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 Betreff des Beitrags: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Mi 9. Aug 2017, 16:14 
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Moin.

Ich habe immer noch keinen Trenntrafo für den Variac. Aber viele MOTs.
Dem einen fehlt schon länger die HV Wicklung, einen 2ten hab ich entbeint.
Nun hab ich die HV Wicklungen durch 2x 4 Windungen 10 Quadrat Kabel ersetzt.

Bild

Kann das so funktionieren? Hab es noch nicht ausprobiert. Optimal ist das sicher nicht. Aber als Schrottbastelei?

Grüße, Mofi.

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Unkraut ist das was da wächst, wo es nicht hingehört.
(Peter Lustig)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Mi 9. Aug 2017, 16:39 
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Ob das mit der Sättigung so hinhaut. Könntest du nicht versuchen die Schalen zu trennen und beide Primärwicklungen in einen trafo zu quetschen?

Zwei HV Sekundärspulen zusammen würde womöglich genauso gut funktionieren.

Test es mal und berichte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Mi 9. Aug 2017, 20:56 
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Hallo Mofi

Vermutlich funktioniert das Konstrukt unter Leerlauf oder mit sehr geringer Last zufriedenstellend, aber Du kannst nicht davon ausgehen, dass es mit Leistungen von mehreren hundert W noch immer gut funktionieren wird. Ich habe mal diverse Versuche mit MOTs angestellt in dieser Richtung, weil ich eine potentialfreie Spannungsquelle für meine Messwandler wollte, da damit dann eine Serieschaltung von vier Wandlern möglich gewesen wäre. Ich habe allerdings die HV-Wicklungen auf den MOTs draufgelassen und dann diese miteinnader verbunden. Es hat leider sehr schlecht funktioniert. Bereits unter schwacher Last sackte die Spannung nach zwei MOTs erheblich ein, sodass die Sache für mich nicht mehr interessant war.

Die Problematik besteht darin, dass die MOTs magnetische Shunts haben und daher nicht sehr spannungsfest sind resp. hohe Verluste verursachen. Würde man das mit leistungsstarken, eng gekoppelten Ringkerntrafos machen, hätte man wohl bis zur thermischen Leistungsgrenze der Trafos keinen nennenswerten Spannungseinbruch.

Beste Grüsse
kilovolt

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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Mi 9. Aug 2017, 22:07 
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[quote="kilovolt"

Die Problematik besteht darin, dass die MOTs magnetische Shunts haben und daher nicht sehr spannungsfest sind resp. hohe Verluste verursachen. Würde man das mit leistungsstarken, eng gekoppelten Ringkerntrafos machen, hätte man wohl bis zur thermischen Leistungsgrenze der Trafos keinen nennenswerten Spannungseinbruch.
t[/quote]
Die magnetischen Shunts, die beiden Eisenstücke zwischen Primär- und Sekundärwicklung kann man doch problemlos austreiben.
Das Problem wird eher sein, dass die Trafos auf Kante konstruiert sind und daher nicht auf Dauer Leerlauffest sind und heiß werden.

bastl_r


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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Do 10. Aug 2017, 08:19 
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Interessante Konstruktion, Mofi :)
Habe erst nicht verstanden, was das Ziel ist, aber nun ist mir klar, Du willst die beiden MOTs elektromagnetisch koppeln (über das 10mm2 Kabel)
und sie so als Trenntrafo verwenden, richtig?
Ich fürchte auch, das die Kopplung nicht besonders gut sein wird und damit die Effizienz recht bescheiden, aber grundsätzlich sollte das doch für
schwache bis mittlere Lasten o.k. sein. Probiere doch einfach mal aus, wieviel Leistung Du darüber schicken kannst ohne das die Dinger zu heiß werden.
Ich könnte mir vorstellen, das es für einige wenige 100 W reichen müßte.
Bei 400 W und angenommenen 1V/Wdg. hättest Du allerdings auf der Kopplungsseite ca. 100 A, die sich durch das 10mm2 Kabel quetschen müssen,
das wird dann relativ schnell heiß, sollte aber für ein paar min. funktionieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Do 10. Aug 2017, 09:51 
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Hallo Bastl_r

die magnetischen Shunts können unterschiedlich ausgeführt sein. Bei den MOTs kann man gemäss meinen Erfahrungen nirgends was entfernen. Möglich, dass die weiche Kennlinie der MOTs mit einem künstlichen Luftspalt zwischen den Eisenblechen bewerkstelligt wird. Auf jeden Fall habe ich noch keinen gesehen, der aus einem MOT einen spannungssteifen Transformator gemacht hätte. Es wird daher bei höheren Leistungen nicht vernünftig funktionieren, selbst wenn man die bestehenden HV-Wicklungen miteinander verbindet, das kann ich so gut wie garantieren, eben darum, weil ich es selber auch schon versucht habe, mit vernichtenden Ergebnissen. Wie gesagt, bei Leerlauf oder sehr kleiner Last mag es halbwegs funktionieren, spätestens ab einer Last von einigen hundert W wird die Ausgangsspannung jedoch massiv einbrechen.

