Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

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stoppi
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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#106 Beitrag von stoppi »

Ist deine Nulllinie auch verschoben? Um diese wieder neu einzustellen, schalte oben die Kopplung auf GND und drücke den Taster Volt/div länger. Danach sollte die Nulllinie wieder passen...

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Bastl_r
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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#107 Beitrag von Bastl_r »

Die Nulllinie hatte ich bewusst nach unten verschoben weil bei kleinerem Messbereich die Amplitude das Fenster nach oben verlassen hatte. Denn das ist ja der für mich interessante Wert.
Ich werde heute Nachmittag noch einmal mit geerdetem Shunt experimentieren. Um Referenzwerte zu erhalten.
Dabei muss ich hat besondere Vorsicht walten lassen da mein Aufbau bislang kein Potential gegen Erde aufwies.

Zum Glück reden wir bei den Elkos von recht langsamen Entladungen. Ich las gestern Nacht in einem Artikel bei Springerlink wie mit Koaxialshunts in verschiedenen Ausführungen versucht wurde Nanosekundenimpulse korrekt zu erfassen. :tropfen:
Ich könnte mir auch vorstellen, dass bei komplett kurzgeschlossenen Leitungen die Amplitude noch deutlich höher aber auch kürzer wird da die Induktivität doch deutlich integrierend wirkt.

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stoppi
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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#108 Beitrag von stoppi »

Mit Nulllinie verschoben meinte ich den Umstand, dass eigentlich bei 0V Eingangsspannung diese auf der Höhe der seitlichen Markierung dargestellt werden sollte. Du erhältst ja vor dem Strompuls quasi eine dauerhaft negative Spannung. Doch deine Rogowskispule müsste doch vor und nach dem Strompuls 0V liefern oder?

Nach unten verschieben kannst du dann deine Nulllinie noch immer... ;)
Zuletzt geändert von stoppi am Do 4. Jun 2020, 08:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#109 Beitrag von Bastl_r »

Ich wüsste nicht woher die Rogowski eine Gleichspannung bekommen sollte.

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stoppi
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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#110 Beitrag von stoppi »

Eben... Deine Spannung liegt aber vor dem Strompuls auf konstanten -1.6V...

Stelle die Kopplung einmal auf GND und drücke Volt/div länger. Dann ist die Nulllinie bei 0V auch wieder bei der seitlichen Markierung.

So müsste es mMn eben aussehen:
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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#111 Beitrag von Bastl_r »

stoppi hat geschrieben:
Do 4. Jun 2020, 08:59
Eben... Deine Spannung liegt aber vor dem Strompuls auf konstanten -1.6V...
Der Marker auf der rechten Seite ist der Trigger
Links ist der für 0V.

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Thunderbolt
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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#112 Beitrag von Thunderbolt »

Ich glaube stoppi meint die rot eingezeichneten verschiebung links

vor und nach dem impuls sollte die ausgangspannung der rogowski-spule ja bei 0V liegen
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2020-06-04_22-22-17_vivaldi.png

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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#113 Beitrag von Bastl_r »

Du hast Recht.
Ich hatte Stoppis Beispielbild für meines gehalten :facepalm:
Mittlerweile habe ich das aber korrigiert und eine Messserie gemacht.
Einmal mit Rogowski und einmal mit Shunt.
Später mehr dazu.
Hier noch das letzte Bild mit 700V am 0,1mOhm Shunt gemessen.
IMG_20200604_212551.jpg
Und an 700V mit der Rogowski gemessen
IMG_20200604_210919.jpg
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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#114 Beitrag von Bastl_r »

Moin allerseits

Ich habe mit den erhaltenen Messwerten nun eine Tabelle erstellt.
Die Ergebnisse sind ähnlich wie bei Rapp. Ich habe ja 227 Windungen anstelle 200, aber die selbe Kapazität und Widerstand als Anpassung.
Ich denke, ich wickle mir noch einmal eine neue Spule mit dünnerem Draht und noch mehr Windungen.
Allerdings ist bei mir die Spreizung des errechneten Kalibrierwertes ein wenig zu groß so dass ich da noch einmal dran gehen muss und mir vor Allem mehr Zeit lassen muss.
Da ich die Spannung ja nur durch einstellen des Stelltrafos vornehme liegt der Zündzeitpunkt gerne mal ein paar Volt daneben.
Dann kommt auch noch der Umstand dazu, dass eine der beiden Hälften einen größeren Leckstrom aufweist und wenn ich warten muss bis die Gesamtspannung auf Wert X abgefallen ist sind die beiden Hälften natürlich deutlicher auseinandergelaufen wie wenn ich Lade und dann sofort Zünde.
Eine weitere Unsicherheit ergibt sich meiner Meinung nach durch die fortwährende Abnutzung der Hartmetallelektroden die ich zweimal nachstellen musste.
Tabelle Rogowski.png
Tabelle Rogowski.png (18.89 KiB) 568 mal betrachtet
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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#115 Beitrag von oglbi »

Das sind noch die 350V/116mF bzw eine Reihenschaltung aus der Haelfte? Knapp 50kA ist ordentlich.

