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BeitragVerfasst: Fr 8. Sep 2017, 12:01 
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Zwischen den Elektroden ist wohl immer ein fester Isolator - Luft alleine tut es nicht?


Meine ersten Ozongeneratoren habe ich auf dem Leiter - Luft - Leiter Prinzip gebaut, allerdings kann es hier immer wieder zu ungewollten entstehen von Lichtbögen kommen.

Entweder man dreht die Spannung runter, dann hat man wenig Output oder man dreht die Spannung rauf, dann hat man die Gefahr von Überschlägen und wenn genug Strom dahinter ist brennt dann ein Lichtbogen.

Wenn ein Isolator dazwischen ist, kann man mit der Spannung wesentlich höher hinaufgehen ohne, dass ein Lichtbogen entsteht.

Ich denke, dass ist der Grund, warum alle meine bisher gekauften Generatoren nach dem Leiter - Isolator - Leiter Prinzip aufgebaut sind.

Zitat:
Auf welcher Seite entsteht denn hauptsächlich das Ozon - auf der HV-Seite oder auf der Masse-Seite oder auf beiden (was ich vermute)?


Ich konnte noch keinen Unterschied entdecken - also nehme ich an auf beiden.

Zitat:
Und wo fließt bei der Glasröhre oben der Luftstrom, der dann mit Ozon angereichert wird?


Die Glasröhre mit den grünen Verschlüssen ist dazu da die Raumluft mit Ozon anzureichern - daher fließt die Luft außen.

Zitat:
Ich denke, die Elektrode die am meisten aufgerauht ist oder Unebenheiten hat (oder gar Drahtgeflecht oder ähnl.) erzeugt am meisten Corona- Entladungen und generiert damit am meisten Ozon, richtig?


Korrekt, auch wichtig ist, dass ein Luftspalt existiert, damit sich überhaupt eine Corona bilden kann - daher auch die Idee mit dem Versilbern der Innenseite (kein Luftspalt, keine Corona).

Zitat:
Muß mir auch mal spaßeshalber so ein kleines Experimentierteil bauen, da müßte doch so ein elektronischer OBIT ganz gut als Speisung funktionieren?


Ja, aber du kannst dir auch um etwa 20$ so einen Ozongenerator aus China bestellen (da hat man aber nicht den Spass am selber bauen.)

Zitat:
Die liefern ca. 10 kV eff. (15 kV Spitze) bei 20 - 40 kHz und je höher die Frequenz umso besser, oder?


Ja, je höher die Frequenz desto besser, weil die Energie leichter durch das Dielektrikum (Quartz, Keramik) hindurch kann - ist ja nichts anderes als ein Kondensator.

Habe gelesen, dass moderne Ozongeneratoren den Output nicht mehr über die Spannung regeln, sondern über die Frequenz.

Ich will noch wesentlich mehr Tests machen, habe aber schon bemerkt, dass sich bei tiefen Frequenzen und hohen Spannungen das Dielektrikum sehr stark aufheizt. Daher besser wäre eine hohe Frequenz und niedrigere Spannungen, um das Material zu schonen.


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BeitragVerfasst: Fr 8. Sep 2017, 12:48 
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Dann lag ich ja fast überall richtig mit meinen Vermutungen :-)

Selber bauen reizt mich hier schon mehr als so ein billiges China-Ding zu kaufen - so lernt man auch mehr und kann den Aufbau ein wenig variieren.

Statt das Quarzrohr von innen zu versilbern (was aufgrund der eher dünnen Schicht dann evtl. nicht lange hält) wäre auch ein möglichst gut passendes Edelstahlrohr hinein zu schieben. Es gibt da so Präzisionsrohre mit sehr geringen Fertigungstoleranzen, das wäre evtl. eine einfachere und bessere Variante.

