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BeitragVerfasst: Mi 28. Okt 2015, 14:34 
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Hallo!

Vor einiger Zeit habe ich mir den Unit-T UT390b Laserentfernungsmesser gekauft mit der Absicht, damit ein simples LIDAR-Projekt umzusetzen.
Das Prinzip ist einfach: Der UT390b wird auf eine Servomontierung gepackt, welche den Raum in abrastert. Für jede Richtung wird die aktuelle Ausrichtung (Kugelkoordinaten phi, theta) und jeweilige Distanz r zur Wand gespeichert.

Mit diesen (über Teraterm) gespeicherten Werten wird mein uralt Turbo-Pascal-Programm :headbang: gefüttert, welches diese 3-dimensionalen Werte 2-dimensional inkl. Gitternetz darstellt. Dies habe ich vor rund 15 Jahren geschrieben, um u.a. topographische karten zu erstellen. Für meine Heimatstadt Graz habe ich mittels Wanderkarte alle Gitterpunkte händisch abgelesen und eingegeben :aufsmaul:

Mittels Tastatur lässt sich die Blickrichtung, Vergrößerung und Verschiebung in x- und y-Richtung verändern. Ein aktuelles Programm mit ähnlichen Fähigkeiten habe ich leider nicht gefunden. Es gibt zwar schon Programme für die Darstellung räumlicher Gitternetze, allerdings müssen hierfür die x/y-Stützpunkte als regelmäßiges Raster vorliegen.

In meinem Fall sind aber die (x,y)-Punkte völlig unregelmäßig verteilt, da sie sich ja aus den Kugelkoordinaten (phi, teta, r) ergeben.

Das Auslesen der vom UT390b ermittelten Entfernungen funktioniert leider auch nicht problemlos. Er schaltet sich während des Messvorgangs mehrmals ab und muss händisch wieder gestartet werden. Weiters meldet er gelegentlich Fehler, welche auch nur durch Aus/Einschalten behoben werden kann. Benutzerfreundlich ist dies (noch) nicht :?

Ich werde wohl noch diese Kinderkrankheiten beheben, indem ich das Ein/Ausschalten im Falle eines Fehlers per Schalter realisiere.


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Zuletzt geändert von stoppi am Do 29. Okt 2015, 15:43, insgesamt 4-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mi 28. Okt 2015, 14:40 
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So, noch einige Bilder von der ursprünglichen Verwendung des Turbo-Pascal-Programms und der erste Test als 3D-Scanner.



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BeitragVerfasst: Sa 31. Okt 2015, 14:20 
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Habe die bereits angesprochenen Veränderungen nun umgesetzt. Die AAA-Batterien wurden gegen Holzdummies für die externe 3V-Spannungsversorgung inkl. Ein/Aus-Schalter ersetzt und die Fixierung des Entfernungsmessers wurde auch noch überarbeitet, sodass nun ein fester Sitz garantiert ist. Jetzt bin ich im Falle eventueller Abstürze oder Fehlermeldungen gewappnet, um den Messvorgang dann wieder ohne Probleme fortzusetzen.


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BeitragVerfasst: Sa 31. Okt 2015, 21:33 
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Epic Spam Warrior
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Beiträge: 3229

Spezialgebiet: CW SSTCs
Schule/Uni/Arbeit: Physikstudium
Immer wieder toll, deine Projekte zu sehen - Danke auch fürs Teilen!

Hat das Ding einen praktischen Zweck, für den du es gebaut hast, oder ging/geht es dir hier einfach um das Bauen an sich?

_________________
"A condition where insufficient dead time exists is a destructive condition."
Texas Instruments, TL494 Appnote, Kapitel 4.4.2

Du hast einen starken Rechner, brauchst ihn aber nicht immer? Du willst was Gutes tun? Dann falte mit uns!
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BeitragVerfasst: So 1. Nov 2015, 07:49 
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Beiträge: 776
Bitte, gerne ;-)
Bei meinen Projekten geht's mir eigentlich fast immer nur um die Umsetzung an sich. Mich reizt eine Sache und dann probiere ich sie möglichst einfach und günstig umzusetzen. Das ist für mich jedes mal eine Herausforderung, die mich eben reizt und antreibt. Ist (fast) jedes mal wie ein kriminalistisches Rätsel mit etlichen Rückschlägen aber auch tollen Erfolgserlebnissen. Aber das kennt hier eh fast ein jeder.
Hängt auch mit meinem Wissensdurst und der (wissenschaftlichen) Neugierde zusammen. Deshalb bin ich auch letztendlich Lehrer geworden und arbeite nicht an der Uni oder in der Privatwirtschaft. Da würde ich mich viel zu eingeengt fühlen ;-)
Obwohl die Resonanz seitens der Schüler, aber auch Kollegen lässt doch sehr zu wünschen übrig. Den meisten Schülern entlockt man nicht einmal mehr ein Boa und meine Kolleg(inn)en zeigen auch kein Interesse. Dafür soll ich am Tag der offenen Tür wenn's nach meinen Kolleg(inn)en ginge meine "nicht physikalischen" (Originalzitat :? ) Projekte nicht mehr zeigen, weil sie zu laut und publikumswirksam sind. Neid ist nicht zu unrecht eine der Todsünden...


