spieles ist damit natürlich überfordert ;)
Aber selbst mit einer kleineren Karte von 2013 lässt sich das problemlos in seiner ganzen Pracht spielen.

HL 2 hab ich schon 2 mal, naja nicht ganz :oops: gespielt. Mit dem Mod werd ich mir das noch mal neu vornehmen und endlich ganz durchspielen.

Probierts aus, HL2 ist eines der besten Spiele aller Zeiten.

Grüße, Mofi.

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