Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

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oglbi
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#16 Beitrag von oglbi »

Als ich das letzte Mal einen Thyristor 'normal' schaltete ging das in der Trockenuebung (400V ueber 2 Gluehbirnen) ein halbes Dutzend Mal gut .
Beim ersten mal mit Last (76000µF ueber 1m Kupfer) wurde der Thyristor zu ein Leiter.
Diesmal wollte ich ihn mit 10A ueber 10µF triggern. Weil wenn das Gate bei 10A erst nach 500µs kaputt geht dann sollten die 15µs Entladung eigentlich kein Problem sein.
Weil ich auf dem Oszi dann auch noch gesehen habe, dass mein Taster manchmal (wenn auch selten) prellt, wollte ich das ueber einen Mosfet schalten.
Ich habe aber genauso wenig Erfahrung mit Thyristoren und lasse mich da gerne, wenn jemand das anders macht, noch von abbringen.

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stoppi
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#17 Beitrag von stoppi »

10A Gatestrom hält der Thyristor wie du richtig schreibst nicht lange durch. Das Gate möchte ich eben über einen mechanischen Taster ansteuern. Und den werde ich mit Sicherheit 1/10 Sekunden betätigen. Von daher scheiden bei mir so hohe Gateströme schon einmal aus. Ich werde es mit einem 4 Ohm Vorwiderstand eben an 4.1V einmal probieren. Dann sollten um die 500mA fließen und die am Gate umgesetzte Leistung wäre rund 1W. Dies hält es doch deutlich länger aus...

Habe mich noch um die Flachspule gekümmert. Diese sollte in meinem Fall im Bereich um die 2-3 µH haben. Bei einer Kondensatorbank mit 10 mF und 700V Ladespannung erhalte ich laut Simulation Spitzenströme im Bereich von 10000A. Das sollte der Thyristor eigentlich laut Datenblatt noch locker schaffen.

@oglbi: Du hast ja auch einen TZ740n. Der ist dir schon einmal hopps gegangen?
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oglbi
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#18 Beitrag von oglbi »

Ich haette erwartet dass man es so macht. R1 ist so gross dass der Schalter beliebig lange geschlossen sein kann. R2 ist zur Strombergrenzung. R3 kann man sich wahrscheinlich sparen und den Schalter denkt man sich als Mosfet.

PS.
Ich habe noch beide TZ740. Mir ist erst ein kleiner MCD161 kaputt gegangen.
Ausserdem warte ich noch auf nuetzliche Warnungen.
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Multi-kv
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#19 Beitrag von Multi-kv »

Bei einer Induktivität im uH-Bereich sollte es wohl keine Probleme geben.
Aber wie hast Du einen Draht von 8mm DM auf 10mm Spulenkörper aufgewickelt, stoppi?
Selbst wenn es sehr flexibles Kabel ist, wäre das wohl kaum möglich - der Spulendurchmesser ist vermutlich 10 cm?

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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#20 Beitrag von stoppi »

So, die "etwas" stärkeren Kabel (35mm² bzw. auch noch 25 und 16mm²) und die beiden Thyristoren sind angekommen. Da wiegt einer fast 2 kg :shock:

Ist es eigentlich normal, dass ich zwischen Anode und Kathode des Thyristors einen Widerstand im bereich 7-10 MOhm messe?

Für den can-crusher habe ich mir auch noch 35mm² Kabel mit nur 6-7 festen Kupferadern besorgt, damit die Spule selbst ohne Träger die Form beibehält.
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#21 Beitrag von stoppi »

Zum Aufladen der Kondensatoren werde ich nun wohl doch auf Netzspannung zurückgreifen. Die ursprünglich zum Laden vorgesehenen 12V-390V Converter sind wohl mit ihren max. 40W viel zu mickrig.

Als Schaltung werde ich den Delon-Spannungsverdoppler umsetzen. Dioden kommen jeweils 3 Stück IN5408 (3A/1000V) in Serie zum Einsatz. Zur Strombegrenzung habe ich mir 3 Stück 100Ohm/100W Leistungswiderstände (https://de.aliexpress.com/item/32961299 ... 4c4d2KuudY) bestellt. Mit der Delon-Schaltung sollte ich eigentlich um die 650V erzielen, das passt dann schon. Zudem hat diese Schaltung den Vorteil, dass ich die beiden Etagen der Kondensatoren auf jeweils 325V gleich lade.
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Thunderbolt
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#22 Beitrag von Thunderbolt »

Hallo Stoppi,
stoppi hat geschrieben:
So 26. Apr 2020, 11:30
Als Schaltung werde ich den Delon-Spannungsverdoppler umsetzen. Dioden kommen jeweils 3 Stück IN5408 (3A/1000V) in Serie zum Einsatz. Zur Strombegrenzung habe ich mir 3 Stück 100Ohm/100W Leistungswiderstände (https://de.aliexpress.com/item/32961299 ... 4c4d2KuudY) bestellt.
Wie wäre es, statt der Leistungswiderstände auf eine kapazitive strombegrenzung zurückzugreifen?
10uF ergeben bei 50Hz etwas über 300 Ohm, der Vorteil wäre, dass das ganze kompakter wäre, und die kühlung für die Widerstände entfallen kann ;)


oglbi
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#23 Beitrag von oglbi »

Die einzigen Widerstaende die ich drinhabe sind Entladewiderstaende (bei Villard 90µF).
Ich habe die kleine Version (14µF) auch mal an einem Wechselrichter 300W betrieben.
Auch der hatte das hinbekommen. Die Schaltung hatte mit dem Wechselrichter, vermutlich wegen komischem Sinus,
aber ganz komische Schnattergeraeusche gemacht.

