DIY Leitungswasser - Iontophorese

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kilovolt
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Re: DIY Leitungswasser - Iontophorese

#16 Beitrag von kilovolt »

Hallo Mofi

Mit mehreren Widerständen in Serie ist es halt einfach wahrscheinlicher, dass im Fall einer Überlast auch wirklich ein sauberer Unterbruch erfolgt. Es gibt vereinzelt Fälle, in denen ein Widerstand einfach ankokelt und dann aufgrund von verkohltem Material (Kriechstrecke) weiterhin mehr oder weniger leitet. Solche Szenarien sind zwar zugegebenermassen sehr selten, aber kann ja nichts schaden, zwei Stück in Serie zu nehmen. Die Dinger kosten ja kaum was und platzmässig sollte das auch nicht gross ins Gewicht fallen.

Beste Grüsse
kilovolt
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Lightsource
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Re: DIY Leitungswasser - Iontophorese

#17 Beitrag von Lightsource »

Wenn ich mir so überlege, was da elektrochemisch passiert, so denke ich, dass
hauptsächlich NaCl (also Kochsalz), das sich ja in "großen" Mengen in den Zellen
befindet, durch den Strom zersetzt wird.
Das bedeutet, dass am einen Fuß Chlorgas entsteht, und am anderen Fuß Natronlauge.
Das sind dann beides Stoffe, die ätzende Wirkung haben. Das wird man aber eher nicht
direkt als Verätzung spüren.
Als Alternative schlage ich dir vor, Chlorbleichlauge zu verwenden. In niedriger
Konzentration dem Wasser zugesetzt, müsste es die gleiche Wirkung haben,
ohne im Blut zu Vergiftungen zu führen. Zudem ist es ein starkes
Desinfektionmittel. Falls du nicht an Chlorbleichlauge ran kommst, kannst du
auch diese weißen Tabletten verwenden, die man zur Desinfektion von
Schwimmbädern verwendet. Da reichen dann ein paar Krümel.

Weiterhin kannst du noch Alaun probieren:
http://www.alaunwerk.de/alaun/anwend.html

Kaliumaluminiumsulfat und andere Alaune haben eine zusammen ziehende
Wirkung. Sie werden teilweise immer noch für dein Problem verwendet.

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Mofi
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Re: DIY Leitungswasser - Iontophorese

#18 Beitrag von Mofi »

Moin Lightsource.
Mir geht es eher darum, so ein Gerät selber zu bauen, das ist was anderes als Alusalze oder Desinfektion. Von Problemen durch Elektrolyse oder Verätzungen hab ich noch nichts gelesen, das Verfahren ist safe.
Wie gesagt, ich bastel was zusammen, wenn die Teile da sind. Dann melde ich mich wieder.

Edit: Gehäuserecycling, war mal ein Receiver...
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Grüße, Mofi.
Oh ja. So fängt es an. Aber der Weg von einem legitimen Verdacht zu blindem Verfolgungswahn ist weitaus kürzer als wir denken.
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Re: DIY Leitungswasser - Iontophorese

#19 Beitrag von Mofi »

Moin. Hab mir was zusammengehäkelt, und würde gerne eure Meinung hören.

Was ich als Versorgung nehme, ist noch nicht ganz klar. Vielleicht einen Trafo für medizinische Zwecke? So einer soll besonders sicher sein.
Spannung und Strom lässt sich mit einem kleinem Buck einstellen. Dahinter eine 50mA Feinsicherung mit einem 47V Varistor. Bei Überspannung leitet der Varistor, und die Sicherung spricht an. Als Schutz vor zu viel Strom möchte ich noch einen Widerstand einbauen. Da der Körperwiderstand variiert, wäre vielleicht ein Poti sinnvoll?
Hab's noch nicht fertig verkabelt, wollte erstmal eur Meinung hören.
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P1050587.jpg (168.39 KiB) 301 mal betrachtet
Grüße, Mofi.
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Paul
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Re: DIY Leitungswasser - Iontophorese

#20 Beitrag von Paul »

Moin,

einen Buck würde ich nicht verwenden. Lieber alles schön passiv. Was hälst du denn von der Batterie-Variante?

Gruß
Paul!
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Multi-kv
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Re: DIY Leitungswasser - Iontophorese

#21 Beitrag von Multi-kv »

Diese Billig-Buckconverter aus China funktionieren zwar meist recht gut (ich hatte noch nie Probleme), aber für so kritische Anwendungen würde ich sie wohl aus Sicherheitsgründen auch nicht verwenden. Bei den genannten Absicherungen ist das Restrisiko vermutlich gering, aber eine rein Batterie-beriebene Variante scheint mir auch sicherer, insbes. wenn man solche Batterien verwendet, die gar keine allzu großen Ströme abgeben können. Letztendlich ist es eigene Ermessungssache ;-)

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