Die Frage wäre auch, was ist das beste Isolatormaterial für den Generator? Zu gute Isolation wäre ja kontraproduktiv da dann keine Entladung mehr stattfindet. Glas- und Quarzrohre sollten eigentlich recht gut isolieren, dürfen also nicht zu dickwandig sein und sind damit dann wieder mechanisch empfindlicher. Keramikmaterial scheint ganz interessant, weil es ja etwas porös ist und irgendwo dann Lücken für HV lässt. Diese Plattengeneratoren scheinen ja überwiegend aus so einem Keramikmaterial zu sein und sollen wohl ganz gut Output liefern. Hier ist also ein weites Experimentierfeld :-)


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BeitragVerfasst: Sa 9. Sep 2017, 07:57 
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Zitat:
Selber bauen reizt mich hier schon mehr als so ein billiges China-Ding zu kaufen - so lernt man auch mehr und kann den Aufbau ein wenig variieren.


Ja die China Dinger sind nur gut, dass man sich Ideen holt - qualitativ hochwertig sind die nicht...

Selber bauen macht natürlich den meisten Spass.

Zitat:
Statt das Quarzrohr von innen zu versilbern (was aufgrund der eher dünnen Schicht dann evtl. nicht lange hält) wäre auch ein möglichst gut passendes Edelstahlrohr hinein zu schieben. Es gibt da so Präzisionsrohre mit sehr geringen Fertigungstoleranzen, das wäre evtl. eine einfachere und bessere Variante.


Ja, nur die Quartz Rohre haben auch Toleranzen - Angegeben mit einem ID von 8... Habe mir Messing Rohre mit einem AD von 8 gekauft, haben aber nicht gepasst - musste das ganze mühsamst zurechtschmirgeln... Bei Edelstahl wäre das noch viel mühsamer.

Da geht es um Toleranzen von 0,01 mm - also theoretisch ja...

Eine schnelle google suche nach "edelstahl rohr außen 7,95mm" hat nichts ergeben...

Zitat:
Die Frage wäre auch, was ist das beste Isolatormaterial für den Generator? Zu gute Isolation wäre ja kontraproduktiv da dann keine Entladung mehr stattfindet.


Ich wage mal zu sagen, dass es hier nicht auf die Leitfähigkeit des Isoliermaterials ankommt.

Ich habe so einen Ozongenerator mal mit reiner DC HV betrieben und die Spannung auf bis zu 40kV hochgejagt - es ist absolut keine Corona entstanden.

Das entstehen der Corona hat also nicht mit dem Ohmschen Wiederstand der Keramik oder des Quartz zu tun, sondern mit der Kapazität, die sich aus den beiden Leitern und dem Isoliermaterial ergibt.

Ich vermute daher, dass bei der Selektion des Isoliermaterial die Permeabilität die ausschlaggebende Sache ist.

Lg Andreas


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BeitragVerfasst: So 10. Sep 2017, 02:10 
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Multi-kv hat geschrieben:
Zwischen den Elektroden ist wohl immer ein fester Isolator - Luft alleine tut es nicht?

Hi
Es tut auch Luft. Nur dann kann die Feldstärke nicht so hoch gewählt werden weil es sonst zu Überschlägen kommt.

Zitat:
Ich denke, die Elektrode die am meisten aufgerauht ist oder Unebenheiten hat (oder gar Drahtgeflecht oder ähnl.) erzeugt am meisten Corona- Entladungen und generiert damit am meisten Ozon, richtig?

Ob HF mehr bringt als "normaler DC kann ich nicht sagen. Mit HF werden halt die Trafos deutlich kleiner. Elektroden mit vielen Spitzen erhöhen die Punkte hoher Feldstärke, somit auch Korona und den Output an Ozon.

bastl_r


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BeitragVerfasst: Mo 11. Sep 2017, 17:42 
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Hallo,

ich hatte gestern meinen zweiten Versuchslauf mit meinem Test-Ozonator gemacht.

Die Quartz Rohre hatte ich mit Graphit gefüllt - was meiner Meinung nach sehr gut funktioniert - ich glaube ich werde mir das Versilbern gar nicht antun.

Obwohl der versilber Prozess funktioniert auch recht gut - hatte ich auch gestern getestet...

Betrieben habe ich den Ozonator mit ZVS + mein selbstgewickelter Ferrit-Trafo.

Als Elektrode für das Graphit hatte ich ein Thermoelement aus Edelstahl eingeführt.

