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 Betreff des Beitrags: Gleichspannung für Lichtbögen?
BeitragVerfasst: Sa 15. Apr 2017, 20:33 
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Registriert: Mi 16. Nov 2011, 14:21
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Servus,

mit zwei MOTs in Reihe und jeweils einem Kondensator lassen sich schon ganz nette Lichtbögen ziehen. Nun las ich von HV-Gleichrichtern. Bevor ich mir jetzt umsonst Dioden kaufe: hat das einen nennenswert positiven Effekt auf Lichtbögen?



Grüße,
Thorsten


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichspannung für Lichtbögen?
BeitragVerfasst: Sa 15. Apr 2017, 21:36 
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Registriert: Di 30. Jun 2015, 20:45
Beiträge: 1399
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Spezialgebiet: Informatik
Was machst Du denn mit den Kondensatoren ohne Dioden? Auf der Primärseite zur Blindleistungskompensation?

Die großen Kohlebogenlampen wurden früher mit Gleichstrom betrieben, 100-130 V und einige 100 A (z.B. bei den Flakscheinwerfern bis zu 1000A) aus eigenen DC-Generatoren.
Der Lichtbogen brennt wohl etwas stabiler, weil Du bei DC keine Nulldurchgänge hast. Im Endeffekt kommt es aber wohl eher auf die umgesetzte Leistung an,
so daß es hier am Ende wohl keine große Rolle spielt. Durch die Gleichrichtung verlierst Du ja erstmal etwas Spannung und der Strom wird ein pulsierender Gleichstrom,
den Du nie richtig wirst glätten können, es sei denn Du nimmst riesige Kondensatoren. Diese verlangen aber dem Trafo wieder wesentlich mehr ab -
am Ende tut es sich nicht viel, denke ich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichspannung für Lichtbögen?
BeitragVerfasst: So 16. Apr 2017, 10:48 
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Registriert: Mi 16. Nov 2011, 14:21
Beiträge: 182
Servus,
Multi-kv hat geschrieben:
Was machst Du denn mit den Kondensatoren ohne Dioden? Auf der Primärseite zur Blindleistungskompensation?


nein, die sind sekundärseitig. Macht für die Lichtbögen einen gehörigen Unterschied, ob verbaut oder nicht :hihi: Ich experimentiere da mit Reihen-/Parallelschaltung der HV-Kondensatoren. Allerdings fehlen mir noch einige Stück für wirklich größere Experimente.

Primärseitig sind Netzfilter verbaut.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichspannung für Lichtbögen?
BeitragVerfasst: So 16. Apr 2017, 11:10 
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Registriert: Mi 22. Okt 2014, 21:20
Beiträge: 144
Wohnort: Arsch der Welt

Spezialgebiet: Headbangen
Das was du da machst, nennt sich Resonanz.
Mit den Kondensatoren erreichst du eine Überkompensation.
Durch diese Überkompensation geht der cos (phi) auf 1 und du bekommst schöne Lichtbögen.

Bei der Reihenschaltung addieren sich die Blindwiderstände zu 0, was einen außerordenlich hohen Strom zur Folge hat und dadurch auch extreme Spannungen an L und C.
Bei der Parallelschaltung addieren sich die Leitwerte zu 0 und dadurch gibt es nahezu kein Stromfluß mehr.

Frohe Ostern wünscht euch
deathmetalhead

_________________
__l__ This is Ground.
.----. Please copy ground into your signature to help Strom on its way back home.
..--..


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichspannung für Lichtbögen?
BeitragVerfasst: So 16. Apr 2017, 12:46 
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Registriert: Mi 16. Nov 2011, 14:21
Beiträge: 182
deathmetalhead hat geschrieben:

Bei der Reihenschaltung addieren sich die Blindwiderstände zu 0, was einen außerordenlich hohen Strom zur Folge hat und dadurch auch extreme Spannungen an L und C.
Bei der Parallelschaltung addieren sich die Leitwerte zu 0 und dadurch gibt es nahezu kein Stromfluß mehr.


Ok. Also macht die Parallelschaltung keinen Sinn? Interessant. Ich habe nun schon einige Aufbauten gesehen, wo Kondensatoren parallel geschaltet wurden. Wie weit ist das Spiel der Reihenschaltung denn zu spielen? 2, 3, 4 Kondensatoren? Sollte die Anzahl bzgl. Resonanz gerade bleiben?


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichspannung für Lichtbögen?
BeitragVerfasst: Mi 19. Apr 2017, 14:19 
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Beiträge: 237
Wohnort: Schweiz

Spezialgebiet: Chemie
zwei gleiche Kondensatoren seriell= Dopelte Spannung und halbe Kapazität. Eigentlich ist es egal wie viele Kondensatoren du seriell schaltest, es ändert sich nur die Kapazität und die maximale Spannungsfestigkeit (wobei letzteres aufgrund ungleicher Ladung der Kondensatoren nicht unbedingt zutreffen muss). In der Schaltung verhält sich so eine Kette von kondensatoren wie ein einzelner, egal ob es jetzt zwei oder fünf sind...

LG
EL12


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichspannung für Lichtbögen?
BeitragVerfasst: Mo 24. Apr 2017, 22:48 
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Beiträge: 102
Wohnort: Bad Buchau

Spezialgebiet: Hochspannung
Was du wohl meintest; statt einem Kondensator mehrere parallel und die Kette am Sekundärausgang in Reihe zu schalten. Geht immer so lange gut, bis die Sicherung herausspringt oder der MOT überhitzt.

Hier gibt's einige interessante MOT Experimente mit 1, 2 und 3 Phasen und haarsträubendem Aufbau: http://danyk.cz/index_en.html.
Er macht es deutlich professioneller und mit 8x mehr Leistung: https://www.youtube.com/watch?v=Evzmt4sjaJ0

Gleichgerichteten Wechselstrom fand ich immer erst bei 3 Phasen interessant: https://www.youtube.com/watch?v=-ncYT9xOV9s


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichspannung für Lichtbögen?
BeitragVerfasst: Di 25. Apr 2017, 12:49 
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Registriert: Di 30. Jun 2015, 20:45
Beiträge: 1399
Wohnort: Nähe Heidelberg

Spezialgebiet: Informatik
Für "richtige" Arcs empfehle ich das hier: https://www.youtube.com/watch?v=9e7hAwA70UA


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 Betreff des Beitrags: Re: Gleichspannung für Lichtbögen?
BeitragVerfasst: Fr 26. Mai 2017, 21:19 
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Registriert: Di 23. Mai 2017, 20:51
Beiträge: 12
Wohnort: Aachen

Spezialgebiet: Reaktionskinetik, Zündfunken
Schule/Uni/Arbeit: Rührfisch
Bei Gleichspannung brennt ein Lichtbogen stabiler. Nicht nur, weil der 0-Durchgang vermieden wird, sondern vor allem, weil sich vor Anode eine ganz andere Ladungs erteilung ausbildet, als vor der Kathode. Beim Umpolen muß die zur elektrode gehörende Ladungsverteilung jedesmal neu aufgebaut werden. Die dadurch hervorgerufene Störung (Widerstandsänderung) fällt bei Verwendung von Gleichspannung weg.

_________________
Kopf gestoßen, Knie aufgeschürft, so spürst Du, daß Du lebst.
Bei Gleichspannung lebst Du besser in Zeitlupe mit der Hand in der Tasche.


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