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BeitragVerfasst: Mo 4. Sep 2017, 11:37 
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Registriert: Di 28. Apr 2009, 00:03
Beiträge: 500
Hallo Leute,

ich hatte letztes Jahr hier einen FU gesucht gehabt für meine Vakuumpume RD-8 von Vacuubrand.
http://forum.mosfetkiller.de/viewtopic.php?f=25&t=62974

Inzwischen hat sich ein Mitsubishi S500 FR-S520SE Frequenzumrichter mit 0,75kW bei mir eingefunden.
Also den FU angeklemmt, Pumpe läuft erstmal an. Sobald sie jedoch Vakuum gezogen hatte, ließ sie sich nichtmehr starten.

Die Pumpe hat eine etwas eigentümliche Verschaltung: Der Motor ist im Stern, der Sternmittelpunkt wird als virtueller Null verwendet, mit dem man gewöhnliche 230V gegenüber einer der drei Phasen abgreifen kann. Mit diesen 230V wird nun das Ölventil, das Gasballast-Ventil sowie 2 Lämpchen, die den Status der Ventile anzeigen, geschaltet.

Diese Ventile laufen nun nicht mit den virtuellen 230V, denn was aus dem FU rauskommt, hebt sich im Sternmittel nicht zu einem sauberen Null weg. Also habe ich, wie von Alexander im vorigen Thread empfohlen, Die 230V-Komponenten vom Sternmittelpunkt abgelegt und ein zusätzliches Kabel mit 230V-Hausnetz in die Pumpe gelegt, um die 230V-Komponenten autark von den drei Phasen des FU betreiben zu können. Jetzt hört man die Ventile schalten und die Lämpchen funktionieren.

Mit dem FU läuft die Pumpe auch an (und munter immer weiter, auch, wenn sie gutes Vakuum zieht), und wenn sie gerade gelaufen war, kann ich sie auch wieder einschalten, indem ich den FU wieder starte. Mache ich den FU aber stromlos und versuche nun einen Anlauf der Pumpe, gibt diese nur ein helles, regelmäßig unterbrochenes Surren von sich und bewegt sich nicht. Die Leistung des FU müsste mehr als ausreichend sein; der Motor hat 0,3 kW und zuvor hatte ich einen 0,37kW-FU, mit dem die Pumpe auch schon, wenn auch sehr unzuverlässig, gelaufen ist.

Meine Frage lautet nun: wie ist zu erklären, dass die Pumpe mit dem FU nicht anläuft? Und was kann ich tun, damit ich doch noch an meinem Hausnetz die Pumpe betreiben kann? Die Pumpe ist ok, ich hab sie mal an die drei Phasen unseres Durchlauferhitzers gehängt, mit gutem deutschem Drehsaft arbeitet sie tadellos ...

Grüße,
Niko


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BeitragVerfasst: Mo 4. Sep 2017, 12:27 
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Registriert: So 25. Feb 2007, 09:50
Beiträge: 11777
Wohnort: Schweiz
Hallo Physikant

Könnte es nicht sein, dass der Frequenzumrichter Mühe hat, den Anlaufstrom des Motors zu bringen? Mag ja sein, dass die Leistung sonst stimmt, aber im ersten Moment zieht der Motor dann vielleicht doch etwas viel. Könntest vielleicht mal versuchen, den Anlaufstrom des Motors zu messen am Drehstromnetz des Durchlauferhitzers.

Beste Grüsse
kilovolt

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BeitragVerfasst: Mo 4. Sep 2017, 12:53 
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Registriert: Mi 14. Jul 2010, 22:00
Beiträge: 1513
Wohnort: Salzböden

Spezialgebiet: Kältetechnik, Frequenzumrichter, E-bikes
Der Motor in der Pumpe ist recht schwach dimensioniert.
Besonders wenn das Öl kalt ist hat das ganze Mühe anzulaufen, deswegen ja der überdimensionierte FU.

Von der Verschaltung her habe ich das bei meiner Pumpe so gelöst das man mit den beiden Schaltern ganz normal die Ventile an 230V schaltet.
Da bei einphasiger Speisung an dem Schalter für den Motor ein Kontakt unbenutzt ist habe ich dort die Freigabe für den FU angeschlossen.
Dieser bekommt unabhängig vom Rest 230V und ist dauerhaft mit dem im Dreieck geschalteten Motor verbunden.

Mein Motor war so belegt:
Bild

Das der Motor im Dreieck geschaltet ist essentiell.
Sonst passt die Spannungs/Frequenz Kennlinie nicht.

Wenn meine Pumpe kalt ist läuft sie auch erstmal rund 30sek mit reduzierter Drehzahl bis sie in gang kommt.

Ist die Parametrierung von dem FU vielleicht fehlerhaft so das der Sollwert bei null steht nach einem Stromausfall?
Oder ist eine besondere Funktion wie eine Gleichstrombremsung aktiv?
Kann man alles nur schwer sagen ohne den genauen Typen des Umrichters zu kennen.


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BeitragVerfasst: Mo 4. Sep 2017, 16:19 
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Registriert: So 21. Mär 2010, 04:32
Beiträge: 349
Ähhh, Hi

Wie kommst Du darauf, dass der Motor in Dreieck laufen muss? So kleine Motörchen sind fast Sicher 230/400 Motoren.
Selbst wenn das Aggregat zuvor für US-Betrieb gedacht war bekäme er niemals die 230V Hilfsspannung aus dem Sternpunkt.
Ich glaub viel eher, dass der FU möglicherweise falsch parametriert wurde. Möglicherweise die Motordaten zu knapp eingegeben wurden.
Aus denke ich, dass vom TE was falsch verstanden und angeklemmt hat denn STernpunkt zu einem Außenleiter (am Motor)gibt niemals saubere 0V.

Bastl_r


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BeitragVerfasst: Mo 4. Sep 2017, 18:09 
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Registriert: Mi 14. Jul 2010, 22:00
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Spezialgebiet: Kältetechnik, Frequenzumrichter, E-bikes
Bastl_r hat geschrieben:
Wie kommst Du darauf, dass der Motor in Dreieck laufen muss? So kleine Motörchen sind fast Sicher 230/400 Motoren.

Natürlich ist es ein 230/400 Motor, da es aber ein 230V FU ist muss das ganze natürlich im Dreieck geschaltet werden.
Die Hilfsspannung kommt aus dem Sternpunkt des Motors beim Betrieb an 400V, ich habe die identische Pumpe selber.

Bastl_r hat geschrieben:
Aus denke ich, dass vom TE was falsch verstanden und angeklemmt hat denn STernpunkt zu einem Außenleiter (am Motor)gibt niemals saubere 0V.

Nein aber recht genau 230V, diese werden dazu genutzt um die Lampen an der Pumpe leuchten zu lassen und noch zwei Magnetventile mit ein paar VA zu versorgen.
So muss man keine 400V Lampen und Magnetventile nutzen und spart sich auch noch den Steuertrafo.


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