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BeitragVerfasst: So 1. Nov 2015, 11:00 
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Beiträge: 1862
Wohnort: Südniedersachen
Hallo stoppi,

wieder ein sehr schönes Projekt von Dir!! Wie ich in den anderen Themen schon erwähnt habe, hätte ich
mir so einen Lehrer an der Schule wirklich gewünscht. Dass da wenig positive Resonanz kommt, ist mir eigentlich
ein Rätsel. Ich denke mal, dass es einfach die Unwissenheit der Kollegen ist und bei den Schülern das ständig
wachsende Desinteresse an solchen Dingen. Wohne selber aufm Dorf und hier merke ich auch ständig, dass man
mit "solchen Sachen" immer alleine ist. Die Interessen gehen hier nur in Richtung "guck mal mein neues Smartphone".
oder "lass uns mal saufen"... :|

Egal.

Zur Sache:

Kannst Du die Bilder mit den Gitternetzen invertieren? Ohne deine Hinweise hätte ich auf denen gar nichts erkannt,
einfach aus dem Grund, weil Teleskop und Sofa in der Ansicht für mich 'hinter' der Wand sind und nicht davor stehen^^

Könnte das ganze vielleicht noch besser werden, wenn man statt spärischen Koordinatensystem ein zylindrisches
benutzt und die Höhe des Lasermessgerätes mit einem stativ variiert? Also Gerät knapp unter der Zimmerdecke (Z-max.)
anbringen, Messung in der X/Y Ebene machen. Ein paar cm nach unten, erneute Messung usw.

Befindet sich das Gerät bei der Messung auf dem Boden, oder auf halber Raumhöhe?

Gruß, EB

_________________
Liebe Kinder, das Christkind hat eure Fotos und Posts auf Facebook gesehen - darum bekommt ihr dieses Jahr ein Wörterbuch und was zum Anziehen!


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BeitragVerfasst: So 1. Nov 2015, 13:15 
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Registriert: Mo 29. Mär 2010, 21:39
Beiträge: 776
Hallo EB oder wie Zero auch liebevoll zu sagen pflegt EBEBEBEBEBEB ;)

Der Scanner befand sich während der Messung am Boden. Von daher gibt es natürlich sehr viele Messschatten. Deine Idee mit Zylinderkoordinaten finde ich super. Hierfür müsste ich mir dann eine von einem Schrittmotor angetriebene Schiene mit Plattform basteln. Kleine und voll geräumte :hihi: Räume sind für meinen jetzigen Messaufbau nicht gerade ideal. Würde ich eine große Halle scannen (was ich ja mit dem UT390b auch bis zu 45 m kann) sähe dies schon deutlich besser aus.

Was die Probleme beim Erkennen der Strukturen betrifft, kann ich dir nur rechtgeben. Wenn man "falsch" auf das Bild schaut, scheint es tatsächlich nach hinten gestülpt. Ist fast wie bei den Stereobildern.... Deshalb auch die Hinweise "von links", "von rechts". Damit wird es schon einfacher und man erkennt das Sofa und das Teleskop.

Ich muss aber auch anmerken, dass dies meine erste Messung war noch ohne der externen Spannungsversorgung mit Schalter. Während der Messung musste ich nach Fehlermeldungen das Gerät rund 5-6 mal abnehmen und per Hand die Batterien kurz rausnehmen und wieder einsetzen. Dabei habe ich durch die noch sehr wackelige Befestigung die Ausrichtung des Entfernungsmessers mit Sicherheit deutlich verschoben. Erkennt man auch an dem Netz der Rückwand.

Durch die jetzige Schaumgummi-Holz-Halterung sitzt das Gerät sehr fest und kann sich durch Betätigung der On-Taste nicht mehr verschieben. Bei Fehlermeldungen habe ich jetzt eben auch noch den externen Schalter. Von daher dürften zukünftige Messungen deutlich präziser werden.

Was das Verhalten meiner Kolleg(inn)en betrifft ist dies aber reiner Neid. Unwissenheit schützt nämlich nicht vor Neugierde! Denn sie bekommen von "ihren" Schülern zu hören, warum nicht dies und jenes mit ihnen gemacht wird. Und weil sie diesbezüglich absolut nix vorzuzeigen haben, versuchen sie eben mich nach unten zu nivellieren, damit ihre Unfähigkeiten und mangelnder Forschergeist nicht zu sehr auffallen. Und um dies ein wenig auszugleichen, schimpfen sie sich dann auch noch "mehr Theoretiker". In solchen Situationen muss ich mich dann immer sehr zurücknehmen, denn deren theoretisches Niveau befindet sich aus meiner Sicht auf gleicher Höhe wie ihre nicht vorhandenen, experimentellen Fähigkeiten.

Ich habe mit deren Einstellung prinzipiell eigentlich kein Problem, soll ein jeder tun wie er möchte. Nur kommen sie eben mit meinem Einsatz nicht zurecht und anstatt selbst auch nur einmal aktiv zu werden (ich verbringe ja auch unzählige Stunden damit) diskreditieren sie den anderen. Ist ein eklatantes Armutszeugnis, aber so sind eben (leider) viele Menschen. Ich wäre indes froh, wenn ich auch nur ein einziges tolles Experiment von ihnen sehen würde (was aber eben noch nie der Fall war und dies bei rund 6 Kolleg(inn)en innerhalb von 15 Jahren...).


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