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Bastl_r
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#24 Beitrag von Bastl_r »

Hallo Stoppi

Mache, anstelle dem einen Widerstand an der Wechselspannung je einen vor oder nach den Dioden.
Denn wenn sich die Spannung über den Kondensatoren kurz umkehrt wichst dir der dabei pendelnde Strom die Dioden zusammen.
Wenn die Widerstände direkt an den Diode sind begrenzt der Widerstand den Strom auf unschädliche Werte.
Ich benutze die Widerstände, je einen im 19"-Rack eingebauten 10 Ohm 225W Widerstand auch zum Entladen der Bank.
In den Racks waren Schütze eingebaut an deren Öffner die Widerstände gegen Minus geschaltet wurden. Habe ich so umgebaut, dass ein Rack, das Obere weiterhin so arbeitet, das Untere jedoch gegen den Plus schaltet.
Ich muss das mal aufskizzieren sonst gibt das zu viel Schaltungsprosa.

Lange Rede kurzer Sinn: Du kannst das auch in einer einzigen Bank mit einem Schalter und zwei Wechslern realisieren. Darfst/solltest aber, aufgrund der hohen Gleichspannung, auch wenn sie lückend pulsierend ist, nicht unter Vollast schalten. Insbesondere die Entladung nicht vorzeitig beenden, da sonst vermutlich ein Lichtbogen zwischen den Kontakten brennen bleiben wird.

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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#25 Beitrag von oglbi »

Aufgrund von was dimensioniert ihr euer L?

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Bastl_r
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#26 Beitrag von Bastl_r »

oglbi hat geschrieben:
So 26. Apr 2020, 19:51
Aufgrund von was dimensioniert ihr euer L?
Ich hab halt gewickelt was ich hatte... ;)

Und hier auch die Auflösung meiner Schaltungsprosa.
Wenn der Schütz stromlos ist werden die Elkos entladen und gleichzeitig die Versorgung abgeklemmt.
Beim Zuschalten wird die Versorgung über die Widerstände angeklemmt und, das ist mir bei meiner Schaltung wichtig, der Rückimpuls durch die in Serie geschalteten Widerstände begrenzt.
IMG_20200427_182811.jpg
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#27 Beitrag von stoppi »

Ganz kann ich deine Schaltung nicht nachvollziehen. Wenn du die Kondensatoren entlädst, dann müssen doch alle 4 Schließer geschlossen sein. Und dann liegt ja die Versorgungsspannung auch an und ist nur über jeweils einer der Dioden kurzgeschlossen...

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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#28 Beitrag von L_B_S »

....geht mir genau so Stoppi. Wenn das Schütz stromlos ist, ist jeweils ein Ende der beiden Kondensatoren "offen", also abgeklemmt. Wie sollten die Kondensatoren sich dann entladen ?

Gruss
LBS

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Bastl_r
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#29 Beitrag von Bastl_r »

Ähhh :facepalm:
Falsch aufgemalt. :hauen:


Der Schließer muss zwischen Diode und Knotenpunkt Widerstand, wo es zum Öffner abgeht.
War zu sehr darauf fixiert dass die Ansteuerung genau über allen vier Kontakten liegt.
Ich fixe das nachher noch damit keiner auf die Idee kommt den Müll nachzubauen.

Edith sagt: damit die Beiträge passen hier auch nochmal dir korrigierte Variante.
IMG_20200427_182811.jpg

Danke fürs Aufpassen
Bastl_r

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Bastl_r
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Re: Experimente mit einer Kondensatorbank - can crusher/disc launcher usw.

#30 Beitrag von Bastl_r »

Hallo Stoppi

Mir ist gestern, beim erneuten Überarbeiten meiner Disclauncher-Spule eingefallen, dass ich noch irgendwo einen Spulenkörper mit einem Rest Flachdrahtwicklung "vergraben" bzw eingelagert haben müsste. Die bleibt, einigermaßen stramm und gesichert verlegt, auch an Ort und Stelle.
Mein 5x10mm Spule hatte, nachdem ich sie besser an dem Brett fixiert hatte, das Brett zerlegt. :balla:
Jetzt ist sie, noch besser fixiert, auf einem 30mm Buchenbrett fixiert.

Hier ist der Rest der Flachdrahtspule. 5x2mm. Nur das Kupfer, welches zusätzlich noch mit einem Band umwickelt ist. Wenn Du (oder auch jemand anders) davon Bedarf hast melde Dich.
Für meine Capbank ist der zu schwach. :hammer:
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Bastl_r

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