Ich habe die ZVS jeweils 10 Minuten laufen lassen bei den unten folgenden Spannungen und die Temperatur gemessen.

20V DC -> geschätzt 10-20kV @ 2kHz -> 75°C Kerntemperatur
30V DC -> geschätzt 20-30kV @ 2kHz -> 115°C Kerntemperatur
40V DC -> geschätzt 30-40kV @ 2kHz -> 230°C Kerntemperatur

Man sieht, dass die Temperatur nicht linear zur Spannung steigt.

Bei 27V über 30 Minuten hatte ich 95°C Kerntemperatur.

Ich vermute, dass die Temperatur an der Oberfläche der Quartz Röhre etwas mehr als im Kern ist.

Die Versuche sind spannend - ich fühle mich bei neuen Erkenntnissen immer wie ein Kind zu Weihnachten :-)

Ich bin am überlegen, wie ich den Ozon Output messen könnte - es gibt zwar professionelle Geräte, aber der Preis ist meistens sehr hoch...

Hier ein paar Bilder von dem Setup:

Dateianhang:
20170910_190338.jpg


Dateianhang:
20170910_195043.jpg


Dateianhang:
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Dateianhang:
20170910_202837.jpg


Dateianhang:
20170910_203723.jpg


PS: Der Ozon Output war gefühlt extrem hoch - wesentlich höher als bei den chinesischen Teilen.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.


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BeitragVerfasst: Di 12. Sep 2017, 09:04 
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Hallo Andreas,

230 Grad Kerntemperatur ist schon recht hoch, was für eine Wicklung hast Du da drauf?
Bei solchen Temperaturen schmilzt fast jede normale Isolation, auch bei CuL-Draht, vielleicht geht noch HT-Polyimid.
Ich würde wohl nicht über 30 V gehen :-)
Welcher Strom fließt denn da so?

Spannende Experimente in jedem Fall :-)

Den genauen Ozongehalt zu messen dürfte wohl mit einfachen Mitteln schwierig werden.
Evtl. könnte man es über genaues Abwägen mit einem Reaktionsprodukt versuchen, also in ein Glas/Quarzrohr eine Probe eines Stoffes mit dem O3 gut reagiert (da gibt es ja viel :-)
und die Probe vorher und nachher genau abwägen. Dabei eine definierte Zeit das Ozon darüber strömen lassen bei festgelegter Temperatur. Wenn die Produktion höher ist als der Stoff reagieren kann, wird es allerdings schwierig. Man braucht also ein Material in der nötigen Menge, das recht schnell mit Ozon reagiert - was dann sicherlich zu einer exothermen Reaktion führt :-)

alternativ:
Einleiten des Ozons in eine Lösung die mit dem Ozon unter Säurebildung o.ä. reagiert und den Säuregehalt bestimmen. Hier fällt mir jetzt auf Anhieb allerdings kein passendes Reagenz ein...

Evtl. hilft das: http://www.chemieunterricht.de/dc2/ozon/oz35.htm

oder das:
http://iacweb.ethz.ch/staff//krieger/pdf/Ozonmessgeraet.pdf

und hier scheint es erschwingliche Testgeräte zu geben, die den Ozongehalt direkt in Luft messen:
https://www.pce-instruments.com/deutsch/messtechnik/messgeraete-fuer-alle-parameter/ozonmessgeraet-kat_10087_1.htm


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BeitragVerfasst: Di 12. Sep 2017, 09:37 
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Ui, ich glaube ich habe mich schlecht ausgedrückt.

Zitat:
230 Grad Kerntemperatur ist schon recht hoch, was für eine Wicklung hast Du da drauf?


Der Ferrit Trafo bleibt kalt...

Die 230°C habe ich im inneren des Quartz Rohres gemessen. (mit einem Theromoelement aus Edelstahl)

Lg und danke für die Infos.

Andreas


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BeitragVerfasst: Di 12. Sep 2017, 09:52 
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:hihi: Kam mir gleich spanisch vor :awesome:

Für das Quarzrohr ist das natürlich kein Problem und für das Graphit auch nicht :-)


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