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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#116 Beitrag von Bastl_r »

Hi
Ich habe nach den letzten Ausfällen nur noch ca zwei mal 150000μF in Serie.
Hier liegen mittlerweile über 40 ein einige Blitzelkos zu je etwa 1500μF herum die ich nicht mehr angeschlossen bekomme. :cry:

Im Moment mache ich eine Serie Messungen wobei ich die Elkos mit meinem HP6448B Speise. Damit ist die Wiederholgenauigkeit der Spannungen wesentlich präziser.
Allerdings werde ich im Anschluss nun die Elektroden tauschen müssen. Die letzten zwei.

Mal sehen vielleicht probiere ich wieder Kupfer zu nehmen. Das ist leichter erhältlich.

bastl_r

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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#117 Beitrag von Bastl_r »

Sodele. jetzt habe ich die Messreihe fertig.
Meine Frau macht inzwischen drei Kreuze wenn ich wieder ins Haus komme :tropfen:

Noch schnell die Tabelle erweitert.
Sieht konsistent aus, besser als gestern, aber... :dafuq:
Heute habe ich ca 50A/mV als Kalibrierwert :haufen:
Tabelle Rogowski_2.png

Mir war beim Aufzeichnen schon aufgefallen, dass beim Messen der Rogowskispule zunächst ein Peak in positiver Richtung erscheint der gestern nicht da war. Muss ich wohl noch einmal...

Heute
IMG_20200605_221039.jpg
gestern
IMG_20200604_210919.jpg

Meine Elektroden haben nun auch fertig. Die müssen nun in doppelter Hinsicht raus. Mir hat es heute nämlich zweimal meinen Schutzwiderstand an der Zündeinheit abgeschossen. Ich vermute mal, dass das Feuerchen nun zu sehr am Rand der Elektroden brennt. Zumindest habe ich keine andere Erklärung dafür. Ich wollte nach dem letzten 600V Schuss noch einen mit maximaler Spannung der HP6448B machen, aber da zündete zum zweiten Mal nichts mehr weil der Widerstand wieder futsch war.
Oder hat von Euch einer eine schlüssige Erklärung dafür?

Elektroden
IMG_20200605_221952.jpg
Zündeinheit mit Schutzwiderstand
IMG_20200605_221958.jpg

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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#118 Beitrag von oglbi »

Fixierst du die Rogowskispule mittig am Kabel (wegen Abweichungen durch Lage ungleichmaessiger Wicklungen/Geometrie) ?

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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#119 Beitrag von Bastl_r »

Äh, nein.
Sieht man an den Spulen zum Einhängen ja auch nicht.
Da ist dann ein Teil der Spule näher und der andere weiter weg.
Heute kann ich auch wieder Testen. Hab meine Elektroden der Funkenstrecke durch Messingbolzen ersetzt wodurch die Halter neu mussten.

Bastl_r

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Re: Capbank aus alten Blitzelkos in Betrieb nehmen

#120 Beitrag von Bastl_r »

Ich gebe die Geschichte mit der Funkenzündung auf.
War ne nette Erfahrung und hat viel Zeit in Anspruch genommen.
Außerdem macht die störende Hochspannung die Referenzmessungen mit dem Shunt vielmals zunichte. Auch die Messung der Rogowskispule wird immer wieder massiv gestört weil die Signalpegel noch wesentlich kleiner sind als mit dem Shunt..
Das Warum kann ich mir nur mit den ständig verändernden Parameter durch das Abbrennen der Elektroden erklären.

Die nun in Messingbolzen ausgeführte Variante brennt gegenüber dem Hartmetall so heftig ab, dass ich mit 700V vermutlich nach spätestens jedem zweiten Schuss nachstellen muss! Das traute ich mich heute nicht auszuprobieren. Sonst kommen doch noch mal die Nachbarn. :hauen:
Einhergehend fliegt von dem Messing so viel Material in der Gegend herum, dass ich den Aufbau der Wolframelektroden noch wesentlich besser verpacken muss weil dort nun Kriechstrecken entstehen die die Hochspannung teilweise ableiten.
IMG_20200605_212434.jpg
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IMG_20200611_173858.jpg
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