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BeitragVerfasst: Fr 18. Aug 2017, 10:11 
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Hallo zusammen,

welches Material nehmt ihr um Liion-Akkus zu verbinden?
Entweder zum Löten oder zum Punktschweißen - vorzugsweise letzteres?
Dem sehr dünnen Nickelband (Hilumin) mit 0,1mm und 5 mm traue ich nicht allzuviel Stromverträglichkeit zu.
Es gibt auch 0,2 mm x 10 mm, das wären immerhin schon 2 mm2. Aber Nickel hat auch nur ca. 1/4 der Leitfähigkeit von Kupfer.
So 15 - 20 A sollte das schon vertragen können.

Was spricht eigentlich gegen Kupferband? Lässt sich evtl. schlecht punkten?


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BeitragVerfasst: Fr 18. Aug 2017, 16:41 
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Wenns mal schnell gehen soll und ich den Schweißtrafo nicht rauskramen will nehm ich Entlötlitze, ein Glasfaserstift, Flussmittel und ein 60W lötkolben. Geht super. Man sollte nur nicht zu lange die Zelle aufheizen, am besten eine Spitze draufstecken mit viel Masse. 250-300°C mit Pb60Sn38Cu2.

Hiluminband (nickel) lässt sich ebenfalls löten, das nahm ich für mein letzten 10s5p pack, ist einfacher als Entlötlitze und billiger.

Zum schweißen nehm ich das gleiche band, man sollte nur mehrere querstreben zu den zellen machen und nicht eine einzelne verbindung zwischen zwei Parallel packs. Dann ist der hohe widerstand von Nickel nicht so schlimm.

Kupferband wäre natürlich optimal, nur ob man es schweißen kann weis ich nicht. Könntest es ja mal versuchen.

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BeitragVerfasst: Fr 18. Aug 2017, 19:21 
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Danke, gamerpaddy :-)

Welches Hiluminband nimmst Du denn - von den Massen her?

Kupfer lässt sich nur sehr schwer punktschweißen, man braucht richtig viel Strom und am besten Wolframelektroden oder Wolframkupfer.
Vermutlich wird das für die Zellen zu heiß. Da wäre wohl löten besser. Verzinnst Du die Kappen der Zellen vorher?


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BeitragVerfasst: Fr 18. Aug 2017, 22:09 
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Ja, ohne verzinnen gehts nicht.

Erst versuchte ich 7x0.15 aber da war mein Trafo zu schwach. Heizte zu langsam und würde die zelle beschädigen. Sind ja nur 400-600A bei max. 25-50ms.
5x0.1 ging dann problemlos, seitdem nutz ich die.

Aber ich hab die Nickelbeschichtete Stahl version, nicht die reine Nickel version.

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BeitragVerfasst: Fr 18. Aug 2017, 23:38 
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Multi-kv hat geschrieben:
Danke, gamerpaddy :-)

Welches Hiluminband nimmst Du denn - von den Massen her?

Von Akkuteile zum Beispiel

Zitat:
Kupfer lässt sich nur sehr schwer punktschweißen, man braucht richtig viel Strom und am besten Wolframelektroden oder Wolframkupfer.
Vermutlich wird das für die Zellen zu heiß. Da wäre wohl löten besser.

Kupfer wird unsereins auch nur sehr schwer bis eher gar nicht schweißen können. Der einzige Werkzeugakku denich bislang mit Kupferverbindern gesehen habe ist der Eneracer von Bosch. Und da glaube ich auch eher, dass die mit einem Ultraschallverfahren verschweißt wurden da keine Wärmeeinbringung zu sehen ist. Die anderen Hersteller wie Metabo, die auf kupferlegierungen setzen verwenden Nickelbeschichtetes Material welches "herkömmlich" verschweißt wird.
Zitat:
Verzinnst Du die Kappen der Zellen vorher?

Vor dem Verschweißen würde ich aber keinesfalls verzinnen!

bastl_r


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BeitragVerfasst: Sa 19. Aug 2017, 13:30 
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Danke Euch beiden!

Klar - zum Punktschweißen sollte man nicht verzinnen :-) - aber zum Löten.

@gamerpaddy: 600 A reichen nicht für 0,15 mm Blech? Das sollte m.E. locker reichen. Wahrscheinlich ist dann die Schweißzeit zu gering oder die
Spannung für den Übergangswiderstand zu klein. Ich will das mit meinem Punktschweißgerät (bringt bis ca. 2,5 kA bei 4 V am Trafoausgang) eigentlich versuchen rein manuell zu regeln. Dafür würde ich dann einen Variac vorschalten, so dass ich vielleicht noch 1 V am Ausgang habe - muß aber erst mal experimentieren...
Hängt natürlich auch vom Querschnitt und Länge der Zuleitungen ab, den Elektroden und der Kontaktqualität der Elektroden.


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BeitragVerfasst: Sa 19. Aug 2017, 16:51 
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Die 600A wurden mit einem Zangen MM gemessen während dem schweißen. Ich hatte es länger versucht, 150-200ms doch dann fing die zelle an am deckel auszugasen.
Mehr energie in weniger zeit ist der schlüssel.
Meine leitung ist 25mm² 1m lang, am ende einfach in das Kabel 6mm Kupferbolzen reingehämmert. Müssen nach ein paar zellen halt jedesmal neu angeschliffen werden.
Ein Variac müsste ich mir wohl auch mal zulegen. Aktuell häng ich einfach ein paar Wasserkocher in Serie um die leistung zu limitieren.

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BeitragVerfasst: Sa 19. Aug 2017, 20:08 
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Interessant: 600 A für 0,2 s sind schon zu viel für die Zelle?
Dann muß man es manuell mit so einem Strom also gar nicht erst versuchen.
Die 25mm2 Leitung ist natürlich ein gewisser Schwachpunkt, da werden ca. 250 W drüber verbraten bei 600 A und bedeuten einen Spannungsabfall von ca. 0,4 V (je Leitung).

Wenn man den Vorgang stark beschleunigt wäre wohl eine große Elko-Entladung mit der entsprechenden Spannung eine Alternative.
Habe gehört, dass man für 0,1 mm Ni-Blech ca. 50 - 100 J Energie braucht - für 0,3 mm etwa 150 - 200 J - daraus könnte man die nötigen Parameter errechnen, wenn die Zeit eine Rolle spielt. Bei 30 V bräuchte man also ca. 0,3 F an Kapazität, bei 100 V ca. 30.000 uF - aber bei 100 V will man die Elektroden wohl nicht mehr in der Hand halten :shock:


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BeitragVerfasst: Sa 19. Aug 2017, 21:00 
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Merkt man, wenn man es in der Hand hält. Wird nache in paar Zellen doch recht warm. Obwohl es OFC ist, nicht CCA.
Lustig ist die magnetische wirkung auf andere Objekte. Werkzeug oder Abschnitte von diesem Band springen beim Impuls jedesmal gegen das Kabel.

Es gibt auch welche die nutzen diese HIFI Kondensatoren aus Autos (1..2Farad) dafür. http://www.turtlesarehere.com/html/cd_welder.html
Hätte noch 5..6 da mit je 2F, müsste ich auch mal ausprobieren.

edit:
https://www.youtube.com/watch?v=hPlcA3ePsFo
Das ding sieht aus (und hört sich so an) als wäre in der Spitze eine Elektrode die wie beim TIG Schweißgerät einen kurzen impuls abfeuert und das material an der stelle minimal schmilzt. Kurz genug um nix zu beschädigen und stark genug für 0.254mm Kupfer.

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