Gruss kilovolt

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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Fr 11. Aug 2017, 14:04 
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Moin!

Hab das Konstrukt inzwischen getestet. Leider nur mit einem 700W Toaster, hab nix anderes. Es ist so, wie ihr sagt. Die Spannung bricht auf 170V ein und das "dicke" Kabel wird gut warm. Hab grad keine Idee, womit ich eine kleinere Leistung vernichten kann.
Aber im Prinzip und für kleinere Leistungen scheint es zu funktionieren.

Mit dem magnetischen Shunt meint ihr diese kleinen Blechpakete?

Bild

Die könnte ich wahrscheinlich rauskloppen.

Grüße, Mofi.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Fr 11. Aug 2017, 14:21 
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Ja genau die.

Was sagt denn die Spannung am Blauen Kabel im leerlauf und unter last?
Wenn es heiß wird liegt es wohl an dem hohen Strom bei der Niedrigen Spannung, bei den paar Turns sind das womöglich nur 3..5V, da bleibt nach den Resistiven verlusten am Kabel bei 700W (100..200A) ..nicht viel am andere ende übrig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Fr 11. Aug 2017, 15:48 
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Moin Gamerpaddy.

Die Spannung kann ich nicht (einfach) messen, da ich beide Wicklungen aus einem Stück Kabel bestehen.
Ja, klar die Spannung ist klein und der Strom hoch. Anders geht es aber nicht.
Die genauen Werte sind nicht wichtig, weil ich am Aufbau nichts mehr ändern kann oder eher will.
Wie gesagt, ist eine "Schrottbastelei". Die beiden Trafos lagen rum, das Kabel hat 3€ gekostet.
Wenn ich damit 300 - 400W übertragen kann, reicht mir das völlig.
Grüße, Mofi.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Fr 11. Aug 2017, 18:44 
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Spezialgebiet: gammeln
Kannst du nicht einfach die Messspitze/oder ne Nadel mit Kroko durch die Aderisolierung pieken? Für den 2ten kontakt zum messen


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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Fr 11. Aug 2017, 19:02 
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Hallo Mofi

interessant, das ist dann wohl der erste MOT, bei dem ich die magnetischen Shunts mit eigenen Augen sehe, wow :shock:
Du könntest das Setup ggf. noch geringfügig verbessern, wenn Du die gezeigten Blechpakete rausschlagen würdest und beim zwieten MOT eine Windung wegnehmen würdest.

Beste Grüsse
kilovolt

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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Fr 11. Aug 2017, 19:14 
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@kilovolt: Meine MOTs sehen alle so aus. Ist das vielleicht ein Unterschied zur Schweiz?
Würd mich aber wundern...
@Mastermuffel: Ja, das könnte ich machen, ändert aber nix am Aufbau. Und den will ich nicht ändern.

Grüße, Mofi.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Sa 12. Aug 2017, 12:26 
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Beiträge: 150
Wohnort: Arsch der Welt

Spezialgebiet: Headbangen
Hallo,

ich habe hier auch noch einen MOT bei dem man von außen an die Shunts gelangen kann:
Dateianhang:
Shunts.jpg

Was ich allerdings so noch nie auf einem MOT gesehen habe, ist das auf dem "Typenschild" sogar die Phasenverschiebung drauf steht:
Dateianhang:
Typenschild.jpg


Grüße
deathmetalhead


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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Sa 12. Aug 2017, 18:35 
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Registriert: So 21. Mär 2010, 04:32
Beiträge: 399
Der MOT ist wohl auch nicht aus einer billigen Mikrowelle. Mit 1500VA ist das schon ein etwas größerer der eher aus einem Gastrogerät stammen könnte.
Normalerweise ich da bei ca 1000VA schluß.

Genau die zwei Eisenstücke meinte ich. Die sind bei allen Mots dringewesen die ich gesehen habe. Bei mir in der Garage steht auch noch einer mit genau diesen Shunts.
Ohne dürfte allerdings die Leerlaufaufnahme noch höher steigen als sie eh schon ist weil die Induktivität abnimmt.

bastl_r


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 Betreff des Beitrags: Re: Ghetto Trenntrafo
BeitragVerfasst: Sa 12. Aug 2017, 21:57 
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Moin.
Die Blechpakete ließen sich leicht entfernen, viel besser, als die verklebten HV Wicklungen.
Hab auch im 2ten Trafo für eine höhere Ausgangsspannung auf 3 Windungen verkürzt und die beiden Trafos auf ein stück Sperrholz (natürlich vom Schrott) geschraubt.

Bild

Ausprobiert hab ich das aber noch nicht.

Wäre es nicht sinnvoll, statt diesem "Kunstgriff" einfach 2 x die gleiche Primärwicklung (und so wird eine zur Sekundärwicklung) auf den Kern zu schieben?
Das wäre dann ein normaler Trenntrafo. Kann ich aber nicht machen, weil ich keinen Trennschleifer habe.
2 Trafos parallel könnten dann auch den dopelten Strom liefern.

Soweit erstmal,

Grüße, Mofi.

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