Der Thread der "kleinen Fragen"

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kilovolt
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9271 Beitrag von kilovolt »

Hallo Leute

ich möchte mich in naher Zukunft mit kapazitiven Spannungsteilern befassen. Ziel ist es, hohe Spannungen im Bereich von einigen hundert kV messen zu können, vorgängig mal mit Beschränkung auf DC und niederfrequente AC, später vielleicht sogar frequenzkompensiert, um auch Spannungen im Bereich von einigen kHz noch efassen zu können. Hat jemand von Euch Erfahrung mit kapazitiven Teilern für HV? Beispielsweise mit kapazitiven Spannungswandlern und deren Aufbau? Oder sonst mit kapazitiven Messungen und/oder Frequenzkompensation?

Mein Hintergedanke wäre ein Aufbau mit einer Reihe von hochwertigen 50kV-Doorknobs und Feldformern, evt. noch mit hochohmigen Widerständen parallel. Hat jemand von Euch schon mal sowas gebaut? Was mir Kopfzerbrechen bereitet ist die Dimensionierung und vorallem auch die Anpassung an ein verhältnismässig niederohmiges Messgerät. Eine Möglichkeit wäre vielleicht auch noch die Messung mit einer HV-Sonde am untersten Kondensator, damit der Teiler nicht gross belastet wird.

Danke und beste Grüsse
kilovolt
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Multi-kv
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9272 Beitrag von Multi-kv »

Hallo kilovolt,

Erfahrung habe ich mit dem Thema leider keine, aber vielleicht hilft das:
https://www.elektroniktutor.de/analogte ... eiler.html

Vermutlich weißt Du das aber alles schon ;)

Wenn ich es richtig verstehe funktionieren kapazitive Spannungsteiler eigentlich nur für AC?

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kilovolt
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9273 Beitrag von kilovolt »

Hallo Multi-kv

Danke für den Link und Deine Einschätzung. Grundsätzlich meine ich, müsste auch DC zu machen sein mit kapazitivem Teiler. Vermutlich müsste man aber schon hochohmige Widerstände parallelschalten, denn die Kondensatoren bleiben sonst noch einige Zeit geladen, auch wenn die zu messende Spannung sinkt. Tatsächlich kann man aber schon zwei Kondensatoren in Serie an eine DC-Quelle schalten und hat dann Einzelspannungen, welche umgekehrt proportional zum Kapazitätswert sind.

Naja, mal sehen, muss zuerst mal probieren, was mit nicht allzu hohem Aufwand überhaupt möglich ist. Das Problem ist, dass Feldformungselemente, wie beispielsweise Toroide, auch nicht gerade billig sind.

EDIT: Hast wohl Recht gehabt! Habe soeben in Deinem verlinkten Dokument nachgelesen, dass ein kapazitiver Teiler tatsächlich nicht für DC geeignet ist. Schade! Dann wird für mich diese Variante der Teilung kaum brauchbar sein :|

Beste Grüsse
kilovolt
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weiss-nix-kann-alles
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9274 Beitrag von weiss-nix-kann-alles »

Hai, weiss jemand ob es sowas gibt wie einen EMP Richtstrahl, also eine art Strahlerwaffe mit der Wirkung einer EMP Bombe?.

Es geht sich darum ein Radio aus der Ferne unbrauchbar zu machen ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen.

Also nicht so stark wie ne Atombombe, nur so stark das der Chip von einem Radio brutzelt. Die Entfernung wäre circa 5 bis 10m.

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Death
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9275 Beitrag von Death »

Wie kommt man den auf so eine Idee :hehe:

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Count-Doku
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9276 Beitrag von Count-Doku »

Hey,

Ich empfehle einen Richtstrahler aus einer Pringelsdose zu bauen und den vorne auf ein Magnetron zu flanschen. Dann das Magnetron aus einer Kondensatorbank mit einem kurzen Hochspannungsimpuls betreiben.
Sollte sehr gut funktionieren.

Lg,
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VDX
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9277 Beitrag von VDX »

... in USA gibt es eine "EMP-Panzerfaust", welche aus etwa 2km Entfernung die Elektronik eines Automotors zerschmoren kann.

Ansonsten noch die "EMP-Handgranate" -- praktisch ein dünner Plattenkondensator, auf etwa 25kV aufgeladen und die Platten mittig Außen mit etwas TNT bestückt - beim Zünden des TNT's erfolg der "Kurzschluß" von Innen nach Außen mit einer so hohen Geschindigkeit, daß eine EMP-Welle zur Seite hin abstrahlt, die ausreicht, alle Elektronik in 10-50m Entfernung zu schrotten -- das läßt sich bestimmt auch als "Richt-Ladung" konzipieren :twisted:

Viktor
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Frank-20011
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9278 Beitrag von Frank-20011 »

Hihi,

merkwürdiges was: ich habe eine neue LED Funzel gebastelt welche mit zwei getrennten Konstantstromnetzteilen betrieben wird gebaut...die NT sind von einer Firma mit Namen (glaube Philips war's) und neu.

Ich habe erstmal das Gehäuse für die NT aufgebaut und alles verkabelt, trocken d.h. ohne Verbaucher angeschlossen und beim Test wunderte mich ein seltsames Geräusch welches beide NT abgaben...sowas habe ich noch nie bei einem NT gehört, nicht bei analogen und erst recht bei Schaltnetzteilen.

