Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

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stoppi
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#46 Beitrag von stoppi »

Hier hat Bastl_r von Problemen mit Starkstromkabeln berichtet: viewtopic.php?f=4&t=64487&p=297921#p297921

Habe nun meine Kabel (35mm², 25mm² und 16mm²) so gut es ging (mit LM317 als Milliohmmeter) auch vermessen. Richtige negative Ausreißer habe ich nicht feststellen können außer bei dem dünnen, schwarzen Kabel, dessen Spezifikation ich nicht genau kenne (dürfte den Werten nach aber kein 16mm² sein).

Die beiden Voltmeter (https://www.ebay.com/itm/1PC-6C2-Rectan ... 2749.l2649) zur redundanten Spannungsmessung an der Kondensatorbank sind auch eingetroffen. Funktionieren soweit wie sie sollen.
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Bastl_r
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#47 Beitrag von Bastl_r »

stoppi hat geschrieben:
Mo 18. Mai 2020, 09:52
Hier hat Bastl_r von Problemen mit Starkstromkabeln berichtet: viewtopic.php?f=4&t=64487&p=297921#p297921
Hey! Danke für den Hinweis.
Jetzt weis ich warum ich die Strippen intuitiv aufbewahrt habe. :trollface:
Das gibt bestimmt wieder schwarze Flecken auf dem Pflaster der Garageneinfahrt. :hihi: :hammer:

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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#48 Beitrag von stoppi »

Hier ein Video von mir zum Thomsonschen Ringversuch...

P.S.: Den zeigen meine Schüler oft am Tag der offenen Tür. Am Boden versteckt ist ein Fußschalter, der vom Schüler nach einer bestimmten Zeit ungesehen betätigt wird. Den Besuchern sagen wir, sie müssen sich darauf konzentrieren, dass der Ring nach oben fliegt. Alleine durch ihre Gedankenkraft funktioniert dies dann auch meistens. Den erwachsenen männlichen Besuchers legen wir dann schon einmal ein Photo einer zartbekleideten Schönheit hin und geben die Aufgabe aus, nur an die eigene Frau zu denken. Dann fliegt der Ring natürlich gar nicht/erst sehr spät hoch... :trollface:
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#49 Beitrag von stoppi »

Die beiden Hochlastdioden sind auch heute angekommen, ganz schöne Trümmer :shock:

Aus den bestellten Alurohren bzw. der Aluleiste habe ich einmal je ein Projektil abgesägt. :tropfen: Zum Glück hatte ich auch noch 2 alte Festplatten (2.5 Zoll bzw. 3.5 Zoll) bei mir rumliegen. Die sind aber mMn ziemlich fragil und werden wohl bei der Beschleunigung nach oben brechen. Aber mal sehen...
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Bastl_r
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#50 Beitrag von Bastl_r »

Hi
Bin gespannt über die Ergebnisse deiner Versuche. :awesome:

Ich will jetzt nichts im Vorhinein schlechtreden sondern nur über die zu erwartenden Ergebnisse spekulieren.
Die Rohrabschnitte werden gegenüber einer direkt auf der Spule aufliegenden schlechter abschneiden.
Ein im Kern der Spule angebrachter Eisenkern wird, wenn überhaupt, nur marginale Verbesserung bringen. Grund: die eintretende magnetische Sättigung bei ca 1,5 - 1,7Tesla. Diese dürfte bei einem Entladeimpuls um ein Mehrfaches überschritten werden so dass das Eisen, anders als beim Thomson Versuch, nichts mehr verstärken kann. Dort ist es ja die Lange Zeit während derer das Rohr mit einer für das Eisen tauglichen Magnetisierung beaufschlagt wird.
Ich lasse mich aber auch gerne vom Gegenteil meiner Einschätzung überzeugen. ;)
Wird nach Thomson eigentlich DC oder AC verwendet?

bastl_r

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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#51 Beitrag von stoppi »

Das kann gut möglich sein, dass der Aluring deutlich schlechter abscheidet als eine Ronde. Andererseits ist der Luftwiderstand der Ronde deutlich höher, mal schauen...

Die Kondensatoren sind jetzt einmal verschraubt. Muss noch einen Stufenbohrer fürs M16-Loch der Diode besorgen. Für die Holzsockel der beiden Voltmeter kommt wieder Matador zum Einsatz. Die Voltmeter werde ich ja auf der mittleren Platte zwischen den Kondensatorreihen montieren...
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#52 Beitrag von stoppi »

Hier geht es auch langsam weiter, nachdem einige Hochlastwiderstände (6 Stück 2 kOhm, 50W) eingetroffen sind. Diese habe ich zum Entladen der Kondensatoren parallel geschaltet und ein Drahtende zum sicheren Handieren mit einem Filzstift verklebt. Den biege ich dann zum Entladen immer nach unten, damit der Draht die Aluleiste berührt.
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#53 Beitrag von oglbi »

Ich habe bei 400V/76mF einen fest montierten Widerstand im MOhm-Bereich immer drin. Das dauert zwar etwas laenger bis alles leer ist..aber funktioniert immer, verlaesslich und auch wenn ich nicht ueberall meine Finger durchstecke.
Vor 2 Jahren hatte ich mal an popeligen 14µF mit 640V gegriffen. Das war echt unangenehm. Seit jenem Tag hat alles was Kondensatoren hat (zb auch alle Stufen der Spannungsverdoppler) fest verbaute Widerstaende.
Elegant sind auch in Reihe geschaltete Gluehbirnen. Damit habe ich immer die Vortests vom Thyristor gemacht. Bei grossen Thyristoren reicht allerdings ein Strang 60W wegen dem hoeheren Haltestrom nicht aus. Da braucht man mindestens 2.


