Bipolares Netzteil

Für Netzteile, NF-/HF-Verstärker, Reparaturen und allgemeine Elektronikprojekte.

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Lightsource
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Bipolares Netzteil

#1 Beitrag von Lightsource »

Bringt es einen Vorteil, und wenn ja, welchen, wenn man für die positive und die negative Seite eines Netzteils
jeweils einen separaten Gleichrichter nimmt, und erst hinter den Spannungsreglern
die Massen zusammenführt?

http://bilder.hifi-forum.de/max/76439/n ... 153300.gif

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VDX
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Re: Bipolares Netzteil

#2 Beitrag von VDX »

... ja, bringt es -- du hast ja erstmal zwei galvanisch völlig unabhängige Spannungen ... irgendwo mußt du die auf ein gemeinsames GND-Potential "zwingen" ... und je näher am Ausgang, umso weniger fangt das spätere "GND" sich Störrauschen ein ;)

Viktor
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Lightsource
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Re: Bipolares Netzteil

#3 Beitrag von Lightsource »

Danke.
Mit anderen Worten sind andere Lösungen eher mit Sparmaßnahmen begründet?

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Count-Doku
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Re: Bipolares Netzteil

#4 Beitrag von Count-Doku »

Das hängt sicherlich von den Anforderungen der nachfolgenden Schaltung ab.

Viele Schaltungen brauchen keine bipolare Versorgung. Dann wiederum benötigen viele nicht unbedingt diese Sauberkeit, oft reich ein Trafo mit Mittelabgriff, einem Gleichrichter und nur 2 Spannungswandlern aus.

Die von dir gepostete Schaltung sorgt sich halt sehr für die "sauberkeit" der Ausgangsspannung, daher die getrennten Wicklungen, Gleichrichter. Dann die vorgeschalteten 7918 Wandler, gefolgt von einem Filter (die 2 Induktivitäten) und dann noch ein Linearregler (7815). Siehe auch die ganzen großzügig dimensionierten Kapazitäten.


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Lightsource
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Re: Bipolares Netzteil

#5 Beitrag von Lightsource »

Eigentlich hatte ich gefragt, weil ich gerade fast am Verzweifeln war, weil ich komische Störungen
auf dem +5V Zweig meiner eigenen Schaltung hatte. Inzwischen habe ich heraus gefunden, dass
die Störung von außen kommt. Auch ein zweites Oszi empfängt diese Störung aus dem Raum.
Die LED Lampen hatte ich schon mal aus gemacht. Trotzdem. Ob es der PC ist habe ich noch nicht
getestet. Kennt ihr so ein Signal? Ich weiß, das ist vielleicht eine komische Frage, es gibt ja unendlich
viele Störungen.
Dateianhänge
Stoerung.jpg

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Count-Doku
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Re: Bipolares Netzteil

#6 Beitrag von Count-Doku »

Ich bin recht sicher, dass dein Rauschen (@19.5, 46.9, 500, 999MHz) nicht vom Netzteil kommt. Die Netzfrequenz und Trafos sind ja eher bei 50Hz rum. Selbst Schaltnetzteile bleiben locker unter den genannten Frequenzen.

Da scheint irgendwas in der Nähe recht stark zu senden. Hast du / deine Nachbarn vielleicht PowerLink / DLAN? Diese LAN über die Stromleitung Lösungen sind bekannt dafür hohe Frequenzen auf die Stromleitung aufzubringen (um die Daten zu übertragen), die dann von den Leitungen recht stark abgestrahlt werden, weil sie ja nicht geschirmt sind - alle Stromkabel werden dann zu einer Antenne.

Alternativ mal schauen, was sich so bei den Frequenzen aufhält, könnten auch Sachen wie Schnurlostelefon oÄ. sein. Ist deine Schaltung von den Kabellängen so groß, dass du dir darüber was einfängst?

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Multi-kv
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Re: Bipolares Netzteil

#7 Beitrag von Multi-kv »

Das sieht tatsächlich nach irgendwelchen Radio-/Funkfrequenzen aus.
Hast Du da evtl. ein paar Amateurfunker in der Nähe?
Die 46,9 MHz liegen im Bereich 6m Band, die 500 MHz im Bereich von DVB-T, die 999 MHz im Bereich Flugnavigation/Radar-Bereich.
Evtl. ne Funkwetterstation oder ähnliches in der Nähe?
Die Amplituden sind ja auch sehr weit unter dem eigentlichen Signal...


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Lightsource
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Re: Bipolares Netzteil

#8 Beitrag von Lightsource »

Danke für eure Mithilfe. Es hat sich heraus gestellt, dass es der
Rasberry Pi war, der gerade mal 1m hinter der Schaltung liegt.


muemin
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Re: Bipolares Netzteil

#9 Beitrag von muemin »

Wenn ich ein Netzteil in einem eingeschweisstem Kunststoffgehäuse habe : AC
Das Kabel aber nur 2 Drähte hat, wie komm ich an GRD ran ?
Konkret : AudioVerstärker der AC GRD AC - Anschluss hat !!!!

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gamerpaddy
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Re: Bipolares Netzteil

#10 Beitrag von gamerpaddy »

garnicht, zumindest nicht wenn du leistung brauchst für zb. Verstärker.
du brauchst ein trafo mit mittelabgriff

zb. dieser mit 2x 24V.
https://www.ebay.de/itm/174124549040

Für wenig leistung kann man Widerstände nehmen und den Massepunkt anheben, einen 7660 IC nehmen um das negative rail zu erzeugen oder mit op-amps arbeiten.
https://tangentsoft.net/elec/vgrounds.html
:wurst:


muemin
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Re: Bipolares Netzteil

#11 Beitrag von muemin »

Mensch, das ist mal Intressant: virtueller Boden. Danke für deine Mühe

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