Es ist nicht sehr laut, lässt sich aber dennoch auf 2m Entfernung von den NT in einem ruhigen Raum deutlich vernehmen...es erinnert zum einen an das unregelmäßige Klackern eines Relais, um anderen an ein Knarzen welches ein dickers Gummimantelkabel mit Gummi isolierten Einzeladern erzeugt wenn an es zwischen den Händern verdreht...also ein leises, knarzendes klackern....geschätzt 2-4 mal die Sekunde, beide zusammen.

Außerdem erzeugen die NT alles andere als die stabile U die angegeben ist: sie schwankt schnell zw. Werten von 20-60V (es sollen 24V sein) hin und her...sowas habe ich auch noch nie bei Schaltnetzteilen gesehen, weder bei Konstant-U noch bei Konstant-I.

Fällt jemandem was dazu ein-mich gruselt ja bei dem Geräusch...

Danke und Grüße!

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Thunderbolt
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9279 Beitrag von Thunderbolt »

Ich glaube konstantstromnetzteile mit offenem ausgang betreiben ist keine gute idee.

Das netzteil versucht ja seinen ausgangsstrom zu treiben, wenn die klemmen offen sind geht das nicht und die ausgangsspannung steigt. wenn alles gut läuft kommt irgendwann die überspannungs schutzschaltung und das NT schaltet ab (das dürfte das sein, was dafür sorgt, dass das geräusch nur 2-4 mal die sekunde auftritt).

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VDX
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9280 Beitrag von VDX »

... bei den alten SNT's wurde ausdrücklich davor gewarnt, sie ohne Last einzuschalten! ... hab' so ein paar defekte bekommen und dann aus den Teilen zwei wieder reparieren können ... die heutigen haben Sicherheitsbeschaltung oder gehen erst gar nicht an ... oder "klackern" eben, wenn sie in regelmäßigen Abständen den Ausgang prüfen.

Mein "kurzschlußfestes" 30V/10A-Labornetzteil ist nicht wirklich "kurzschlußfest", sondern schaltet bei 10A einfach ab! ... dann probiert es etwa im Sekundentakt den Strom wieder hochzufahren und schaltet wieder ab!! ... ist übrigens eine gute Möglichkeit, Laserdioden, die knapp 40A vertragen, zu testen -- "Puls" ... "Puls" ... "Puls" ... ... die Pulse sind alle genau gleich lang (etwa 30 Mikrosekunden) und gehen ziemlich genau bis 10A ohne Trasienten ;)

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Frank-20011
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9281 Beitrag von Frank-20011 »

Hallo,

jaja, wieder mal ziemlich schwacher Auftritt...danke, dass IHR mir immer wieder auf die Beine helft!

Grüße!

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Schwiftyscience
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9282 Beitrag von Schwiftyscience »

Hallo Leute,

kennt einer von euch zufällig ein bezahlbares Röhrenbauteil à la Ignitron mit dem ich 20 mF @300v bzw. 5 mF @600v für ne ETG schalten könnte?
bisher nutze ich ne aufmodulierte Zündung hätte aber bock für die Optik mal be Röhre zu verbauen

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Norbi
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9283 Beitrag von Norbi »

Was benutzt Ihr eigtl. so als Isolator um eure TO247/TO220/etc. von Kühlkörpern zu Isolieren?
Ich hab bis jetzt immer Glimmer+2x Wärmeleitpaste benutzt und dann eben so weiches Silikonpadzeug wovon ich mal einen viertel m² günstig gekauft habe; man will ja mit der Zeit gehen.

Nun ist mir bei dem Silikonzeug mal ein Kurzschluss zum Kühlkörper aufgefallen, das Zeug ist ja nicht so richtig Dimensionsstabil wenn ich die Halbleiter durchs Schraubenloch anknalle, an der Schraube wird es seitlich rausgedückt und am Silizium bleibts auf voller Dicke. Immer irgendwelche Klammerlösungen zu konstruieren die da mittig auf den Halbleiter nicht zu stark drücken ist mir irgendwie auch zu aufwendig.

Irgendwie bin ich kurz davor wieder ein dickes Paket Glimmer zu bestellen oder habt Ihr da eine bessere Idee was einem zwangahaften Festknallen entgegenkommt und evtl bessere Eigenschaften als Glimmer hat? Evtl. festere Silikonmatten? Vielleicht nen Link zum Bestellen parat?

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kilovolt
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9284 Beitrag von kilovolt »

Hallo Norbi

für TO247 nehme ich auch immer Glimmerscheiben und Wärmeleitpaste. Längerfristig ist dies meines Erachtens die beste Lösung und hat sich immer bewährt. Nur bei der Handhabung muss man halt jeweils etwas aufpassen, dass man die Glimmerscheibchen nicht biegt, sonst bekommen sie sofort Risse. Die ganzen Teflon- und Silikonlösungen altern schnell und leiten die Wärme schlechter ab als Glimmer.

Gruss kilovolt
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Re: Der Thread der "kleinen Fragen"

#9285 Beitrag von Multi-kv »

Wann immer es geht versuche ich eigentlich ohne solche Isolierungen auszukommen. Drain liegt ja meist nahe an der Masse und da ist es aus meiner Sicht unkritisch ob der KK etwas im Potential angehoben wird. Wenn es sich aber um den HV-Bereich handelt, kann man solche Kompromisse wohl nicht eingehen - es sei denn man weiß was man tut und sorgt dafür, das man nicht versehentlich an den KK langt im Betrieb. Von der Wärmeabfuhr dürfte das auch die bessere Lösung sein - aber eben halt nicht immer praktikabel. Aus den ja schon genannten Gründen würde ich ansonsten auch Glimmer vorziehen.

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