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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#54 Beitrag von oglbi »

Die analogen Drehspulmesswerke wollen senkrecht stehen.
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#55 Beitrag von stoppi »

@oglbi: Vielen Dank für deinen Hinweis. Damit man die Spannungen schneller im Blick hat, habe ich mich für die waagrechte Anordnung entschieden. Wenn dadurch die Anzeige einen kleinen systematischen Fehler aufweist, so kann ich damit leben. Wie man oben in der Abbildung sieht, stimmen trotz der falschen Ausrichtung Spannung und Anzeige recht gut überein.

Ad Entladewiderstände: Die Voltmeter haben einen Innenwiderstand von je 1 MOhm. Von daher sorgen sie automatisch auch für eine langsamere Entladung. Mit dem 300-Ohm Widerstandnetzwerk gehts natürlich deutlich schneller (rund 10 sek).

Habe die Thyristoransteuerung einmal fertig gelötet. Problematisch ist das teilweise Prellen des Tasters. Wie oft dies passiert, muss ich noch ermitteln und ggf. nehme ich statt des Tasters einen zuverlässigeren Schalter.
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Bastl_r
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#56 Beitrag von Bastl_r »

oglbi hat geschrieben:
Di 16. Jun 2020, 21:28
Die analogen Drehspulmesswerke wollen senkrecht stehen.
Der Verlust an Messpräzision wird bei der Anwendung Wurscht sein.
Viel mehr interessiert mich warum beide Instrumente am Minus angeklemmt sind.
Wenn jedes eine Hälfte der Bank anzeigen soll kann das nicht richtig sein.

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stoppi
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#57 Beitrag von stoppi »

Viel mehr interessiert mich warum beide Instrumente am Minus angeklemmt sind.
Die Voltmeter messen beide die (gleiche) volle Spannung an der Kondensatorbank...

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kilovolt
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#58 Beitrag von kilovolt »

Stoppi, wahrscheinlich liesse sich der Taster recht einfach entprellen, indem Du auf der linken Seite des Tasters gegen Masse einen kleinen Folienkondensator hinzuschaltest, so 100nF oder so, am besten noch mit einem kleinen Widerstand (100Ohm oder so) in Serie.

Kleiner Tipp noch zum Schema: Ich würde der Übersichtlichkeit halber darauf achten, dass der Signalfluss immer von Links nach Rechts stattfindet. Das ist eine Konvention, die überall so gehandhabt wird und sie macht echt Sinn, denn man überblickt die Funktion einer fremden Schaltung viel schneller, wenn man damit rechnen kann, dass Links immer (Signal)-Input ist und rechts immer Output. Du schreibst einen Text ja auch nicht zwischendurch mal von Rechts nach Links (zumindest wir hier in Europa nicht), sondern hältst Dich an die allgemein akzeptierte Vorgabe.

Beste Grüsse
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Alexander470815
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#59 Beitrag von Alexander470815 »

Mhm den Taster würde ich da raus optimieren, das wäre mir zu unsicher, einmal unsauber Zünden und der Thyristor kann durch sein.
Den Stromanstieg würde ich noch einmal in einer kleineren Zeitbasis anschauen, der Anstieg am Anfang ist absolut kritisch.
Wenn man den maximal möglichen Stromanstieg ausnutzen will empfiehlt der Hersteller >1A/µs, gerade weil deine Kondensatorbank ja mit einer recht hohen Spannung arbeitet.


oglbi
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#60 Beitrag von oglbi »

Bastl: Bei der Einbaulage mit den Achsen dachte ich eher daran dass die Lager das auf Dauer nicht moegen.
Stoppi: Daran hatte ich noch gar nicht gedacht dass das Drehspulmesswerk ein adaequater Entladewiderstand ist. Ich werde das bei mir einplanen. :)

Meinen Thyristor hatte ich mit ca 5A ueber den Taster (sollte 16A koennen) ettliche Male angetriggert und bekam zum Teil (wenn auch selten) richtig verkorkste Impulse.
Waere das jetzt irgendein beliebiger Thyristor waere mir das egal. Bei der zu schaltenden Leistung kann ich mir vorstellen dass der kaputt geht.
Ich bilde mir ein dass das mit dem Prellen mit einem Mosfet als Schalter weg war. Ist das wirklich so oder bilde ich mir das nur ein?

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